Michael Schaerer
Michael „Mike“ Schaerer (* 17. März 1975 in Aarau) ist ein Schweizer Filmeditor und Filmregisseur.
Werdegang[Bearbeiten]
Michael Schaerer besuchte in Aarau die Schulen, die er an der Alten Kantonsschule mit der Matura Typus B abschloss. In der Jugendzeit spielte er in Musikgruppen mit und betrieb Leichtathletik (vornehmlich 800-Meter-Lauf).<ref>«Es gibt sehr viele selbst ernannte ‹Tatort›-Fachleute» (4. Januar 2014)</ref>
Nach einem Zwischenjahr begann er das Studium an der School of Visual Arts in New York und er schloss es mit dem Bachelor of Arts in Film- und Videoregie ab. An der School of Visual Arts produzierte er Flow<ref>… a collage of three people's intertwined-yet-separate lives spanning all ages and locations from the Swiss Alps to the streets of Manhattan's Lower East Side. http://www.colorlab.com/</ref> und «On Tact»<ref>Experimental film http://www.swissfilms.ch/de/film_search/filmdetails/-/id_person/953116436</ref> sowie als Abschlussarbeit den Kurzfilm Warmth<ref>Inhaltsangabe und Besprechung von Doris Senn: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Warmth – Michael Schaerer ( vom 27. Oktober 2007 im Internet Archive); Besetzung: http://www.swissfilms.ch/de/film_search/filmdetails/-/id_film/-1794866006</ref>, der am Filmfestival Venedig im Kurzfilmwettbewerb lief und Schaerer unter anderem den renommierten Student Academy Awards («Studenten-Oscar») einbrachte. Schaerer erhielt 2001 diese begehrte Trophäe als erster Schweizer (Goldmedaille in der Kategorie ‹Alternative›).
Nach Abschluss seiner Ausbildung (2001) arbeitet Michael Schaerer vorwiegend als Film-Editor.<ref>Über seine Arbeitsweise: Christoph Schneider: Der Schnitt ist eine Kritik an der Dreharbeit. In: Tages-Anzeiger (Kultur) vom 25. März 2006, S. 54.</ref> Parallel dazu entwickelte er auch eigene Projekte und führte Regie, u. a. in der 10-teiligen SRF-Dokuserie «Start up – der Weg zur eigenen Firma».<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.SF: Start up ist begehrt ( vom 23. Januar 2018 im Internet Archive)</ref><ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Schweizer Startup-Hype durch SF Start up ( vom 15. August 2020 im Internet Archive)</ref><ref>Ausgezeichnet: SF Start up, auf wirtschaft.ch</ref>
Stationspiraten ist der erste Langspielfilm, den er als Regisseur gestaltete. Der Film wurde am Emden Film Festival, am Max Ophüls Festival, am Zurich Film Festival u. a. O. mit Preisen ausgezeichnet und wurde von der Kritik gut aufgenommen. Es geht darin um krebskranke Jugendliche. Die Krebsliga Schweiz verlieh Schaerer 2012 den Anerkennungspreis, mit dem Personen oder Organisationen ausgezeichnet werden, die sich für die Verbesserung der Situation von Patienten einsetzen.<ref>Preisträgerinnen und Preisträger des Anerkennungspreises der Krebsliga Schweiz. (PDF) In: Krebsliga Schweiz. Abgerufen am 3. Februar 2018.</ref>
2013 bekam er den Regieauftrag für den Schweizer (Luzerner) Tatort Zwischen zwei Welten. In der Berliner Zeitung attestiert Klaudia Wick dem Regisseur Schaerer eine «schnörkel- und makellose Inszenierung» (BZ «Gesprungen oder gestoßen?»). Die Frankfurter Allgemeine Zeitung F.A.Z. hebt den «gelassenen Realismus» hervor und lobt den "bei aller Spannung ruhigen, mit Liebe zum Detail gedrehten Tatort " (Dieter Bartetzko).<ref name="faz-12901400">Dieter Bartetzko: Sag zum Abschied leise „Hare Krishna“. In: FAZ.net. 21. April 2014, abgerufen am 13. Oktober 2018.</ref> Der mit CHF 20'000 dotierte «Prix du Public» der Solothurner Filmtage 2016 ging an den Film Lina<ref>Mike Schaerer: Lina. Schweizer Radio und Fernsehen (SRF), C-Films AG, 20. November 2016, abgerufen am 13. Juli 2025.</ref><ref>Solothurner Filmtage | Journées de Soleure – Frühere Preisträger. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 8. Februar 2018; abgerufen am 13. Juli 2025.</ref> von Michael Schaerer (Ausstrahlung auf SRF1 am 21. Februar 2016<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.DVD-Angebot: SRF Schweizer Film «Lina» ( vom 3. Februar 2016 im Webarchiv archive.today)</ref>), der eine tragische Liebesgeschichte vor dem Hintergrund der administrativen Versorgung erzählt. Gleichzeitig bekam Rabea Egg<ref>Gekürt: Schülerin Rabea Egg ist beste Hauptdarstellerin – Glanz & Gloria – Play SRF. Abgerufen am 13. Juli 2025.</ref> den Preis als beste Hauptdarstellerin.<ref>Mit qualvollen Rollen aus der Komfortzone, auf aargauerzeitung.ch</ref>
Schaerers Film Die kleine Hexe nach dem gleichnamigen Roman und Kinderbuch-Klassiker von Otfried Preußler feierte am 21. Januar 2018 in München Weltpremiere. Die Filmjury der Deutschen Film- und Medienbewertung FBW gab dem Film das Prädikat «Besonders wertvoll»;<ref>Die kleine Hexe, auf fbw-filmbewertung.com</ref> die Jugendfilmjury vergab viereinhalb Sterne<ref>Die kleine Hexe, auf jugend-filmjury.com</ref>. Die Schweizer Premiere (Di chli Häx)<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Di chli Häx ( vom 15. Juni 2018 im Internet Archive)</ref> fand am 27. Januar 2018 an den Solothurner Filmtagen statt. Der Film kam am 1. Februar 2018 in die Kinos. Christian Jungen bescheinigte Schaerer in dem der NZZ am Sonntag beigelegten Filmmagazin «Frame»<ref>http://frame.ch/de/magazin/mediendaten/</ref> vom 10. Dezember 2017, er sei ein grosser Regisseur und er empfehle sich mit diesem Film für den Sprung nach Hollywood. Der Kameramann Matthias Fleischer erhielt für Die kleine Hexe den Bayerischen Filmpreis.<ref>Verleihung des Bayerischen Filmpreises 2017, auf bayern.de</ref><ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.BAYERISCHER FILMPREIS: DIE GEWINNER 21.01.2018 ( vom 15. Juni 2018 im Internet Archive)</ref> Der Film verzeichnete bereits in den ersten Wochen in Deutschland, Österreich und der Schweiz einen grossen Publikumserfolg; er wurde von der Kritik positiv aufgenommen<ref>Puppenkistennostalgiker, schaut auf diesen Film!, auf welt.de</ref><ref>SPIELFILM: Kinderbuchklassiker «Di chli Häx» kommt ins Kino, auf luzernerzeitung.ch</ref> und für den Deutschen Filmpreis 2018 (Bester Kinderfilm)<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Die Nominierten 2018 ( vom 18. März 2018 im Internet Archive)</ref> nominiert. Mit rund 1,8 Millionen Kinoeintritten war er 2018 die erfolgreichste Schweizer Koproduktion im Ausland. Allein in Deutschland konnte er über 1,5 Millionen Eintritte verbuchen. Er lief in über 20 weiteren Ländern im Kino.<ref>Swiss Films 4. Februar 2019 DIE KLEINE HEXE war 2018 international die erfolgreichste Schweizer Koproduktion</ref>
Mike Schaerer führte Regie in der sechsteiligen historischen Dramaserie Frieden, deren Drehbuchautorin Petra Volpe ist.<ref>SRF zeigt neue sechsteilige Serie «Frieden», auf medien.srf.ch</ref> Hauptdarsteller sind Annina Walt, Max Hubacher und Dimitri Stapfer. Neben 70 Schauspielern wirkten auch 1200 Statisten mit. Die Erstausstrahlung erfolgte auf SRF 1 am 8., 9. und 11. November 2020. Bettina Alber, Leiterin Serien bei SRF: „Petra Volpe und Michael Schaerer ist es gelungen, diese Zeit unmittelbar nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs emotional greifbar und lebendig zu machen und damit ein Bewusstsein für die Nähe der Vergangenheit zu schaffen, die nicht abgeschlossen ist, sondern bis heute wirkt.“Vorlage:": Ungültiger Wert: ref= Die Kritik äusserte sich zum Drama und dessen Darstellung sehr positiv.<ref>Presseschau zu «Frieden» – Wie die Presse «Frieden» feiert, auf srf.ch</ref>
Seine Tatortfolgen „Von Affen und Menschen“ und „Fährmann“ wurden von der Kritik gelobt. „Von Affen und Menschen“ wurde zudem für den Fernsehfilmpreis der televisionale als bester Film nominiert<ref>TATORT – Von Affen und Menschen – TeleVisionale Baden-Baden. Abgerufen am 13. Juli 2025.</ref> und gewann Preise für das beste Drehbuch (Stefan Brunner, Lorenz Langenegger), die beste Filmmusik (Mirjam Skal) und die beste Nebendarstellerin (Sarah Viktoria Frick)<ref>Tatort – Von Affen und Menschen, TV-Film (Reihe), Krimi, 2022-2023 | Crew United. Abgerufen am 13. Juli 2025.</ref>.
In der Adaption der bekannten Hörspielserie „Maloney“ führte Michael Schaerer Regie bei 5 Folgen<ref>Emma Lügt. Abgerufen am 13. Juli 2025.</ref>. Seine ersten drei Episoden wurden unter dem Titel „Maloney – Die ersten drei haarsträubenden Fälle“ im Kino gezeigt.
Michael Schaerer ist Professor an der Zürcher Hochschule der Künste.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Zürcher Hochschule der Künste ( vom 20. Januar 2016 im Internet Archive)</ref> und leitet den Master Film Editing und den Minor Virtual Production.
Filmografie[Bearbeiten]
Die Seite Vorlage:Column-multiple/styles.css hat keinen Inhalt.
- 2000: Warmth (Kurzfilm; Buch, Regie, Schnitt)
- 2001: Im Namen der Gerechtigkeit (TV-Film; Schnitt)
- 2002: Der Elefant – Mord verjährt nie (TV-Film; Schnitt)
- 2002: Dilemma (TV-Film; Schnitt)
- 2003: SuperAargau (Dokumentarfilm; Regie)
- 2003: Kiki + Tiger (Kurzfilm; Schnitt)
- 2003: Achtung, fertig, Charlie! (Schnitt)
- 2004: Piff paff puff (Kinospielfilm, Schnitt)
- 2004: Leben auf Kredit (TV-Film; Schnitt)
- 2004: Im Nordwind (Schnitt)
- 2005: Katzenball (Dokumentarfilm; Schnitt)
- 2005: Rose (Schnitt)
- 2006: Die Herbstzeitlosen (Schnitt)
- 2006: Cannabis – Probieren geht über Regieren (Schnitt)
- 2007: StartUp (TV-Show; Regie)
- 2007: Breakout (Schnitt)
- 2007: Tell (Schnitt)
- 2008: Jimmie (Schnitt)
- 2009: Tannöd (Schnitt)
- 2010: Dharavi, Slum for Sale (Dokumentarfilm; Schnitt)
- 2010: Stationspiraten (Regie)
- 2012: Liebe und andere Unfälle (TV-Film; Schnitt)
- 2012: Die Wiesenberger – No Business like Show Business (Dokumentarfilm; Schnitt)
- 2012: Tatort: Skalpell (Fernsehreihe; Schnitt)
- 2013: Clara und das Geheimnis der Bären (Schnitt)
- 2013: Das kleine Gespenst (Schnitt)
- 2014: Tatort: Zwischen zwei Welten (Regie)
- 2014: Akte Grüninger (Schnitt)
- 2015: Heidi (Schnitt)
- 2015: Der Hamster (Schnitt)
- 2016: Lina (2016) (Regie)<ref>Solothurner Filmtage – «Lina» – düstere Erinnerungen an eine Jugend (23. Januar 2016)</ref>
- 2018: Die kleine Hexe (Regie)<ref>Filmstarts – DIE KLEINE HEXE</ref>
- 2020: Frieden(Serie; Regie)
- 2021: Neumatt (Schnitt)
- 2023: 37 Sekunden (Fernseh-Sechsteiler; Schnitt)
- 2024: Tatort: Von Affen und Menschen
- 2024: Tatort: Fährmann
- 2025: Maloney
- 2026: Ewigi Liebi (Schnitt)
Auszeichnungen[Bearbeiten]
- 2001: Student Academy Award – Kategorie: Alternative, Goldmedaille für Warmth
- 2010: Zurich Film Festival – Publikumspreis (Audience Award) für Stationspiraten
- 2011: Max Ophüls Festival Saarbrücken – Preis der Jugendjury, für Stationspiraten
- 2011: Internationales Filmfest Emden-Norderney – Bernhard-Wicki-Preis, 3. Rang, für Stationspiraten
- 2012: Internationales Film-Festival „Shaken Stars“ in Almaty (Kasachstan) – Hauptpreis, für Stationspiraten
- 2016: Solothurner Filmtage 2016 – «PRIX DU PUBLIC» für den Film «Lina»
- 2018: Schweizer Filmpreis «Beste Filmmusik» für «Die kleine Hexe»
Weblinks[Bearbeiten]
- Vorlage:IMDb/1
- Michael Schaerer bei filmportal.de
- Vorlage:Swiss Films
- Website von Michael Schaerer
- Michael 'Mike' Schaerer bei Crew United
- Beschreibung des Kurzfilms „Warmth“ auf swissfilms.ch
- "Im Namen der Gerechtigkeit" in der Datenbank von SWISS FILMS
- TV-Film "Dilemma" beschrieben auf SWISS FILMS
- "Kiki & Tiger" behandelt auf swissfilms.ch
- "Piff Paff Puff" in der SWISS FILMS Datenbank
- "Leben auf Kredit" wird auf swissfilms.ch behandelt
- "Im Nordwind" in der SWISS FILMS Datenbank
- "Katzenball" wird in swissfilms behandelt
- "Rose" in der Datenband von swissfilms.ch
- "Liebe und andere Unfälle" in SWISS FILMS Datenbank
- "Clara und das Geheimnis der Bären" in der Datenbank SWISS FILMS
- "Der Hamster" behandelt auf swissfilms.ch
- "Lina" in der SWISS FILMS Datenbank
- "Frieden" auf swissfilms.ch
Einzelnachweise[Bearbeiten]
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Schaerer, Michael |
| ALTERNATIVNAMEN | Schaerer, Mike (Spitzname) |
| KURZBESCHREIBUNG | Schweizer Filmeditor und Filmregisseur |
| GEBURTSDATUM | 17. März 1975 |
| GEBURTSORT | Aarau |