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Millettia

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Millettia
Datei:Millettia grandis, habitus, Pretoria NBT.jpg

Millettia grandis

Systematik
Eurosiden I
Ordnung: Schmetterlingsblütenartige (Fabales)
Familie: Hülsenfrüchtler (Fabaceae)
Unterfamilie: Schmetterlingsblütler (Faboideae)
Tribus: Millettieae
Gattung: Millettia
Wissenschaftlicher Name
Millettia
Wight & Arn.

Millettia ist eine Pflanzengattung in der Unterfamilie der Schmetterlingsblütler (Faboideae) innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae). Die etwa 100 Arten sind in der Paläotropis verbreitet.

Beschreibung[Bearbeiten]

Datei:Bulletin de la Société royale de botanique de Belgique (1866) (19813788783).jpg
Illustration aus Bulletin de la Société royale de botanique de Belgique, 1866 von Millettia versicolor
Datei:Millettia xylocarpa Blanco1.79.jpg
Illustration von Millettia xylocarpia aus Blanco

Erscheinungsbild und Blätter[Bearbeiten]

Millettia-Arten sind verholzende Pflanzen und wachsen je nach Art als Baum, Strauch oder Liane.<ref name="FoC" /><ref name="FoP" /> Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind unpaarig gefiedert und die Fiederblätter sind gegenständig oder selten fast wechselständig an der Blattrhachis angeordnet.<ref name="FoC" /><ref name="FoP" /> Die Laubblätter besitzen einen Pulvinus.<ref name="FoCmillettieae" /> Es können Nebenblättchen der Fiederblätter vorhanden sein. Die Nebenblätter sind haltbar oder fallen früh ab.<ref name="FoC" />

Blütenstände und Blüten[Bearbeiten]

Die scheintraubigen Blütenstände sind meist scheinbar unverzweigt, aber bei Millettia ichthyochtona verzweigt. An den Blütenstandsachsen befinden sich an jedem Knoten zu Büschel reduzierte Verzweigungen, die jeweils zwei bis fünf Blüten enthalten<ref name="FoC" />. Es sind Trag- und Deckblätter vorhanden<ref name="FoC" />; sie fallen oft schon vor der Anthese ab<ref name="FoP" />.

Die zwittrigen Blüten sind zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf Kelchblätter sind verwachsen und der Kelch endet in fünf kurzen Kelchzähnen, von den die oberen zwei mehr oder weniger vollständig verwachsen sind. Die fünf Kronblätter sind blau oder weiß.<ref name="FoC" /> Die Blütenkronen besitzen die typische Form der Schmetterlingsblüte.<ref name="FoCmillettieae" /> Die Fahne ist relativ groß und kann an ihrer Basis Schwielen besitzen.<ref name="FoP" /><ref name="FoC" /> Die Flügel sind nicht mit dem Schiffchen verwachsen. Das Schiffchen ist nach innen gebogen und endet stumpf.<ref name="FoP" /> In der Knospe ist manchmal ein Staubblatt frei und verbindet sich später mit den anderen neun verwachsenen Staubblättern.<ref name="FoC" /> Die Staubbeutel sind alle gleich.<ref name="FoP" /> Es ist ein röhrenförmiger Diskus um das Fruchtblatt herum vorhanden.<ref name="FoCmillettieae" /><ref name="FoP" /> Das einzige Fruchtblatt ist linealisch<ref name="FoC" /> und meist sitzend oder selten gestielt<ref name="FoP" />. Der kahle<ref name="FoP" /> Griffel ist gerade oder nach innen gekrümmt.<ref name="FoC" />

Früchte und Samen[Bearbeiten]

Die Hülsenfrüchte sind flach, manchmal zylindrisch oder sind nur über den Samen etwas verdickt. Es können an einer oder an beiden Nähten Kanten vorhanden sein. Reife Hülsenfrüchte öffnen sich langsam mit zwei Fruchtklappen und enthalten einen oder einige Samen.<ref name="FoC" /> Die Samen sind kugelig oder linsenförmig.<ref name="FoP" /><ref name="FoC" /> Der Samenstiel (Funikel) ist fleischig sowie oben angeschwollen und umhüllt das Hilum als kurzer ringähnlicher Arillus.<ref name="FoC" />

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]

Die Gattung Millettia wurde 1834 durch Robert Wight und George Arnott Walker Arnott in Prodromus Florae Peninsulae Indiae Orientalis, Volume 1, S. 263–264<ref name="Wight1834" /> aufgestellt.<ref name="Tropicos" /> Der botanische Gattungsname Millettia ehrt Charles Millett<ref name="Burkhardt2022" /> ; er war ein Pflanzensammler und Beauftragter der East India Company und sammelte viele Herbarbelege von unbestimmten Millettia-Exemplaren als er in Canton und Macao war.<ref name="LegumesWorld" /> Synonyme für Millettia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Wight & Arn. sind: Neodunnia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.R.Vig.,<ref name="Tropicos" /> Berrebera Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Hochst., Galedupa Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Lam., Otosema Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Benth.<ref name="GRIN" />, Lonchocarpus sect. Caudaria Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Dunn.<ref name="LegumesWorld" /> Der Umfang (90 bis 200 Arten) der Gattung Millettia wird kontrovers diskutiert.<ref name="LegumesWorld" />

Die Gattung Millettia gehört zur Tribus Millettieae in der Unterfamilie Faboideae innerhalb der Familie der Fabaceae.<ref name="FoCmillettieae" />

Die Gattung Millettia ist im subtropischen sowie tropischen Afrika, Madagaskar und Asien verbreitet. Etwa 90 Arten kommen im tropischen Afrika vor. Acht Arten sind in Madagaskar beheimatet.<ref name="LegumesWorld" /> In China kommen etwa 18 Arten vor, davon sechs nur dort.<ref name="FoC" /> Vorkommen in Australien werden nur von wenigen Autoren angegeben. Millettia-Arten gedeihen im tropischen Regenwald und vom saisonal trockenen Tiefland bis zum Hochlandwald sowie an Waldrändern, in Waldländern, im Dickicht, im baumbestandenen Grasland und Sekundär-Vegetationstypen.<ref name="LegumesWorld" />

In der Gattung Millettia gibt es etwa 100 Arten:<ref name="ILDIS" /><ref name="FoC" />

Datei:Millettia duchesnei00.jpg
Habitus von Millettia duchesnei
Datei:Millettia dura (8482068590).jpg
Millettia dura
Datei:Millettia grandis02.jpg
Blütenstand von Millettia grandis
Datei:Millettia grandis00.jpg
Gefiederte Laubblätter und Hülsenfrüchte von Millettia grandis
Datei:Millettia griffoniana00.jpg
Blütenstände von Millettia griffoniana
Datei:Millettia japonica natuhuji01.jpg
Blütenstände von Millettia japonica
Datei:Moulmein Rosewood (Milletia peguensis) flowers in Kolkata W IMG 2780.jpg
Blütenstände von Millettia peguensis
Datei:Pongamia pinnata (Karanj) near Hyderabad W IMG 7633.jpg
Millettia pinnata
Datei:Millettia reticulata - Villa Taranto (Verbania) - DSC03727.JPG
Habitus von Millettia reticulata
Datei:20121130 FosterBG MillettiaStuhlmannii Cutler P1370712.jpg
Gefiederte Laubblätter und Hülsenfrüchte von Millettia stuhlmannii
Datei:Millettia thonningii 2.jpg
Blütenstände von Millettia thonningii

Nicht mehr zur Gattung Millettia gehören die Arten, die in die Gattung Philenoptera Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Hochst. ex A.Rich. eingeordnet sind.<ref name="Schrire2000" /> Auch zur Gattung Callerya wurden Arten gestellt.<ref name="Compton2019" />

Nutzung[Bearbeiten]

In China werden viele Millettia-Arten als Heilpflanze, Insektizid oder Fischgift genutzt. Wenige Arten werden als Zierpflanzen verwendet.<ref name="FoC" /> Das Holz von Millettia stuhlmannii und Millettia laurentii wird vielseitig verarbeitet (siehe dort).<ref name="LegumesWorld" />

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="Tropicos"> Millettia bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="FoP"> S. I. Ali: Millettia bei Tropicos.org. In: Flora of Pakistan. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="Wight1834"> Robert Wight, George Arnott Walker Arnott: Prodromus Florae Peninsulae Indiae Orientalis: Containing Abridged Descriptions of the Plants Found in the Peninsula of British India, Arranged According to the Natural System. Volume 1, 1834, S. 263–264 (Millettia in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> <ref name="FoC"> Zhi Wei, Les Pedley: Millettia, S. 176 - textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China. Volume 10: Fabaceae. Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 2010, ISBN 978-1-930723-91-7.</ref> <ref name="FoCmillettieae"> Zhi Wei, Dezhao Chen, Dianxiang Zhang, Hang Sun, Les Pedley: Millettieae., S. 165 - textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China. Volume 10: Fabaceae. Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 2010, ISBN 978-1-930723-91-7.</ref> <ref name="ILDIS"> Datenblatt Millettia bei International Legume Database Information Service = ILDIS - LegumeWeb - World Database of Legumes, Version 10.38 vom 20. Juli 2010. </ref> <ref name="LegumesWorld"> @1@2Vorlage:Toter Link/www.kew.orgDatenblatt Millettia bei Legumes of the World von Royal Botanical Gardens Kew, 2012. (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2019. Suche im Internet Archive) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.) </ref> <ref name="CVPoMadagascar"> G. E. Schatz, S. Andriambololonera, Andrianarivelo, M. W. Callmander, Faranirina, P. P. Lowry, P. B. Phillipson, Rabarimanarivo, J. I. Raharilala, Rajaonary, Rakotonirina, R. H. Ramananjanahary, B. Ramandimbisoa, A. Randrianasolo, N. Ravololomanana, Z. S. Rogers, C. M. Taylor & G. A. Wahlert, 2011: Millettia bei Tropicos.org. In: Catalogue of the Vascular Plants of Madagascar. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum</ref> <ref name="Schrire2000"> B. D. Schrire: A synopsis of the genus Philenoptera (Leguminosae-Millettieae) from Africa and Madagascar. In: Kew Bulletin, Volume 55, 2000, S. 81–94. Modul:JSTOR * Modul:JSTOR:170: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) </ref> <ref name="Compton2019"> J. A. Compton, & al. The Callerya Group redifined and Tribe Wisterieae (Fabaceae) emended. In: PhytoKeys, Volume 125, 2019. S. 1–112. </ref> <ref name="Burkhardt2022">Lotte Burkhardt 2022: Eine Enzyklopädie zu eponymischen Pflanzennamen: Von Menschen & ihren Pflanzen – Berlin: Botanic Garden and Botanical Museum Berlin, Freie Universität Berlin. – https://doi.org/10.3372/epolist2022, Berlin 2022.</ref> </references>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Millettia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Weiterführende Literatur[Bearbeiten]

  • J.-M. Hu, M. Lavin, M. F. Wojciechowski, M. J. Sanderson: Phylogenetic systematics of the tribe Millettieae (Leguminosae) based on chloroplast trnK/matK sequences and its implications for evolutionary patterns in Papilionoideae. In: American Journal of Botany, Volume 87, 2000, S. 418–430.
  • J.-M. Hu, M. Lavin, M. F. Wojciechowski, M. J. Sanderson: Phylogenetic analysis of nuclear ribosomal ITS/5.85 sequences in the tribe Millettieae (Fabaceae): Poecilanthe-Cyclolobium, the core Millettieae, and the Callerya group. In: Syst. Bot., Volume 27, 2002, S. 722–733.
  • Umberto Quattrocchi: CRC World Dictionary of Medicinal and Poisonous Plants: Common Names, Scientific Names, Eponyms, Synonyms, and Etymology. CRC Press, 2012, ISBN 978-1-4200-8044-5, S. 2510 ff. (Millettia in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).
  • Robert Hegnauer: Chemotaxonomie der Pflanzen. Band XIB-2. Springer, 2001, S. 169–203 (Tephrosieae statt Millettieae in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).

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