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Minuskel 3

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Manuskripte des Neuen Testaments
Papyri • Unziale • Minuskeln • Lektionare
Minuskel 3
Name Vindobonensis Suppl. Gr. 52
Text Neues Testament (ohne Offenbarung)
Sprache griechisch
Datum 12. Jahrhundert
Lagerort Österreichische Nationalbibliothek
Größe 24,5 × 17,5 cm
Typ Byzantinischer Texttyp
Kategorie V

Minuskel 3 (in der Nummerierung nach Gregory-Aland); ε 253 (Soden), auch als Codex Corsendonckensis bezeichnet, ist eine griechische Minuskelhandschrift des Neuen Testaments auf 451 Pergamentblättern (24,5 × 17,5 cm). Mittels Paläographie wird das Manuskript auf das 12. Jahrhundert datiert. Der Text ist einspaltig in 24 Zeilen pro Seite geschrieben.<ref name="Aland">K. Aland, M. Welte, B. Köster, K. Junack, Kurzgefasste Liste der griechischen Handschriften des Neues Testaments, Walter De Gruyter, Berlin, New York 1994, S. 47.</ref><ref>Martin Heide: Der einzig wahre Bibeltext? / Erasmus von Rotterdam und die Frage nach dem Urtext. 5. Auflage. Verlag für Theologie und Religionswissenschaft, Nürnberg 2006, ISBN 3-933372-86-0, S. 24.</ref>

Beschreibung[Bearbeiten]

Der Kodex enthält das gesamte Neue Testament ohne das Buch der Offenbarung in der Reihenfolge: Evangelien, Apostelgeschichte, Katholische Briefe und die Paulusbriefe.<ref name="Gregory" /> Er enthält auch die Epistula ad Carpianum, Listen der κεφαλαια, κεφαλαια, τιτλοι, den Eusebischen Kanon, den Apparatus des Euthalius sowie einige Bilder.<ref name="Scrivener">F. H. A. Scrivener, A Plain Introduction to the Criticism of the New Testament, London 1894, Band 1, S. 191.</ref> Er enthält auch Unterschriften von einer späteren Hand.<ref name="Gregory" />

Der griechische Text des Kodex repräsentiert den Byzantinischen Texttyp. Aland ordnet ihn in Kategorie V ein.<ref></ref> Er wurde von Wettstein zusammengestellt.

Geschichte[Bearbeiten]

Radulph oder Roland de Rivo übergaben das Manuskript dem Kloster des Dominikanerordens in Basel. Es wurde von Erasmus in seiner zweiten Ausgabe des Novum Testamentum von 1519 verwendet.<ref name="Gregory">C. R. Gregory, Textkritik des Neuen Testaments (Leipzig, 1900), Band 1, S. 128.</ref> Der Kodex befindet sich jetzt in der Österreichischen Nationalbibliothek (Cod. Suppl. Gr. 52) in Wien.<ref name="Aland" />

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Literaturverzeichnis[Bearbeiten]