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Mittelfrohna

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Mittelfrohna
Gemeinde Niederfrohna
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city&title=Mittelfrohna 50° 53′ N, 12° 45′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city 50° 52′ 47″ N, 12° 44′ 45″ O
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Fläche: 4,91 km²
Eingemeindung: 1. Januar 1936
Eingemeindet nach: Niederfrohna
Postleitzahl: 09243
Vorwahl: 03722
Mittelfrohna (Sachsen)
Mittelfrohna (Sachsen)
Lage von Mittelfrohna in Sachsen

Mittelfrohna ist ein Ortsteil der Gemeinde Niederfrohna im Landkreis Zwickau (Freistaat Sachsen). Die Gemeinde Mittelfrohna mit ihrem Ortsteil Fichtigsthal wurde im Jahr 1936 eingemeindet.

Geografische Lage und Verkehr[Bearbeiten]

Mittelfrohna bildet den Ortskern der Gemeinde Niederfrohna. Der Ort erstreckt sich links und rechts des Frohnbachs. Östlich von Mittelfrohna verläuft die A 72 mit dem Rastplatz „Mühlbachtal“.

Nachbarorte[Bearbeiten]

Niederfrohna mit Jahnshorn Mühlau
Bräunsdorf Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Hartmannsdorf
Oberfrohna Fichtigsthal Limbach

Geschichte[Bearbeiten]

Rittergut Mittelfrohna, Herrenhaus
Datei:Johanniskirche Mittelfrohna (1).jpg
Johanniskirche Mittelfrohna
Datei:Rathaus Niederfrohna in Mittelfrohna (2).jpg
Rathaus Niederfrohna in Mittelfrohna
Datei:Prof.-Dr.-Sterzel-Schule in Mittelfrohna (2).jpg
Prof.-Dr.-Sterzel-Schule in Mittelfrohna

Das Waldhufendorf Mittelfrohna wurde im Jahr 1356 als „Fronen“ erwähnt. Das Rittergut Mittelfrohna wurde bereits im Jahr 1409 erwähnt. Zu dieser Zeit war die Familie von Flurstädt Besitzer, die das Rittergut im Jahr 1584 an die Herren von Schönberg auf Sachsenburg verkaufte. Es blieb bis 1560 im Besitz der Schönberger.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Übersicht über die Besitzungen der Familie von Schönberg (Memento vom 13. November 2019 im Internet Archive)</ref> In diesem Jahr wurde Mittelfrohna verkauft, um das Schloss Pfaffroda bei Olbernhau kaufen zu können.

Die Grundherrschaft über Mittelfrohna wurde allerdings nur teilweise durch das Rittergut Mittelfrohna, zu dem auch Fichtigsthal und Anteile von Mühlau gehörten, ausgeübt.<ref>Die Grundherrschaft Mittelfrohna im Archiv des Freistaats Sachsen</ref> Der andere Teil Mittelfrohnas unterstand wie Oberfrohna dem Rittergut Limbach, welches den Herren von Meckau gehörte. Erst nach dem Tod von Dietrich von Meckau im Jahr 1536 kam der gesamte Ort Mittelfrohna an die Herren von Schönberg. Das Rittergut Mittelfrohna war im Jahr 1750 im Besitz des Fabrikbesitzers Siegert aus Chemnitz. In den Jahren 1772 bis 1774 entstand das heutige Herrenhaus.<ref>Das Rittergut Mittelfrohna. In: www.sachsens-schloesser.de. Abgerufen am 22. August 2025.</ref> Zu Ende des 18. Jahrhunderts ging das Gut an einen Herrn von Reitzenstein über, nach welchem es schließlich die Familie von Schönburg-Glauchau besaß. Von dieser kam das Gut durch eine Heirat an den Königlich-sächsischen Oberleutnant Adolf Ernst von Wilucki.<ref>Geschichte des Ritterguts Mittelfrohna</ref> Im Jahr 1821 erhielt Mittelfrohna das heutige Gotteshaus und 1838 eine neue Schule.

Aufgrund der unterschiedlichen Grundherrschaft war Mittelfrohna auch bezüglich der Verwaltung geteilt. Bis 1832 gehörte der zum Rittergut Limbach gehörige Teil Mittelfrohnas zum kursächsischen bzw. königlich-sächsischen Amt Chemnitz,<ref>Karlheinz Blaschke, Uwe Ulrich Jäschke: Kursächsischer Ämteratlas. Leipzig 2009, ISBN 978-3-937386-14-0; S. 64 f.</ref> der zum Rittergut Mittelfrohna gehörige Teil zusammen mit Fichtigsthal als Exklave zum kursächsischen bzw. königlich-sächsischen Amt Rochlitz.<ref>Karlheinz Blaschke, Uwe Ulrich Jäschke: Kursächsischer Ämteratlas. Leipzig 2009, ISBN 978-3-937386-14-0; S. 58 f.</ref> Seit 1832 unterstand Mittelfrohna komplett dem Amt Chemnitz.<ref>Mittelfrohna im „Handbuch der Geographie“, S. 48</ref> Im Jahr 1851 kam Mittelfrohna an das königlich-sächsische Gericht Limbach<ref>Das königlich-sächsische Gericht Limbach im Archiv des Freistaats Sachsen</ref> und im Jahr 1856 zum Gerichtsamt Limbach, das im Jahr 1875 in der Amtshauptmannschaft Chemnitz aufging.<ref>Die Amtshauptmannschaft Chemnitz im Gemeindeverzeichnis 1900. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 24. Januar 2025; abgerufen am 1. August 2025.</ref>

Im Jahr 1923 erfolgte die Eingemeindung von Fichtigsthal.<ref>Fichtigsthal im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum</ref> Die bisher zu Mittelfrohna gehörigen Siedlungen Kreuzeiche und Schweizerhof wurden 1931 nach Limbach umgegliedert. Zum 1. Januar 1936 wurde Mittelfrohna nach Niederfrohna eingemeindet.<ref>Mittelfrohna im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum</ref><ref>Gemeindeverzeichnis 1933 nach dem Gebietsstande vom 1. Juni 1936 (in: Zeitschrift des Sächsischen Statistischen Landesamts, Jahrg. 1934/1935, Dresden 1936; S. 271) Digitalisat</ref>

Durch die zweite Kreisreform in der DDR kam Mittelfrohna als Ortsteil der Gemeinde Niederfrohna im Jahr 1952 zum Kreis Chemnitz-Land im Bezirk Chemnitz (1953 in Kreis Karl-Marx-Stadt-Land und Bezirk Karl-Marx-Stadt umbenannt), der ab 1990 als sächsischer Landkreis Chemnitz fortgeführt wurde. Bei dessen Auflösung kam Mittelfrohna als Ortsteil der Gemeinde Niederfrohna im Jahr 1994 zum Landkreis Chemnitzer Land, der 2008 im Landkreis Zwickau aufging.

Literatur[Bearbeiten]

  • Der Landkreis Chemnitz in historischen Ansichten. Geiger Verlag Horb am Neckar, 1992, ISBN 3-89264-730-5 (zur Geschichte der Orte des ehem. Landkreises Chemnitz: Niederfrohna – mit Mittelfrohna – S. 150–153)

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Mittelfrohna – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Vorlage:Navigationsleiste Gemeindeteile der Gemeinde Niederfrohna