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Mobile Briefmarke

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Datei:Briefumschlag Mobile Briefmarke Deutsche Post 2020.jpg
Briefumschlag mit mobiler Briefmarke, Dezember 2020

Die Mobile Briefmarke ist ein digitales Frankierungsverfahren der Deutsche Post AG für den Versand von Standardbriefen und Postkarten innerhalb Deutschlands. Die Frankierung erfolgt über die Post & DHL App, ohne dass eine physische Briefmarke oder ein Drucker benötigt wird. Stattdessen wird ein individueller Porto-Code handschriftlich auf die Sendung geschrieben.<ref name="DHL2020">Briefe einfach mit dem Smartphone und Stift frankieren. In: Deutsche Post DHL Group. 9. Dezember 2020, abgerufen am 12. Mai 2026.</ref>

Die Mobile Briefmarke wurde im Dezember 2020 eingeführt und löste das seit 2008 angebotene SMS-basierte Verfahren „Handyporto“ ab.<ref name="DHL2020" /> Beim Handyporto wurde ein zwölfstelliger Zahlencode per SMS übermittelt und über die Mobilfunkrechnung bezahlt. Die Mobile Briefmarke verwendet dagegen einen alphanumerischen Code, der über die App erzeugt und über digitale Zahlungsmethoden wie PayPal oder Kreditkarte bezahlt wird.<ref name="DHL2020" />

Im Unterschied zu ähnlichen Angeboten anderer Postunternehmen, etwa der schweizerischen SMS-Briefmarke der Schweizerischen Post, entwickelte sich das deutsche System eigenständig aus dem früheren Handyporto heraus.<ref>SMS-Briefmarke. In: Die Schweizerische Post. Abgerufen am 12. Mai 2026.</ref>

Handyporto[Bearbeiten]

Datei:Handyporto-SMS-9867.jpg
SMS mit dem Code für das frühere Handyporto
Datei:Ansichtskarte, frankiert mit Handyporto.jpg
Ansichtskarte mit Handyporto

Von August 2008 bis Dezember 2020 bot die Deutsche Post AG unter der Bezeichnung „Handyporto“ ein SMS-basiertes Verfahren zur Frankierung von Standardbriefen und Postkarten an.<ref name="Olschimke2008">Jürgen Olschimke: Neu bei der Deutschen Post: Die Handymarke. In: Moderne Postgeschichte. Oktober 2008, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 30. Mai 2023; abgerufen am 12. Mai 2026.</ref><ref name="HandyportoFAQ">Häufige Fragen zum Handyporto. In: Deutsche Post AG. Abgerufen am 12. Mai 2026.</ref>

Zur Nutzung musste eine SMS mit dem Stichwort „Brief“ oder „Karte“ an eine Kurzwahlnummer gesendet werden. Anschließend erhielten die Nutzer einen zwölfstelligen Zahlencode, der handschriftlich im Bereich der Frankierung auf die Sendung geschrieben wurde.<ref name="HandyportoFAQ" />

Die Abrechnung erfolgte über die Mobilfunkrechnung beziehungsweise das Prepaid-Guthaben. Zusätzlich zum eigentlichen Briefporto fielen providerabhängige Kosten für SMS- und Mobilfunkdienste an.<ref name="HandyportoFAQ" /> In der Anfangsphase wurde der Dienst zunächst in Kooperation mit den Mobilfunkanbietern T-Mobile, Vodafone, E-Plus und O2 angeboten.<ref name="HandyportoFAQ" />

Das Handyporto war zunächst Teil eines Pilotprojekts und auf Standardbriefe sowie Postkarten beschränkt.<ref name="HandyportoFAQ" /> Die Sendungen wurden in den Briefzentren maschinell erkannt und mit speziellen „Handyporto“-Labels versehen.<ref name="Olschimke2008" />

Philatelistische Veröffentlichungen dokumentierten insbesondere die frühe Einführungsphase des Systems, technische Probleme bei der Verarbeitung sowie verschiedene Formen der postalischen Nachbearbeitung.<ref name="Olschimke2008" />

Im Dezember 2020 wurde das Handyporto durch die appbasierte „Mobile Briefmarke“ ersetzt.<ref name="DHL2020" />

Funktionsweise[Bearbeiten]

Die Mobile Briefmarke kann in der Post & DHL App der Deutsche Post AG erworben werden. Zur Frankierung wird ein individueller Porto-Code erzeugt, der aus der Zeichenfolge „#PORTO“ sowie einer mehrstelligen Buchstaben- und Zahlenkombination besteht.<ref name="PostMobileBriefmarke">#PORTO – die neue Art Briefe zu frankieren. In: Deutsche Post. Abgerufen am 12. Mai 2026.</ref>

Der Code wird handschriftlich rechts oben auf den Brief oder die Postkarte geschrieben und ersetzt dort die herkömmliche Briefmarke.<ref name="PostMobileBriefmarke" /> Die Bezahlung erfolgt über digitale Zahlungsmethoden wie PayPal oder Kreditkarte.<ref name="DHL2020" />

Die Sendungen werden in den Briefzentren maschinell verarbeitet; der Porto-Code dient dabei als digitale Frankierung.<ref name="PostMobileBriefmarke" />

Die Mobile Briefmarke ist Teil der zunehmenden Digitalisierung von Frankierverfahren im Postwesen. Im Unterschied zu klassischen Briefmarken existiert keine gedruckte Auflage identischer Markenbilder.

Literatur[Bearbeiten]

  • Jürgen Olschimke: Neu bei der Deutschen Post: Die Handymarke, Philatelie und Postgeschichte 297, philatelie Heft Nr. 376, Oktober 2010, Seite 27 bis 30

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Mobile Briefmarke – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />