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Mokka-Milch-Eisbar

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Vorlage:Hinweisbaustein

Datei:Bundesarchiv Bild 183-C0325-0007-003, Berlin, Karl-Marx-Allee, Kino International, Eisbar.jpg
Mokka-Milch-und-Eis-Bar, 1964
Datei:Bundesarchiv Bild 183-B0828-0006-003, Berlin, Karl-Marx-Allee, Kino International, Eisbar (cropped).jpg
Mokka-Milch-Eisbar, August 1963
Datei:Bundesarchiv Bild 183-B1229-0008-001, Berlin, West-Berliner Besucher in Ostberlin.jpg
Innenansicht, 1963
Datei:Berlin, Mitte, Karl-Marx-Allee 35, Mocca-Milch-Eisbar.jpg
Gebäude, 2009

Die Mokka-Milch-und-Eis-Bar, auch Mokka-Milch-Eisbar genannt, war in der Zeit der DDR ein bekanntes Eiscafé am Anfang der Berliner Karl-Marx-Allee, gelegen neben dem Kino International und in der Nähe des U-Bahnhofs Schillingstraße. Sie wurde im Mai 2026 wiedereröffnet und schloss drei Tage später vorübergehend erneut. Am 12. Juni 2026 eröffnete das Eiscafé nochmals.

Geschichte und Architektur[Bearbeiten]

Das Gebäude ist ein Bestandteil des zweiten Bauabschnitts der Karl-Marx-Allee, die als Stalinallee neu aufgebaut und 1961 umbenannt wurde. Mit dieser Erweiterung von 1961 bis 1964 unter der künstlerischen Gesamtleitung von Josef Kaiser wurde die Allee von Berlin-Friedrichshain aus bis zum Alexanderplatz, Berlin-Mitte, verlängert. Die Mokka-Milch-und-Eis-Bar wurde von Walter Franek als einer von fünf analogen Pavillons entworfen. Die flach gedeckten Hallenbauten mit offenem Galeriegeschoss im Innern sind an den Außenwänden einheitlich mit gelben Keramikplatten verkleidet. Das Kino International und das Café Moskau bilden zusammen mit dieser verteilten Gebäudegruppe ein in den Wohnkomplex integriertes Ensemble. Dazu gehörte bis 1996 auch das Hotel Berolina, nach dessen Abriss an seiner Stelle das sehr ähnlich gehaltene Rathaus Mitte entstand. Die Bauten sollten einen neuen Akzent in sozialistischer Baukultur setzen, die sich nun mehr an internationaler moderner Architektur orientierte und gleichzeitig erheblich billigeres Bauen ermöglichte.

Die Mokka-Milch-und-Eis-Bar – an der Nordseite der Allee mit der postalischen Anschrift Karl-Marx-Allee 35 – wurde besonders ab den 1980er Jahren, als dort auch Diskotheken veranstaltet wurden, ein beliebter Treffpunkt für Jugendliche, genannt „Mokke“. Ende der 1960er Jahre wurde sie durch einen Schlagertitel von Thomas Natschinski landesweit bekannt. Er besang mit seiner Gruppe die „Mokka-Milch-Eisbar“ als einen Treffpunkt für die Jugend.<ref>Thomas Natschinski und seine Gruppe – Mokka-Milch-Eisbar bei Discogs</ref><ref>Songtext von Mokka-Milch-Eisbar auf Lyrix.at, abgerufen am 28. Mai 2026.</ref> In der Folge gab es Nachahmer mit gleichen Namen in anderen Städten.

2026 hat die Komische Oper Berlin den legendären Namen und frühere DDR-Schlager in einem Musical mit dem Titel Mokka-Hits und Milchbar-Träume aufgegriffen, das am 14. Juni 2026 seine Uraufführung erlebte.<ref>Lutz Pehnert: DDR-Geschichte in Liedern – Mokka-Hits und Milchbar-Träume. In: rbb-online.de. 13. Juni 2026, abgerufen am 17. Juni 2026.</ref> (Regie: Axel Ranisch)

Nach fast 30 Jahren wurde die Einrichtung in der Wendezeit geschlossen. Ab 1993 erfuhr das Gebäude weitere Nutzungen durch das Restaurant Alberts mit dem darunter liegenden Nachtclub A-Lounge. 1995 eröffnete nebenan die Kette Eis-Hennig eine neue Filiale.<ref>Uta von Arnim: Eisdiele durfte ohne Erlaubnis öffnen. In: Der Tagesspiegel, 25. November 1996, abgerufen am 26. Oktober 2019.</ref> Im August 2019 stellte das Alberts im Zuge von umfangreichen Straßenerneuerungen seinen Betrieb ein.<ref>Dirk Jericho: Mit dem Alberts schließt das letzte Restaurant in den Pavillons. In: Berliner Woche, 13. August 2019, abgerufen am 26. Oktober 2019.</ref> Am 28. Mai 2026 eröffnete in dem Gebäude das Restaurant MOKKA*MILCH mit Café und Bar.<ref>Mokka-Milch-Eisbar eröffnet neu. In: Berliner Woche, Ausgabe Mitte/Friedrichshain-Kreuzberg. 23. Mai 2026, S. 2, abgerufen am 22. Mai 2026.</ref><ref>Die Berliner „Mokka-Milch-Eisbar“ ist zurück. In: Der Tagesspiegel, 28. Mai 2026, abgerufen am 28. Mai 2026.</ref> Aufgrund technischer Probleme war MOKKA*MILCH seit dem 31. Mai 2026 vorübergehend erneut geschlossen<ref>Oliver Weinlein: DDR-Legende Karl-Marx-Allee: Mokka-Milch-Eisbar schließt nach drei Tagen. 1. Juni 2026, abgerufen am 1. Juni 2026.</ref><ref>Kurz nach der Eröffnung: Mokka-Milch-Eisbar vorerst wieder dicht – das sagen die Betreiber. 1. Juni 2026, abgerufen am 1. Juni 2026.</ref> und öffnete am 12. Juni 2026 wieder.<ref>Valentin Wölflmaier: DDR-Kult-Eisbar wagt zweiten Anlauf – doch früheren Stammgästen fehlt das Wichtigste. 12. Juni 2026, abgerufen am 13. Juni 2026.</ref>

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Mokka-Milch-Eisbar – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Koordinaten: 52° 31′ 13″ N, 13° 25′ 25″ O

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