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Monbijou Theater

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Amphitheater des Monbijou Theaters

Das Monbijou Theater ist ein freies Theater in Berlin-Mitte. Es befindet sich im Monbijoupark gegenüber dem Bode-Museum. Hervorgegangen ist das Theater aus dem Hexenkessel Hoftheater, einem 1994 gegründeten Hinterhoftheater in Ost-Berlin,<ref>admin: das Hexenkessel-Hoftheater in Berlin - alternatives Freilufttheater. 2. August 2010, abgerufen am 29. September 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> und dem nicht mehr existierenden Tournee-Theater item. Seit 1998 wird im Sommer unter freiem Himmel gespielt. Im Winter werden seit 2007 die sogenannten „Märchenhütten“ als Bühne genutzt.<ref>Manuel Mascato: Aktuelle Nachrichten aus Berlin und der Welt - Berliner Morgenpost. Abgerufen am 29. September 2025.</ref> Im April 2008 erhielt die von Christian Schulz gegründete Hexenkessel und Strand GmbH den Zuschlag für die kulturelle Nutzung des Parks dank seines jahrelangen Engagements für die kulturelle Entwicklung im Monbijoupark und rund um die Museumsinsel. Seither wird im Sommer die hölzerne Amphitheater-Tribüne bespielt. Der Theaterbetrieb wurde durch die Strandbar Mitte finanziell unterstützt.<ref>Lucia Tirado: Muntere Monbijoufestspiele. In: Neues Deutschland, 16. Juni 2008.</ref> Nach einer inhaltlichen und personellen Öffnung gründete Schulz 2014 die Monbijou Theater GmbH und benannte das Theater in Monbijou Theater um. In der bisher erfolgreichsten Saison 2018/19 wurden über 110.000 Theater-Zuschauer gezählt.<ref>Stefan Kirschner: Diese neun Berliner Theater sollten Sie kennen. 19. August 2016, abgerufen am 29. September 2025.</ref>

Das Monbijou Theater entwickelte sich unter der Leitung von Christian Schulz zu einer der bekanntesten freien Bühnen Berlins und prägte die Kulturszene im Monbijoupark maßgeblich. Über die Jahre fanden immer wieder auch Gastspiele an anderen Orten in Berlin und in anderen Städten statt, etwa am Frankfurter Dom<ref>Einfach märchenhafte Hütte - Kleinod auf der Baustelle. 30. November 2011, abgerufen am 11. Juni 2025.</ref> und in Hanau.<ref>Die Märchenhütte zieht weiter - Auf nach Hanau. 25. Januar 2012, abgerufen am 11. Juni 2025.</ref> Nach Konflikten wurde der Monbijou Theater GmbH zum Jahreswechsel 2018/2019 vom Bezirksamt Mitte, vertreten durch Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel (Grüne) und Bezirksstadtrat Ephraim Gothe (SPD), die Spielgenehmigung entzogen. Den Zuschlag sollten nur noch Gesellschaften in gemeinnütziger Trägerschaft erhalten.<ref>Nach jahrelangem Streit: Das Monbijou-Theater öffnet am Freitag wieder seine Türen. In: Der Tagesspiegel Online. ISSN 1865-2263 (tagesspiegel.de [abgerufen am 18. September 2025]).</ref>

Im Sommer 2021 übernahm der gemeinnützige Verein Zwei Drittel e. V. mit Unterstützung des Bezirks die neue Trägerschaft.<ref>Nach jahrelangem Streit: Das Monbijou-Theater öffnet am Freitag wieder seine Türen. In: Der Tagesspiegel Online. ISSN 1865-2263 (tagesspiegel.de [abgerufen am 18. September 2025]).</ref> 2021 wurde zudem das Weinberghaus Görlitz als Gastspiel bespielt.

Das Monbijou Theater ist nicht zu verwechseln mit der ebenfalls seit den 1990er Jahren in der deutschen Hauptstadt aktiven, aber sechs Jahre jüngeren Shakespeare Company Berlin.

Geschichte[Bearbeiten]

Anfänge[Bearbeiten]

Das Monbijou Theater startete als ein Zusammenschluss des Tourneetheaters Item und des Hexenkessel Hoftheater. Wegen der größeren Bekanntheit entschlossen sich die Protagonisten zur Übernahme des Namens Hexenkessel Hoftheater. Unter diesem Namen spielte man bereits seit 1993 zunächst auf einem Hinterhof – direkt neben dem Pfefferberg<ref>Uwe Rada: 30 Jahre Einheit in Berlin: Das Ende der Anarchie. In: Die Tageszeitung: taz. 30. September 2020, ISSN 0931-9085 (taz.de [abgerufen am 29. September 2025]).</ref> und wurde mit Shakespeare-Inszenierungen berlinweit erfolgreich. Im Jahr 1999 zog die Truppe endgültig unter der Leitung von Christian Schulz auf den Bunker im Monbijoupark. Die Strandbar Mitte wurde 2002 als erste Strandbar in Berlin-Mitte gegründet<ref>FUNKE Mediengruppe: Klassiker: Die Mutter aller Strandbars in Mitte. 4. Juli 2012, abgerufen am 5. Februar 2026.</ref> und entwickelte sich zum finanziellen Zugpferd des Theaters. Die außerordentliche Genehmigung eines Gastrobetriebs an diesem Standort wurde Schulz aufgrund des überregionalen Erfolges als erste Strandbar Mitteleuropas vom Stadtbezirk Mitte erwirkt.

2006 holte Schulz ein Holzhaus aus Ostpolen und eröffnete es als Märchenhütte. 2007 holte er ein weiteres hölzernes, polnisch-galizisches Blockhaus auf dem Bunkerdach als neue Spielstätte, in den Monbijoupark – in der das Ensemble noch heute in den Wintermonaten vor allem Märchen der Brüder Grimm spielt.<ref>Grimms Geschichten in der Märchenhütte - B.Z. – Die Stimme Berlins. 30. November 2009, abgerufen am 19. Juni 2025.</ref> Diese sogenannten Märchenhütten wurden Jacob und die blaue Hütte genannt. In einer hierzulande einzigartigen Art des Märchenspiels werden in den beiden Holzhütten nah am Original, durch ein oder zwei Protagonisten, am knisternden Ofen, jeweils zwei Märchen am Block mit jeweils etwa einer halben Stunde Laufzeit gespielt.

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Winterliche Märchenhütte (Jacob) im Monbijoupark in Berlin-Mitte
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Theaterschiff des Monbijou Theater am Bode-Museum Berlin. Zähmung der Widerspenstigen, 2006

2006 bis 2007 wurde während des Umbaus des Monbijouparks aus dem historischen Hafen ein Lastkahn als Theaterschiff gemietet. Das Boot lag an der Ebertbrücke vor dem Bode-Museum. An Deck des Schiffes wurde in den Sommermonaten Theater aufgeführt und getanzt. Dafür waren eine Bühne sowie eine ebene Fläche für die Zuschauer und Tänzer errichtet worden.

Etablierter Standort[Bearbeiten]

Nach der Neugestaltung des Monbijouparks wurde die Fläche 2008 zur Nutzung neu ausgeschrieben. Mit der Errichtung des hölzernen Amphitheaters und einer Mischung von Theater, Tanz, Konzerten und Gastronomie legte Schulz das überzeugendste Konzept gegenüber sechs Mitbewerbern vor.<ref>Rainer L. Hein: Hexenkessel bleibt am Monbijoupark. 8. April 2008, abgerufen am 4. Februar 2026.</ref> Das Amphitheater lehnt sich an Theaterbauten der Shakespeare-Zeit an und bietet bis heute Platz für 350 Zuschauer. 200 der Plätze sind überdacht.<ref>Amphitheater Berlin. Abgerufen am 11. Juni 2025.</ref>

Ab 2012/2013 gab es eine zweite Märchenhütte auf dem Bunker im Monbijoupark, unter dem Namen Wilhelm-Hütte. Im Sommer 2014 spielte das Theater auf einem alten Holzkarren. Vor den Augen des Publikums wurde diese mobile Bühne von den Schauspielern jeweils vor der Vorstellung an die Spitze des Bodemuseums gezogen, als Bühne genutzt, um danach wieder in den Monbijoupark zurück bewegt zu werden.

2014 benannte die Theaterleitung das Hexenkessel Hoftheater in Monbijou Theater um. Am Ende der Sommersaison 2015 gründeten Teile des Ensembles unter dem neuen Namen Hexenberg Ensemble auf den Pfefferberg in Berlin–Prenzlauer Berg ein eigenes Märchentheater.

Im Herbst 2015 übernahm der katalanische Dramaturg und Regisseur Maurici Farré die künstlerische Leitung. In der Jacob-Hütte konnte das Publikum Märcheninszenierungen als interaktives Mitmachtheater in gemütlicher Hüttenatmosphäre erleben. Die Wilhelm-Hütte wurde als ein Minitheater mit Schnürboden umgebaut. Alle Märchen wurden dramaturgisch neu bearbeitet und inszeniert.<ref>Ulrike Borowczyk: So frech können Märchen sein. In: Berliner Morgenpost, 13. Dezember 2016, abgerufen am 10. Dezember 2025.</ref> Unter Farré wurde das klassische Märchenrepertoire durch Stoffe wie „Kaiser Trojan“<ref>10 Jahre Märchenhütte - Vorhang auf für die neue Wintersaison! In: cultural.info, November 2015, abgerufen am 10. Dezember 2025.</ref> und Märchen aus 1001 Nacht<ref>Ann-Sophie Reinjtes: Winterzeit ist Märchenzeit – Auch für Erwachsene? In: Alex. Deine Stadt. Dein Programm. 20. Dezember 2018, abgerufen am 10. Dezember 2025.</ref> international erweitert. Ab 2017 wurden mit „Little red riding hood“ und „Hare and hedgehog“ erste Märchen zudem auf Englisch aufgeführt.<ref>Programm in der Märchenhütte zum Weihnachtsdorf (PDF; 0,1 MB), auf spaethsche-baumschulen.de</ref> „Rotkäppchen“ und „Der Wolf und die sieben Geißlein“<ref>Märchenhütte - Monbijou Theater, auf tripadvisor.de</ref> sowie „Schneewittchen“ als Kriminalfall<ref>Ulrike Borowczyk: Der Fall "Schneewittchen". In: Berliner Morgenpost. 17. Januar 2017, abgerufen am 11. Dezember 2025.</ref> entwickelten sich zu Märchenhütten-Klassikern.

Unter der neuen Leitung wurden auch andere Regisseure wie Darijan Mihajlovic, Nenad Todorovic und Hermann Anthamatten eingeladen. Das Ensemble öffnete sich für neue Schauspieler, darunter Franziska Hayner, Mandy Rudski, Rashida Aljunied, Michael Kind, Claudius von Stolzmann, Thorsten Loeb, Alexander G. Schäfer und Matthias Freihof. Isa Mehnert gestaltete weiterhin die Kostüme für alle Produktionen. David Regehr arbeitete als Raumgestalter und Bühnenbildner.

Die Tradition der sommerlichen Shakespeare-Produktionen wurde im Sommer 2016 mit „Die Lustigen Weiber von Windsor“ fortgesetzt.<ref>Patrick Wildermann: Frisch, frech, Freiluft. In: Berliner Tagesspiegel. 21. Juli 2016, abgerufen am 10. Dezember 2025.</ref> Die Inszenierung entwickelte sich zum Publikumserfolg und wurde im darauffolgenden Jahr zu den Sommerfestspielen im Gartentheater Herrenhausen in Hannover eingeladen.<ref>Sommernachtsträume im Gartentheater, auf presse.hannover-stadt.de</ref> In derselben Saison inszenierte Farré mit Goethes Erstlingswerk „Die Mitschuldigen“ zum ersten Mal einen deutschen Klassiker im Monbijou Theater.<ref>Katrin Bettina Müller: Genussvolle Rache am Konzept Hochkultur. In: taz. 14. Juli 2016, abgerufen am 11. Dezember 2025.</ref> Die Inszenierung spielte mit pantomimischen Szenen, kommentierenden Monologen im Wechsel mit Originaltext, theatralisch ausgestellter Sprache sowie deutschen Schlagern und deutschen Tapas im deutschen Wirtshaus. Auf diese Weise gelang es Farré Goethe als unterhaltsames,<ref>Unterhaltsam – „Die Mitschuldigen“ im Monbijou Theater. In: MusiKultur. Magazin für Musik, Theater und Kultur. 26. Juli 2016, abgerufen am 9. Dezember 2025.</ref> anarchisches Volkstheater<ref>Patrick Wildermann: Frisch, frech, Freiluft. In: Berliner Tagesspiegel. 21. Juli 2016, abgerufen am 10. Dezember 2025.</ref> zu inszenieren. Farrés Konzept eines "klugen Volkstheaters", das effektvolles Theaterhandwerk mit schauspielerischer Artistik und literarischem Profil verbindet,<ref>Friedhelm Roth-Lange: Leserkritik: "Die lustigen Weiber von Windsor", Monbijou-Theater Berlin. In: nachtkritik.de. 10. Juni 2016, abgerufen am 10. Dezember 2025.</ref> etablierte sich. Für die Pantomime-Szenen trainierte das Ensemble mit Jefferson Preto.

In der darauffolgenden Sommersaison 2017 inszenierte Farré zum 200-jährigen Jubiläum Goethes „Faust“ und arbeitete mit den Schauspielern Michael Kind und Alexander G. Schäfer zusammen. Die Inszenierung spielte mit Elementen des Straßentheaters vor dem Theater, Bänkelsang im Theater und Puppenspielanteilen (Mephisto als Schaukelpferd, Hexenküche als Puppenspiel vor dem Bühnenvorhang, Schiller und Goethe als Capgrossos in der Tradition katalanischer Dorf- und Volksfeste).<ref>Anja Röhl: https://www.aufderbuehne.de/index.php/berlin/monbijou-theater/461-faust. In: Auf der Bühne. Juni 2017, abgerufen am 10. Dezember 2025.</ref> Für die musikalische Leitung der Inszenierung konnte Sir Henry gewonnen werden, der unter anderem die Musik für die Party mit Sangria-Eimer in Auerbachs Keller arrangierte.<ref>Patrick Wildermann: Theater im Freien: Darauf ein Shakesbier! In: Tagesspiegel. 19. Juli 2017, abgerufen am 8. Dezember 2025.</ref> Die Inszenierung wurde 2018 zu der Tagung „Willkommen und Abschied – Goethe für morgen“ an die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften eingeladen.<ref>Willkommen und Abschied | Goethe für morgen (PDF; 0,2 MB), auf bbaw.de</ref> Mit Macbeth stand Shakespeares dunkelste Tragödie auf dem Spielplan und die Schauspielerin Anja Pahl gastierte im Monbijou Theater.<ref>Patrick Wildermann: Theater im Freien: Darauf ein Shakesbier! In: Tagesspiegel. 19. Juli 2017, abgerufen am 8. Dezember 2025.</ref> Das Ensemble trainierte während der Proben mit dem in Biomechanik geschulten Bewegungslehrer Tony De Maeyer.<ref>Tony De Maeyer, auf physicaltheatre.online</ref> In den Spielzeiten seit 2017 erreichte das Theater jährlich sechsstellige Zuschauerzahlen.<ref>Monbijou-Theater ist gerettet. In: https://berliner-abendblatt.de/. 4. April 2019, abgerufen am 10. Juni 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Im Sommer 2018 brachte Farré „Die Räuber“ von Schiller auf die Bühne, indem er das energiegeladene Spiel des Ensembles mit kommentierenden Passagen des Literaturpapsts Marcel Reich-Ranicki, artistischen Nummern und barockem Theaterappart für Gewitter publikumswirksam kombinierte.<ref>Stefan Bock: Krachendes Open-Air-Spektakel. KULTURA-EXTRA, 10. August 2018, abgerufen am 10. Dezember 2025.</ref>

Konflikte um den Standort[Bearbeiten]

Ab 2018 wurde der Spielbetrieb im Park von Konflikten überschattet. Neu hinzugezogene Anwohner beschwerten sich über den Lärm durch Theater und Strandbar.<ref>deutschlandfunk.de: Berliner Monbijou Theater - Vertreibt Geld die freie Kultur? 18. März 2019, abgerufen am 7. Juni 2025.</ref> Insbesondere die Frage, ob die nur im Zusammenhang mit dem Theater genehmigte Strandbar nicht das eigentliche Kerngeschäft sei, wurde in der Kommunalpolitik diskutiert.<ref>Steht das Monbijou-Theater vor dem Aus? Abgerufen am 7. Juni 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Man wollte die Fläche zukünftig nur an gemeinnützige Träger vermieten. Hinzu kamen öffentliche Beschwerden mehrerer Ensemblemitglieder über die Arbeitsbedingungen.<ref>Anselm Lenz: Streit um zwei Theater in Berlin: „Und wenn sie nicht gestorben sind“. In: Die Tageszeitung: taz. 22. November 2019, ISSN 0931-9085 (taz.de [abgerufen am 7. Juni 2025]).</ref> Mitarbeiter lösten sich und gründeten ein Konkurrenzangebot im gleichen Park.<ref>Tom Mustroph: Männerkrach am Monbijou. In: Die Tageszeitung: taz. 28. März 2019, ISSN 0931-9085 (taz.de [abgerufen am 7. Juni 2025]).</ref><ref>Anselm Lenz: Streit um zwei Theater in Berlin: „Und wenn sie nicht gestorben sind“. In: Die Tageszeitung: taz. 22. November 2019, ISSN 0931-9085 (taz.de [abgerufen am 7. Juni 2025]).</ref> Die Genehmigung zur Nutzung der Fläche wurde der Monbijou Theater GmbH für die Holzbühne Ende 2018, für die Märchenhütten Ende 2019 durch den Bezirk entzogen.<ref>Märchenhütten und Theater im Monbijoupark droht das endgültige Aus. 5. Dezember 2019, abgerufen am 7. Juni 2025.</ref> Durch die Corona-Pandemie verzögerte sich die Frage nach dem weiteren Theaterbetrieb bis in die übernächste Saison. Das gesamte bauliche Ensemble blieb aber durch das Engagement von Christian Schulz bestehen.

Weiterbetrieb ab 2021[Bearbeiten]

Am 24. Juni 2021 erwirkte Schauspielerin Irmelin Behringer mit dem Verein Einfach machen 21 die Zustimmung des damaligen Bezirksbürgermeisters Stephan von Dassel zur Wiederaufnahme des Spielbetriebes. Bis Ende Juli 2021 verwaltete der Verein das Areal. Ab 1. August 2021 übernahm der gemeinnützige Verein Zwei Drittel e. V. mit Unterstützung des Bezirks die neue Trägerschaft. Schulz unterstützte beide Vereine und stellte sämtliche Mobilien (Bühne, Tribüne, Märchenhütten, Technik, Treppen, Infrastruktur, Strom, Wasser und Container), inklusive zweimaligem Auf- und Abbau des Theaters.<ref>Monbijou-Theater ist gerettet: Ab Juli wieder Tanz und Kultur an der Spree. 25. Juni 2021, abgerufen am 10. Juni 2025.</ref>

Der Verein Zwei Drittel e. V. übernahm in der Folgezeit das etablierte Konzept der Monbijou Theater GmbH. Er organisiert seit 2021 Sommer-Openair samt Tanz mit Pizza und Getränken am Spreeufer. Im Winter werden bei Feuer und warmen Getränken die Märcheninszenierungen in den Hütten auf dem Bunkerdach nach dem von Schulz und seiner Monbijou Theater GmbH erfundenen Konzept gespielt. Am 17. Februar 2024 wurde die Tribüne des Amphitheaters anlässlich des 80. Geburtstages des ehemaligen Kultursenators Christoph Stölzl (1944–2023) unter Beisein von Margot Friedländer, in Christoph Stölzl Tribüne umbenannt. Das von Schulz gegründete Theater im Monbijoupark wird nun seitdem unter demselben Namen vom Verein Zwei Drittel betrieben.

Datei:Aufführung in der Schwarzen Scheune 2024.png
Aufführung in der Schwarzen Scheune 2024, Jochen Zick

Damit existieren nun zwei Theaterspielstätten mit dem Namen Monbijou Theater. Schulz führt seinen seit 2008 aufgenommenen Theaterbetrieb in der Baumschule Späth fort. 2024 eröffnete er anlässlich der 35. Berliner Märchentage den neuen Spielort Schwarze Scheune. Von einer Scheune überdacht, werden dort die originalen Märcheninszenierungen der Monbijou Theater GmbH gespielt.<ref>Weihnachtsmarkt in den Späth’schen Baumschulen. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 3. November 2024; abgerufen am 10. Juni 2025.</ref>

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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