Monika Woytowicz
Monika Woytowicz (* 23. Juni 1944 in Barth) ist eine deutsche Schauspielerin. Sie zählte ab den 1960er-Jahren zu den bekanntesten Darstellerinnen der DDR. Nach ihrer Ausreise im Jahr 1983 setzte sie ihre Karriere in der Bundesrepublik Deutschland unter anderem als Henny Schildknecht in der ARD-Vorabendserie Lindenstraße und als couragierte Hausärztin Dr. Claudia Winkler in der Arztserie Sag mal Aah! erfolgreich fort.
Leben[Bearbeiten]
Herkunft und Ausbildung[Bearbeiten]
Monika Woytowicz wuchs als Tochter einer Arbeiterfamilie in Mecklenburg-Vorpommern auf. Nach dem Abitur gelangt sie über das Laienspiel zur Theaterhochschule Leipzig, an der sie von 1961 bis 1965 eine Schauspielausbildung absolviert, bevor sie ein Engagement an den Städtischen Bühnen Leipzig erhält.<ref>Monika Woytowicz. Abgerufen am 18. Januar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Film und Fernsehen[Bearbeiten]
Ihr Filmdebüt gab Woytowicz während ihrer Studienzeit in Hans-Joachim Kunerts Die Abenteuer des Werner Holt (1964), in dem sie die Rolle der Gundel Thieß spielt, mit der der junge Holt ein neues Leben beginnen will, nachdem er die Nazi-Ideologie überwunden hat. Danach wurde sie für zahlreiche Rollen in Film- und Fernsehproduktionen der DEFA und des Deutschen Fernsehfunk besetzt.<ref>Monika Woytowicz. Abgerufen am 18. Januar 2026.</ref> Woytowicz wirkte daneben in zahlreichen Kinder- und Jugendproduktionen, so spielte sie die Frau des kleinen Klaus in Der kleine und der große Klaus (1971), die Müllerin Mirka in Die schwarze Mühle und die Rolle der Mutter Hanne in der Wilhelm-Hauff-Verfilmung Zwerg Nase (1978). In der Serie Geschichten übern Gartenzaun spielte zunächst Woytowicz die Hauptrolle als Claudia Schubert, bis sie im Jahr 1983 dann nach Westdeutschland übersiedelte und daraufhin in dieser Rolle von Angelika Neutschel ersetzt werden musste.<ref>Monika Woytowicz. 16. Juni 2022, abgerufen am 18. Januar 2026.</ref>
In der Bundesrepublik Deutschland konnte Woytowicz ihre Karriere nahtlos fortsetzen und arbeitete oftmals unter der Regie ihres damaligen Ehemanns Celino Bleiweiß. Von Dezember 1985 (Folge 2) bis Februar 1987 (Folge 61) spielte sie die eher tragische Rolle der Henny Schildknecht in der Serie Lindenstraße, die sie in Gesamtdeutschland bekannt machte.<ref>Henny Schildknecht. 27. Oktober 2010, abgerufen am 18. Januar 2026.</ref> Ihre Tochter Ina Bleiweiß spielte in der Serie Lindenstraße von 1985 bis 1995 die Rolle der Marion Beimer. In der Familienserie Florian verkörperte sie, neben Pascal Breuer in der Titelrolle, die Altenheim-Leiterin Dr. Kamberger. 1991 übernahm sie in der ARD-Arztserie Sag mal Aah! die Hauptrolle der couragierten Hausärztin Dr. Claudia Winkler, die sich in ihren Kollegen, den Arzt Dr. Hans Landsberg (Michael Zittel) verliebt. In der ZDF-Comedyserie Duell zu dritt spielte sie, zusammen mit Peter Aust in seiner letzten Rolle, das Ehepaar Kleeberg. In der Serie Liebling Kreuzberg spielte Woytowicz von 1997 bis 1998 die Freundin vom Anwalt Robert Liebling (Manfred Krug), die ihren Mann betrog.<ref>Monika Woytowicz. Abgerufen am 18. Januar 2026.</ref>
Neben festen Serienrollen übernahm sie Gastrollen in zahlreichen Fernsehserien und -reihen, wie etwa Der Alte, Das Traumschiff, Die Schwarzwaldklinik, Mona M. – Mit den Waffen einer Frau, Ein Fall für zwei und Tatort zu sehen.<ref>imfernsehen GmbH & Co KG: Filmografie Monika Woytowicz. Abgerufen am 18. Januar 2026.</ref><ref>Monika Woytowicz – Serien, Sendungen auf TV Wunschliste. Abgerufen am 18. Januar 2026.</ref> Woytowicz wirkte von 1964 bis zum Jahr 2005 in über 90 Film- und Fernsehproduktionen mit.<ref>Monika Woytowicz | filmportal.de. Abgerufen am 18. Januar 2026.</ref><ref>OFDb – Monika Woytowicz (Darstellerin). Abgerufen am 18. Januar 2026.</ref>
Privates[Bearbeiten]
Monika Woytowicz war von 1967 bis 2005 mit dem Regisseur und Drehbuchautor Celino Bleiweiß verheiratet. Das Ehepaar hat eine gemeinsame Tochter, die Schauspielerin Ina Bleiweiß. Zusammen siedelte die Familie 1983 in die Bundesrepublik über. Im Jahr 2003 erkrankte sie an Vaskulitis (Gefäßentzündung).<ref>Monika Woytowicz. Abgerufen am 18. Januar 2026.</ref> Sie hat sich seit 2005 aus gesundheitlichen Gründen vollständig aus dem Film- und Fernsehgeschäft zurückgezogen und hält seitdem nur noch Lesungen. Woytowicz lebt in Mecklenburg.
Filmografie[Bearbeiten]
Filme[Bearbeiten]
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- 1964: Die Abenteuer des Werner Holt
- 1964: Mir nach, Canaillen!
- 1966: Pierre und Isabelle
- 1967: Ein sonderbares Mädchen
- 1967: Das Mädchen auf dem Brett
- 1970: Die Prinzessin auf der Erbse
- 1971: Pygmalion XII
- 1971: Osceola
- 1971: Der kleine und der große Klaus
- 1973: Aus dem Leben eines Taugenichts
- 1974: Die Frauen der Wardins (Dreiteiler)
- 1974: Kit & Co
- 1974: Die eigene Haut
- 1974: Schultze mit tz
- 1974: Zum Beispiel Josef
- 1975: Das große ABC
- 1975: Monsieur Topas
- 1975: Die schwarze Mühle
- 1976: Eine Chance für Manuela
- 1977: Absage an Viktoria
- 1978: Einer muß die Leiche sein
- 1978: Jugendweihe
- 1978: Zwerg Nase
- 1979: Bärchens Traum
- 1980: Ernste Spiele
- 1980: Meines Vaters Straßenbahn
- 1981: Der Sturz
- 1981: Wilhelm Meisters theatralische Sendung (TV-Zweiteiler)
- 1982: Lieben Sie Träume?
- 1982: Wie Bärchen zur Sonne flog
- 1986: Zerbrochene Brücken
- 1988: Tagebuch für einen Mörder
- 1985: Sachsens Glanz und Preußens Gloria (Sechsteiler)
- 1999: Deine besten Jahre
- 2000: Ein Scheusal zum Verlieben
- 2000: Zwei Dickköpfe mit Format
Fernsehserien und -reihen[Bearbeiten]
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- 1969: Drei von der K (Folge: Nachtstreife)
- 1970: Zollfahndung (Folge: Das Haus in der Heide)
- 1972: Die lieben Mitmenschen (Folge: Heiraten oder nicht heiraten?)
- 1973: Clown Ferdinand (Folge: Ferdinand und das Schloßgespenst)
- 1973: Polizeiruf 110: Nachttresor (Fernsehreihe)
- 1975: Polizeiruf 110: Das letzte Wochenende (Fernsehreihe)
- 1977: Polizeiruf 110: Vermißt wird Peter Schnok (Fernsehreihe)
- 1977: Marx und Engels – Stationen ihres Lebens (Folge: Die verratene Revolution)
- 1978: Scharnhorst (5 Folgen)
- 1979: Polizeiruf 110: Heidemarie Göbel (Fernsehreihe)
- 1980–1982: Der Staatsanwalt hat das Wort (Fernsehreihe, verschiedene Rollen, 2 Folgen)
- 1982: Geschichten übern Gartenzaun (7 Folgen)
- 1985: Der Alte (Folge: Gemischtes Doppel)
- 1985–1987: Lindenstraße (50 Folgen)
- 1987: Stahlkammer Zürich (7 Folgen)
- 1988: Die Schwarzwaldklinik (5 Folgen)
- 1989: Das Nest (Folge: Kinder Kinder)
- 1990: Hotel Paradies (14 Folgen)
- 1990: Florian (5 Folgen)
- 1990: Pension Corona (14 Folgen)
- 1990: Wie gut, dass es Maria gibt (10 Folgen)
- 1991: Insel der Träume (Folge: Die verlorene Tochter)
- 1991: Sag mal Aah! (27 Folgen)
- 1992: Das Traumschiff – Norwegen (Fernsehreihe)
- 1992–1996: Der Landarzt (7 Folgen)
- 1994–1996: Anna Maria – Eine Frau geht ihren Weg (17 Folgen)
- 1994: Lutz & Hardy (Folge: Ein Auto verschwindet)
- 1995: Dr. Stefan Frank – Der Arzt, dem die Frauen vertrauen (Folge: Dr. Frank und die Wunderheilerin)
- 1995: Rosamunde Pilcher – Wolken am Horizont (Fernsehreihe)
- 1995: Ein unvergeßliches Wochenende (Folge: Am Tegernsee)
- 1995–2002: Für alle Fälle Stefanie (verschiedene Rollen, 11 Folgen)
- 1996: Unser Lehrer Doktor Specht (4 Folgen)
- 1996: Mona M. – Mit den Waffen einer Frau (Folge: Die verlorenen Eltern)
- 1997: First Love – Die große Liebe (Fernsehserie)
- 1997: Duell zu dritt (15 Folgen)
- 1997–1998: Liebling Kreuzberg (3 Folgen)
- 1998–2000: Weißblaue Geschichten (verschiedene Rollen, 2 Folgen)
- 1997: Klinik unter Palmen (Folge: Sarah)
- 1999: Tatort: Licht und Schatten (Fernsehreihe)
- 2000: Der Bulle von Tölz: Mord im Chor (Fernsehreihe)
- 2001: Siska (Folge: Das Böse an sich)
- 2002: Unser Charly (Folge: Charly auf Tour)
- 2004: Ein Fall für zwei (Folge: Der Tod und die Sterne)
- 2005: Tatort: Nur ein Spiel (Fernsehreihe)
Literatur[Bearbeiten]
- F.-B. Habel, Volker Wachter: Lexikon der DDR-Stars. Schauspieler aus Film und Fernsehen. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 1999, ISBN 3-89602-304-7.
- F.-B. Habel, Volker Wachter: Das große Lexikon der DDR-Stars. Die Schauspieler aus Film und Fernsehen. Erweiterte Neuausgabe. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2002, ISBN 3-89602-391-8.
- F.-B. Habel: Lexikon. Schauspieler in der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin 2009, ISBN 978-3-355-01760-2.
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Woytowicz, Monika |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Schauspielerin |
| GEBURTSDATUM | 23. Juni 1944 |
| GEBURTSORT | Barth |