Monotherapie
Monotherapie ist eine medizinische Behandlung mit einem einzelnen Therapieprinzip. Meist ist das die Behandlung mit einem Medikament, das nur eine Wirksubstanz enthält. Eine Kombinationstherapie arbeitet dem gegenüber mit Medikamenten mit zwei oder mehr Wirksubstanzen.<ref>Aellig, Battegay: Kombinationstherapie versus Monotherapie: Welche Strategie ist besser? In: Praxis. Band 93, Nr. 20, 1. Mai 2004, ISSN 1661-8157, S. 865–869, doi:10.1024/0369-8394.93.20.865 (hogrefe.com [abgerufen am 25. Juli 2026]).</ref>
Der Vorteil einer Monotherapie ist die Möglichkeit der gezielteren Behandlung einer Krankheit, wogegen die Kombinationstherapie eine breitere Wirkung zeigen soll. Weiterhin kann eine Kombinationstherapie problematisch sein, weil die korrekte Einnahme (richtige Dosis, richtiger Zeitpunkt) mit mehreren Präparaten schwieriger wird, weil es Wechselwirkungen zwischen den Präparaten geben kann, und weil möglicherweise mehr Nebenwirkungen auftreten.<ref>Eckhard Beubler: Arzneimittelwechselwirkungen. In: Eckhard Buebler (Hrsg.): Kompendium der Pharmakologie. Gebräuchliche Arzneimittel in der Praxis. 3. Auflage. Springer, Wien / New York 2011, ISBN 978-3-7091-0658-7, S. 19–22.</ref><ref>Heinz Lüllemann, Klaus Mohr, Albrecht Ziegler: Taschenatlas der Pharmakologie. 3., überarbeitete und erweiterte Auflage. Thieme, Stuttgart / New York 1996, ISBN 3-13-707703-6, S. 30.</ref>
Nicht immer reicht eine Monotherapie zur Erreichung von Therapiezielen aus. Dann werden in der Regel mehrere Wirkstoffe kombiniert (als freie Kombination von einzelnen Wirkstoffen oder als sogenannte Single-Pills).
Übliche Monotherapien sind beispielsweise:
- Penicillin (Antibiotikum) bei Streptokokken und Pneumokokken
- Amoxicillin bei Escherichia coli oder Haemophilus influenzae
- Acetylsalicylsäure (ASS) bei Kopfschmerzen<ref>Gunther Haag, Hans-Christoph Diener, Arne May, Christian Meyer, Hartmut Morck, Andreas Straube, Peter Wessely, Stefan Evers: Self-medication of migraine and tension-type headache: summary of the evidence-based recommendations of the Deutsche Migräne und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG), the Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN), the Österreichische Kopfschmerzgesellschaft (ÖKSG) and the Schweizerische Kopfwehgesellschaft (SKG). In: The Journal of Headache and Pain. Band 12, Nr. 2, April 2011, ISSN 1129-2369, S. 201–217, doi:10.1007/s10194-010-0266-4, PMID 21181425, PMC 3075399 (freier Volltext) – (biomedcentral.com [abgerufen am 5. August 2026]).</ref>
- Behandlung mit Serotonin-Wiederaufnahmehemmern bei einer Depression<ref>Leitliniengerechte Pharmakotherapie der Depression. 27. Juni 2025, abgerufen am 25. Juli 2026.</ref>
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />