Montegiovi
| Montegiovi | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Panorama von Montegiovi | ||||||||
| Staat | Italien | |||||||
| Region | Toskana | |||||||
| Provinz | Grosseto (GR) | |||||||
| Gemeinde | Castel del Piano | |||||||
| Koordinaten | 42° 55′ N, 11° 31′ O
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| Höhe | 535 m s.l.m. | |||||||
| Einwohner | 175 (2011) | |||||||
| Telefonvorwahl | 0564 | CAP | 58033 | |||||
Montegiovi ist ein Ortsteil (Fraktion, italienisch frazione) der Gemeinde Castel del Piano in der Provinz Grosseto der Region Toskana in Italien.
Geografie[Bearbeiten]
Der Ort liegt ca. 3,5 Kilometer nordwestlich des Hauptortes Castel del Piano und ca. 35 Kilometer nordöstlich der Provinzhauptstadt Grosseto im Orciatal (Val d’Orcia<ref name="Repetti">Emanuele Repetti: MONTE GIOVI in Val d’Orcia.</ref>). Montegiovi liegt im Erzbistum Siena-Colle di Val d’Elsa-Montalcino und bei 535 m s.l.m.<ref>italia.indettaglio</ref> und hatte 2001 ca. 170 Einwohner.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Offizielle Webseite des ISTAT ( des Vorlage:IconExternal vom 27. September 2016 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (Istituto Nazionale di Statistica) zu den Einwohnerzahlen 2001 in der Provinz Grosseto; abgerufen am 18. September 2016 (italienisch)</ref> Nächstgelegene Orte sind Castel del Piano, Seggiano und Montelaterone (Arcidosso). Der Ort liegt ca. 1 km südwestlich des Zuflusses des Vivo in den Ente. Westlich des Ortes verläuft der Zancona und fließt kurz darauf in den Ente.
Geschichte[Bearbeiten]
Erstmals dokumentiert wird der Ort 1209, als Otto IV. die Besitztümer im Ort bestätigte. Demnach gehörte der Montegiovi zur einen Hälfte dem Bischof von Chiusi und zur anderen Hälfte den Abteien Sant’Antimo und San Salvatore di Monte Amiata.<ref name="Mavarelli/Occhetti">Mavarelli/Occhetti: Casteldelpiano.</ref> Bereits 1217 unterwarf sich der Ort der Herrschaft aus Siena.<ref name="LuoghiFede">Bruno Santi (Hrsg.): I luoghi della Fede. L’Amiata e la Val d’Orcia.</ref> In den darauffolgenden Jahren unterstand Montegiovi den Tolomei, die 1282 die Wehrmauern verstärkten,<ref name="Mavarelli/Occhetti" /> dann den Bonsignori und ab 1368 den Salimbeni,<ref name="Repetti" /> allesamt Adelsfamilien aus Siena.<ref name="GuerriniProvinciaGrosseto">Giuseppe Guerrini: Torri e Castelli della provincia di Grosseto.</ref> 1377 hielt sich Katharina von Siena auf ihrem Weg nach Rom im Ort auf.<ref>Webseite der Gemeinde</ref> Erst im frühen 15. Jahrhundert unterstand der Ort direkt der Verwaltung in Siena.<ref name="Mavarelli/Occhetti" /> Nach der Einnahme der Republik Siena durch Florenz 1555 blieb der Ort bei Siena (Repubblica di Siena riparata in Montalcino) und kam erst 1559<ref name="Repetti" /> nach dem Frieden von Cateau-Cambrésis in das Großherzogtum Toskana.
Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]
- San Martino, Kirche am höchsten Punkt des Ortes. Wurde erstmals 1302/1303 erwähnt und unterstand damals der Abtei Sant’Antimo. Enthält zwei Werke von Francesco Nasini (Madonna del Rosario tra i Santi Domenico e Caterina da Siena, zweiter Altar rechts, und Madonna col Bambino, San Giovannino e Santa Monica, zweiter Altar links, 1692 datiert).<ref name="LuoghiFede" />
- Sant’Elena, auch San Rocco e Elena, Kapelle/Kirche an der Porta Sant’Elena, die Ende des 12./Anfang des 13. Jahrhunderts entstand.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Il Tirreno ( des Vorlage:IconExternal vom 27. September 2016 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. zu Sant’Elena in Montegiovi, abgerufen am 26. September 2016 (italienisch), mit Abb.</ref>
- Wehrmauern, die nur im unteren Teil des Ortes errichtet wurden. Der obere Teil des Ortes war durch die Lage (steile Hänge) auch ohne Mauern leicht zu verteidigen.<ref name="GuerriniProvinciaGrosseto" />
- Porta Sant’Elena, Wehr- und Eingangstor zum Ort.
- Cassero, heute nur noch ansatzweise erkennbar.
- Chiesa della Madonna degli Schiavi, auch Chiesa della Madonna delle Grazie genannt, Kirche außerhalb der Wehrmauern am Fuße des Ortes. Stammt aus dem 16. Jahrhundert und wurde von 1852 bis 1869 wesentlich umgebaut. Enthält das Fresko Madonna col Bambino, das wahrscheinlich von Francesco Nasini um die zwei Figuren Angeli adoranti erweitert wurde.<ref name="LuoghiFede" />
- Giardino di Piero Bonacina, Kunstgarten.<ref>Giardino di Piero Bonacina bei Musei di Maremma, abgerufen am 27. September 2016 (italienisch)</ref>
Verkehr[Bearbeiten]
Der Ort liegt nahe der Straße Strada provinciale 64 del Cipressino (SP 64), die Castel del Piano mit der Strada Statale 223 di Paganico verbindet.
Montegiovi in der Literatur[Bearbeiten]
Der Ort wird von Cecco Angiolieri in den Rime erwähnt: Sed i’ avess’un sacco di fiorini, e non ve n’avess’altro che de’ nuovi, e fosse mi’ Arcidoss’e Montegiuovi con cinquicento some d’aquilini, non mi parri’aver tre bagattini …<ref>Cecco Angiolieri: Rime. XL - Sed i’ avess’un sacco di fiorini bei Wikisource (italienisch)</ref>
Literatur[Bearbeiten]
- Giuseppe Guerrini/Amministrazione Provinciale di Grosseto: Torri e Castelli della provincia di Grosseto. Nuova Immagine Edizioni, Siena 1999, ISBN 88-7145-154-6, S. 131.
- Felicia Rotundo/Bruno Santi: Casteldelpiano. In: Bruno Santi: Guida Storico-Artistica alla Maremma. Nuova Immagine Edizioni, Siena 1995, ISBN 88-7145-093-0, S. 177 f.
- Emanuele Repetti: MONTE GIOVI in Val d’Orcia. In: Dizionario Geografico Fisico Storico della Toscana (1833–1846). archeogr.unisi.it (PDF) der Universität Siena (italienisch)
- Bruno Santi: I luoghi della Fede. L’Amiata e la Val d’Orcia. Arnoldo Mondadori Editore, Mailand 1999, ISBN 88-04-46780-0, S. 167.
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />