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Moonlight (Soundtrack)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Moonlight (Original Motion Picture Soundtrack)
Soundtrack von Nicholas Britell

Veröffent-
lichung

21. Oktober 2016

Label(s)

Lakeshore Records

Format(e)

CD, Download

Titel (Anzahl)

21

Moonlight (Moonlight (Original Motion Picture Soundtrack)) ist der Soundtrack zum gleichnamigen Film Moonlight aus dem Jahr 2016. Der Soundtrack stammt von Nicholas Britell und umfasst 21 Titel. Er wurde von Lakeshore Records am 21. Oktober in digitaler Version veröffentlicht und erschien am 25. November 2016 als CD.

Produktion[Bearbeiten]

Die Filmmusik wurde von Nicholas Britell komponiert<ref>Nicholas Britell Scoring 'Moonlight' In: filmmusicreporter.com, 11. Juli 2016.</ref> und besteht zum größten Teil aus Violinen- und Cellospielen, aber auch weitere klassische Instrumente, wie ein Klavier, wurde für die Einspielung genutzt. Jenkins wünschte sich einerseits Orchestermusik für seinen Film, andererseits hatte er am Anfang der Zusammenarbeit mit Britell bemerkt, dass dieser sein Interesse an Chopped-and-Screwed-Musik teilt. Hierbei handelt es sich um eine Remix-Technik der Hip-Hop-Musik, die ihren Ursprung im Süden der USA hat. Hierbei werden Tracks bewusst langsamer abgespielt und Teile des Liedes werden mehrfach wiederholt. Die Worte werden hierbei tiefer gesprochen und bieten der Stimme mehr Platz, sich zu entfalten.<ref name="screendailyKay">Jeremy Kay: Production focus: Barry Jenkins's 'Moonlight' In: screendaily.com, 10. September 2016.</ref> Britell konnte sich vorstellen, klassische Instrumente für die Filmmusik zu nutzen und diese Technik darauf anzuwenden beziehungsweise sie auf die Filmmusik zu übertragen. Auch wenn letztlich keiner der Titel Hip-Hop ist, bedienen sich vieler dieser dessen Elementen.<ref name="filmmusicmagSchweiger">Daniel Schweiger: Interview with Nicholas Britell In: Film Music Magazine, 19. Oktober 2016.</ref> Die Violinen und Celli wurden von Mitgliedern der New Yorker Philharmoniker eingespielt.<ref name="viceClark">Ashley Clark: 'Moonlight' Director Barry Jenkins on Bringing 'Art House to the Hood' In: vice.com, 20. Oktober 2016.</ref>

Ein Beispiel dafür, wie diese Technik Einzug in die Filmmusik gefunden hat, macht Britell mit Chiron’s Theme, dessen Grundmelodie an einigen Stellen des Films vorkommt. Im ersten Kapitel ist es in Gestalt von Little’s Theme zu hören und wird hier noch klassisch von Klavier und Violine gespielt. Diese Melodie wird im weiteren Verlauf des Films moduliert, in ihrer Tönhöhe nach unten verlagert und ein wenig verzerrt. Im zweiten Kapitel des Films wird sie unter anderem während der Prügelei auf dem Schulhof gespielt, wo sie drei Oktaven nach unten versetzt im Tieftonbereich zu hören ist. Im dritten Kapitel taucht das Thema abermals auf und wird hier von acht Celli gespielt.<ref name="filmmusicmagSchweiger"/><ref>Wilson Morales: Exclusive: Composer Nicholas Britell On Creating The Music For 'Moonlight' In: blackfilm.com, 28. Oktober 2016.</ref>

Veröffentlichung[Bearbeiten]

Der Soundtrack umfasst 21 Titel, wurde von Lakeshore Records am 21. Oktober in digitaler Version veröffentlicht und erschien am 25. November 2016 als CD. Im Juli 2017 veröffentlichte Invada den Soundtrack zudem auf blauem Vinyl.

Rezeption[Bearbeiten]

Durch die Verbindung der klassischen Orchesterpartitur und der Chopped-and-Screwed-Technik entstand nach Ansicht vieler Kritiker eine einzigartige Komposition.<ref>Peter F. Ebbinghaus: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Out Soon: Nicholas Britell’s Original Soundtrack for 'Moonlight' (Memento des Vorlage:IconExternal vom 24. Oktober 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.soundtracksandtrailermusic.com In: soundtracksandtrailermusic.com, 21. Oktober 2016.</ref> Eric Kohn von IndieWire meint, der teils harte Soundtrack spiegele so die Weltanschauung von Chiron wider, der Hauptfigur des Films.<ref>Eric Kohn: ‘Moonlight’ Review: Barry Jenkins Delivers a Mesmerizing Look at Black Life in America In: indiewire.com, 2. September 2016.</ref> Alex Billington beschreibt die Filmmusik als zart und romantisch, sie füge jedem Moment im Film den letzten Schliff hinzu und lasse den Besucher des Films tief im Inneren verborgene Gefühle wahrnehmen, die sich nicht an der Oberfläche zeigten. Die Filmmusik folge damit auch den Bemühungen des Films, solche Gefühle erlebbar zu machen, statt zu versuchen, diese ständig zu zeigen und sie einzeln zu erklären.<ref>Alex Billington: Telluride 2016: Barry Jenkins' 'Moonlight' is Stellar Cinematic Beauty In: firstshowing.net, 3. September 2016.</ref> David Edelstein von Vulture meint, die Filmmusik und andere im Film zu hörenden Lieder bringen das zum Ausdruck, was Chiron und sein Freund Kevin im Film nicht zu sagen vermögen.<ref>David Edelstein: The Wonderful Moonlight Is a Moody, Gentle Story of Identity in 3 Acts In: vulture.com, 19. Oktober 2016.</ref> Jeremy Kay beschreibt die Filmmusik als eine scheinbar kontraintuitive Mischung aus orchestralen Arrangements und zeitgenössischen Beats.<ref name="screendailyKay"/> Im Rahmen der Hollywood Music In Media Awards 2016 wurde die Arbeit von Britell in der Kategorie Beste Filmmusik ausgezeichnet.<ref>Hollywood Music In Media Awards 2016 – Winners In: soundtrackfest.com, 19. November 2016. </ref> Im Dezember 2016 wurde der Soundtrack als Anwärter bei der Oscarverleihung 2017 in der Kategorie Beste Filmmusik in die Kandidatenliste (Longlist) aufgenommen, aus denen die Mitglieder der Akademie die offiziellen Nominierungen bestimmten.<ref>145 Original Scores In 2016 Oscar Race In: oscars.org, 13. Dezember 2016.</ref> Am 24. Januar 2017 erfolgte eine offizielle Nominierung in dieser Kategorie.<ref>Here Are the 2017 Oscar Nominations In: time.com, 24. Januar 2017.</ref> Scott Feinberg von The Hollywood Reporter hatte Britell frühzeitig gute Chancen für eine solche Nominierung ausgerechnet.<ref>Scott Feinberg: Feinberg Forecast: The First Look at the 89th Oscar Race In: The Hollywood Reporter, 9. September 2016.</ref> Aus dem IndieWire’s 2016 Critics Poll ging der Soundtrack als einer der Besten Soundtracks hervor.<ref>Steve Greene: 2016 IndieWire Critics Poll: Full List of Results In: indiewire.com, 19. Dezember 2016.</ref>

Titelliste[Bearbeiten]

  1. Every N****r Is a Star – Boris Gardiner
  2. Little’s Theme
  3. Ride Home
  4. Laudate Dominum – Wolfgang Amadeus Mozart
  5. The Middle of The World
  6. The Spot
  7. Interlude
  8. Chiron’s Theme
  9. Metrorail Closing
  10. Chiron’s Theme Chopped & Screwed
  11. You Don’t Even Know
  12. Don’t Look at Me
  13. Cell Therapy – Goodie Mob
  14. Atlanta Ain’t But So Big
  15. Sweet Dreams
  16. Chef’s Special
  17. Hello Stranger – Barbara Lewis
  18. Black’s Theme
  19. Who Is You?
  20. End Credits Suite
  21. Bonus Track: The Culmination

Charterfolge[Bearbeiten]

Am 3. März 2017 stieg der Soundtrack auf Platz 43 in die Soundtrack-Album-Charts im Vereinigten Königreich<ref>Official Soundtrack Albums Chart Top 50. 03 March 2017 - 09 March 2017 In: officialcharts.com. Abgerufen am 3. März 2017.</ref> und in der Folgewoche auf Platz 22 in die US-amerikanischen Billboard-Soundtrack-Album-Charts ein.<ref>The Week of March 18, 2017 In: billboard.com. Abgerufen am 10. März 2017.</ref>

Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten]

Chicago Film Critics Association Awards 2016

Critics’ Choice Movie Awards 2016 (Dezember)

Golden Globe Awards 2017

Hollywood Music In Media Awards 2016

  • Auszeichnung als Beste Filmmusik (Nicholas Britell)

International Film Music Critics Association Awards 2016

  • Nominierung als Beste Musik für ein Filmdrama (Nicholas Britell)<ref>IFMCA Award Nominations 2016 In: filmmusiccritics.org, 9. Februar 2017.</ref>

Oscar 2017

World Soundtrack Awards 2017

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />