Zum Inhalt springen

Mormonentulpen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Die Seite Vorlage:Taxobox/styles.css hat keinen Inhalt.

Mormonentulpen
Datei:Sego lily cm.jpg

Calochortus nuttallii

Systematik
Klasse: Bedecktsamer (Magnoliopsida)
Monokotyledonen
Ordnung: Lilienartige (Liliales)
Familie: Liliengewächse (Liliaceae)
Unterfamilie: Calochortoideae
Gattung: Mormonentulpen
Wissenschaftlicher Name
Calochortus
Pursh

Die Mormonentulpen (Calochortus) sind eine Pflanzengattung in der Familie der Liliengewächse (Liliaceae).<ref name="WCSP" /><ref name="FoNA" /><ref name="GRIN" /> Die 70 bis 74 Arten sind vom westlichen Nordamerika über Mexiko bis Guatemala verbreitet.<ref name="FoNA" />

Herkunft der Trivialnamen und Symbolik[Bearbeiten]

Die indigenen Völker in Utah nannten Calochortus nuttallii „sago“ (bei den Shoshonen ist „sago“ das Wort für essbare Zwiebel) und erzählten den Mormonen, dass sie essbar sind. Die gegarte Zwiebel diente den Siedlern um 1848 in Utah als Nahrungsmittel und bewahrte sie so vor dem Verhungern.<ref name="wildflowercenter" /> Deshalb wurde 1911 Calochortus nuttallii zur Staatsblume von Utah, dort Sego Lily genannt, erklärt.<ref name="UtahSymbol" /><ref name="UtahGov" />

Beschreibung[Bearbeiten]

Datei:Sego or Mariposa Lily (NGM XXXI p512).jpg
Illustration von Calochortus nuttallii
Datei:Calochortus albus-10.jpg
Geöffnete Kapselfrüchte der Weißen Mormonentulpe (Calochortus albus)

Calochortus-Arten sind ausdauernde krautige Pflanzen. Diese Geophyten bilden Zwiebeln als Überdauerungsorgane. Am aufrechten Stängel befinden sich höchstens sehr kleine Blätter. Die hauptsächlich grundständig und wechselständig stehenden Laubblätter sind ungestielt, lineal, einfach, flach, parallelnervig und ganzrandig.

Die Blüten stehen in endständigen, einfachen oder verzweigten, traubigen Blütenständen mit Hochblättern. Die lang gestielten, zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und dreizählig. Es sind zwei Kreise mit je drei freien Blütenhüllblättern vorhanden. Bei einigen Arten sind die Blütenhüllblätter beider Kreise gleichgestaltig, bei vielen Arten sind sie deutlich unterschiedlich in Form und Größe. Nektardrüsen befinden sich an der Basis der inneren Blütenhüllblätter. Oft sind die Blütenhüllblätter gepunktet. Wenn sie sich unterscheiden, dann sind die äußeren Blütenhüllblätter oft schmaler, glatt, manchmal grün oder haben die gleiche Farbe wie die inneren. Die inneren Blütenhüllblätter sind oft genagelt, gefranst, behaart, an Farben kommen Gelb, Rosa bis Rot vor und oft sind sie gemustert. Es sind zwei Kreise mit je drei fertilen Staubblättern vorhanden; sie sind untereinander immer frei, sie können aber mit der Basis der Blütenhüllblätter verwachsen. Drei Fruchtblätter sind zu einem oberständigen Fruchtknoten verwachsen. Jeder der drei Fruchtknotenkammern enthält 30 bis 50 Samenanlagen. Griffel kann man oft keine erkennen, wenn sie vorhanden sind, dann sind sie viel kürzer als die Fruchtknoten. Die Narbe ist dreilappig.

Die aufrechten, aufplatzenden Kapselfrüchte sind dreiflügelig. Die Samen sind meist abgeflacht.

Datei:Calochortus amabilis - Flickr 003.jpg
Goldene Mormonentulpe (Calochortus amabilis)
Datei:Calochortus ambiguus - Flickr 005.jpg
Dreizählige, radiärsymmetrische Blüte von Calochortus ambiguus
Datei:Calochortus apiculatus - Flickr 004.jpg
Dreizählige, radiärsymmetrische Blüte von Calochortus apiculatus
Datei:Mariposa Lily (Calochortus argillosus).jpg
Calochortus argillosus
Datei:Calochortusbruneaunis.jpg
Calochortus bruneaunis
Datei:Calochortus coeruleus - Flickr. 003.jpg
Hellblaue Mormonentulpe (Calochortus caeruleus)
Datei:Calochortus excavatus - Flickr 003.jpg
Calochortus excavatus
Datei:Calochortus kennedyi - Flickr 023.jpg
Calochortus kennedyi
Datei:Calochortus macrocarpus.jpg
Gestreifte Mormonentulpe (Calochortus macrocarpus)
Datei:Calochortus monophyllus.jpg
Calochortus monophyllus
Datei:Calochortus tiburonensis - Flickr. 012.jpg
Calochortus tiburonensis
Datei:Calochortus tolmiei - Flickr 007.jpg
Rosa Mormonentulpe (Calochortus tolmiei)

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]

Die Gattung Calochortus wurde durch Frederick Traugott Pursh 1814 in Flora Americae Septentrionalis; or, ..., Volume 1, S. 240<ref name="Pursh1814" /> aufgestellt. Typusart ist Calochortus elegans Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Pursh.<ref name="Tropicos" /> Der botanische Gattungsname Calochortus leitet sich aus den griechischen Wörtern kalos für schön und chortos für Gras ab.<ref name="FoNA" /> Synonyme für Calochortus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Pursh sind: Cyclobothra Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.D.Don, Mariposa Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Alph.Wood) Hoover.<ref name="WCSP" />

Die Gattung Calochortus gehört zur Unterfamilie Calochortoideae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Dumort. innerhalb der Familie Liliaceae. Einige Autoren stellen die Gattung Calochortus in eine Familie Calochortaceae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Dumort. mit fünf Gattungen.<ref name="GRIN" />

Calochortus-Arten gedeihen im gemäßigten Klima von Nord- bis Zentralamerika. Man findet die Calochortus-Arten von British Columbia im westlichen Nordamerika (56 Arten) über Mexiko bis Guatemala.<ref name="FoNA" />

Die Gattung Calochortus wird in drei Sektionen mit je vier Untersektionen gegliedert:

  • Sektion Calochortus:
    • Untersektion Pulchellii
    • Untersektion Elegantes
    • Untersektion Nudi
    • Untersektion Nitidi
  • Sektion Cyclobothra:
    • Untersektion Barbati
    • Untersektion Ghiesbreghtiani
    • Untersektion Purpurei
    • Untersektion Weediani
  • Sektion Mariposa:
    • Untersektion Gunnisoniani
    • Untersektion Macrocarpi
    • Untersektion Nuttalliani
    • Untersektion Venusti

In der Gattung Mormonentulpen (Calochortus) gibt es 70 bis 74 Arten:<ref name="WCSP" /><ref name="FoNA" />

Nutzung[Bearbeiten]

Die Zwiebeln können roh oder gegart gegessen werden.<ref name="PFAF" />

Selten werden einige der Arten und ihre Sorten aufgrund der sehr attraktiven Blüten als Zierpflanzen verwendet. Sie gelten als heikle Liebhaberpflanzen.<ref name="Rothmaler2008" />

Literatur[Bearbeiten]

  • P. L. Fiedler, R. K. Zebell: Calochortus., S. 119 – textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico. Volume 26: Magnoliophyta: Liliidae: Liliales and Orchidales, Oxford University Press, New York und Oxford, 2002. ISBN 0-19-515208-5
  • Mary E. Gerritsen, Ron Parsons: Calochortus: Mariposa Lilies & Their Relatives, Timber Press, 2007, ISBN 0-88192-844-5. eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.
  • Thomas B. Patterson, Thomas J. Givnish: Geographic cohesion, chromosomal evolution, parallel adaptive radiations, and consequent floral adaptations in Calochortus (Calochortaceae): evidence from a cpDNA phylogeny, Department of Botany, University of Wisconsin, 2003 (Zusammenfassung)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="WCSP">Vorlage:WCSP</ref> <ref name="Zander2008"> Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Enzyklopädie der Pflanzennamen. Band 2. Arten und Sorten. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7.</ref> <ref name="FoNA"> P. L. Fiedler, R. K. Zebell: Calochortus., S. 119 - textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico. Volume 26: Magnoliophyta: Liliidae: Liliales and Orchidales, Oxford University Press, New York und Oxford, 2002. ISBN 0-19-515208-5 </ref> <ref name="PFAF"> Einträge zu Calochortus bei Plants For A Future </ref> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="Tropicos"> Calochortus bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="Pursh1814"> Pursh 1814 eingescannt bei biodiversitylibrary.org. </ref> <ref name="Rothmaler2008"> Eckehart J. Jäger, Friedrich Ebel, Peter Hanelt, Gerd K. Müller (Hrsg.): Rothmaler Exkursionsflora von Deutschland. Band 5: Krautige Zier- und Nutzpflanzen. Spektrum Akademischer Verlag, Berlin Heidelberg 2008, ISBN 978-3-8274-0918-8.</ref> <ref name="UtahSymbol">Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Utah State Flower - Sego Lily. (Memento des Vorlage:IconExternal vom 7. Januar 2013 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/pioneer.utah.gov</ref> <ref name="wildflowercenter"> Calochortus nuttallii - Datenblatt bei Lady Bird Johnson Wildflower Center.</ref> <ref name="UtahGov"> The Sego Lily, Utah's State Flower.</ref> </references>

Weblinks[Bearbeiten]

Vorlage:Hinweis Seiten-Koordinaten