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Mponeng

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Mponeng
Allgemeine Informationen zum Bergwerk
Datei:Mponeng-goudmyn, Merafong City-pm, Wesrand-dm, a.jpg
Tagesanlagen von Mponeng
Abbautechnik Untertagebau
Förderung/Jahr 7,5 t
Förderung/Gesamt 884.000 t
Informationen zum Bergwerksunternehmen
Betreibende Gesellschaft Harmony Gold
Betriebsbeginn 1986
Geförderte Rohstoffe
Abbau von Gold
Größte Teufe 4000 m
Geographische Lage
Koordinaten 26° 26′ 10″ S, 27° 25′ 50″ OKoordinaten: 26° 26′ 10″ S, 27° 25′ 50″ O
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Mponeng (Gauteng)
Mponeng (Gauteng)
Lage Mponeng
Provinz Gauteng
Staat Südafrika

Mponeng ist eine Goldmine am Witwatersrand in der südafrikanischen Provinz Gauteng, etwa 90 km südwestlich von Johannesburg. Sie wurde 1986 eröffnet und gehört zu den ehemaligen Western Deep Levels. 2010 arbeiteten etwa 6000 Leute auf Mponeng.<ref name="report2010">Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Annual Report 2010 (Memento vom 23. Mai 2011 im Internet Archive) von AngloGold Ashanti, abgerufen am 23. Mai 2011.</ref>

Mit einer Tiefe von über vier Kilometern ist sie die tiefste Mine der Welt und beherbergt zugleich den am weitesten unter der Erdoberfläche gelegenen zugänglichen Ort.<ref name="Wadhams"/><ref>Ivo Vegter: Why Mining Still Matters. (PDF) In: South Africa Institute of Race Relations. 2019, abgerufen am 31. Mai 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref></ref>

Geschichte[Bearbeiten]

Datei:Die tiefste Mine der Welt.webm
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Am Witwatersrand erstreckt sich die größte Goldmineralisierung weltweit. In der Gegend machten Europäer in den 1850ern bis 1870ern mehrere Mineralfunde, die 1886 zum Witwatersrand-Goldrausch führten. In Folge wurden dort viele Bergbauarbeiten durchgeführt. Nach einer fünfjährigen Pause zwecks Abteufens begannen die Abbauarbeiten in der Mine offiziell 1986.<ref name="HarmonyOverview"/> Der Name Mponeng wurde erst 1999 eingeführt; davor war die Mine als „Western Deep Levels South Shaft“ oder einfach „No. 1 Shaft“ bekannt.<ref name="Barradas">Sheila Barradas: Mponeng mine, South Africa. In: Mining Weekly. Abgerufen am 12. März 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Im Jahr 2008 entdeckten Forscher im Grundwasser kilometertief in der Mine das extremophile Bakterium „Desulforudis audaxviator“.<ref>John Timmer: In the deep, a community of one. In: Ars Technica. 9. Oktober 2008, abgerufen am 1. Juni 2015 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 2012 kam es zu einem großen Streik der Minenarbeiter gegen den Mineneigentümer AngloGold Ashanti.<ref>David McKay: Strikes shut down 40% of SA gold. In: Fin24. Abgerufen am 24. März 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 2017 absolvierte der ecuadorianische Läufer Millan Ludena im tiefsten Teil der Mine einen Halbmarathon.<ref>Sergio Garcia: Ecuadorian sets record in run 4,000m below surface. In: aa.com.tr. 23. September 2017, abgerufen am 17. Februar 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Nachdem bei einem durch Bergbau verursachten Erdbeben der Stärke 2,0 im März 2020 drei Minenarbeiter starben, wurden alle Operationen vorerst eingestellt. Im Zuge der COVID-19-Pandemie musste die Mine im Mai 2020 kurzfristig schließen. 2020 kaufte Afrikas größter Goldproduzent Harmony Gold die Mine für etwa $200 Millionen von AngloGold Ashanti.<ref name="NS">Mponeng Gold Mine, South Africa – The World's Deepest Mine. In: NS Energy Business. Abgerufen am 12. März 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Produktion[Bearbeiten]

Im Jahr 2023 wurden in Mponeng 7,45 Tonnen Gold gefördert, bei 884.000 t abgebautem Erz (das Erz ist mit 8,4 g Gold/t besonder reich).<ref name="HarmonyOverview">Mponeng Overview. In: harmony.co.za. Abgerufen am 12. März 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Pro Tag werden etwa 5400 Tonnen Erz abgebaut.<ref name="Wadhams"/> Die Kosten pro geförderter Unze Gold lagen 2022 bei $1771, während der Goldpreis bei etwa $2080 lag.<ref>Ian Burron: How Low Can you go? The Challenges of Deep Mining. In: Geology for Investors. 13. April 2023, abgerufen am 17. Februar 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Aus dem Witwatersrand stammen etwa 40 % des jemals abgebauten Goldes, etwa 50.000 t. Zudem sollen dort mehr als ein Drittel der nicht abgebauten Reserven lagern.<ref></ref> Die nachgewiesenen Reserven im Mponeng belaufen sich auf 1300 t.<ref name="Cairncross"></ref>

Praktiken[Bearbeiten]

Aufgrund der großen Tiefe beträgt die Temperatur des Gesteins in der Mine bis zu 66 °C. Um die Luft in den Tunneln auf 30 °C zu kühlen, wird Eisbrei unter die Erde gepumpt. Zudem werden die fertig abgebauten Abschnitte mit einer Mischung aus Beton, Wasser, und Gestein isoliert. Die Wände werden mit stahlverstärktem Spritzbeton und Rautennetzen gesichert.<ref name="Wadhams"></ref>

Um kleine Erdbeben frühzeitig zu entdecken, wurde von einem japanisch-deutschen Forschungsteam ein Netzwerk aus Beschleunigungssensoren, piezoelektrischen Schallemissionssensoren und Sacks-Evertson-Bohrloch-Dehnungsmessern eingerichtet.<ref></ref><ref></ref>

Umweltverschmutzung[Bearbeiten]

Die Bergbauindustrie in Südafrika ist eine der größten Quellen von Luftverschmutzung im Land; ein großer Teil davon stammt aus dem Wildwatersrand-Becken. Gleichzeitig trägt sie hauptsächlich zur Erd- und Wasserverschmutzung bei.<ref></ref> Mponeng verursacht sowohl eine gewaltige Menge Abraum als auch teils giftige Tailings, die beim Zerbrechen des Erzes entstehen. 2024 stieß die Mine das Äquivalent von 933.000 t Kohlenstoffdioxid an Treibhausgasen aus.<ref>Mponeng Mine Overview. In: harmony.co.za. Harmony Gold, 2. Mai 2025, abgerufen am 31. Mai 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Eine Studie fand außerdem erhöhte Silicate und Uranwerte in den Feinstaubpartikeln der Region, die von den Absetzbecken der Goldminen stammen.<ref></ref>

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references/>