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Mr. Bill

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Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1994
Länge
  • gekürzte dt. Fassung: 117 Minuten
  • internationale Kinofassung: 123 Minuten
Altersfreigabe

</ref>

Stab
Regie Penny Marshall
Drehbuch Jim Burnstein
Produktion Elliot Abbott
Sara Colleton
Robert Greenhut
Andrew G. Vajna
Musik Hans Zimmer
Kamera Adam Greenberg
Schnitt George Bowers
Battle Davis
Besetzung
→ Synchronisation →

Mr. Bill (Originaltitel: Renaissance Man) ist eine US-amerikanische Militärkomödie aus dem Jahre 1994.

Handlung[Bearbeiten]

Bill Rago ist Werbetexter und Angestellter bei einer großen Werbeagentur. Ausgerechnet vor einem wichtigen Termin, auf dem sein neues Werbekonzept für einen Kunden vorgestellt werden soll, bleibt er im Stau stecken. Er versucht verzweifelt, per Autotelefon zu retten, was noch zu retten ist, aber es ist zu spät. Der Kunde springt ab und Bill wird gefeuert. Nun muss er sich arbeitslos melden und lernt die harte Realität auf dem Arbeitsamt kennen. Zu allem Überfluss wirft ihm seine Tochter vor, kein Verständnis für sie zu haben, und will kein Wort mehr mit ihm reden.

Nach drei Wochen hat das Arbeitsamt einen Job für ihn. Und weil er laut Akte einen Abschluss mit Magister hat, ist es ein Job als Lehrer. Doch nicht etwa an einem College, sondern in einer Ausbildungskaserne der US Army. Bill soll eine Gruppe von Soldaten aus schwierigen sozialen Verhältnissen in Allgemeinbildung unterrichten. Gar nicht so einfach. Doch Bill hat eine Idee: Es gelingt ihm, seine Schützlinge für Shakespeare zu begeistern.

Nachdem er zu einer Unterrichtsstunde zu spät kommt und seine Schüler die Unterrichtsstunde frühzeitig verlassen, folgt er ihnen auf den Übungsplatz und verlangt seine restlichen 15 Minuten. Seine Schüler hören ihn nicht, weil sie ihn nicht respektieren. Erst nachdem er selbst an der Übung teilnimmt, erlangt er ihren Respekt zurück, und die Schüler nehmen wieder am Unterricht teil.

Er schafft es sogar, dass die jungen Rekruten aus sich heraus gehen, ihm ihre Lebensgeschichten erzählen und insgesamt lockerer werden.

Als einer seiner Schützlinge, Pvt. Hobbs, verhaftet wird, zweifelt er an seinen Methoden. Rago hatte Hobbs für eine Karriere in Westpoint vorgeschlagen. Dieser entpuppte sich aber bei näherer Überprüfung als Autodieb und Drogenhändler, der durch seinen Wehrdienst nur der Polizei entfliehen wollte.

Bald macht ihm der Job als Lehrer so viel Spaß, dass er seine laufenden Bewerbungen als Werbetexter aufgibt. Er versetzt sogar seinen geliebten Preis als bester Werbetexter im Pfandhaus, um den größten Wunsch seiner Tochter zu erfüllen. Seine Tochter verzeiht ihm daraufhin. Sie begleitet ihn sogar zur feierlichen Abschlussveranstaltung der Army-Rekruten.

Auch kümmert er sich rührend um die privaten Probleme seiner Schützlinge. So sorgt er zum Beispiel dafür, dass der Vater von Brian Davis Jr., der im Vietnamkrieg fiel, posthum mit dem Silver Star ausgezeichnet wird.

Kritik[Bearbeiten]

„Die zunächst satirische Komödie mit Blick auf das nordamerikanische Bildungsniveau entwickelt sich zum schwerfälligen Erbauungsfilm, dessen Werbeabsichten für die US Army unübersehbar sind. Ein mißlungener Film, der seinen Hauptdarsteller sichtlich unterfordert und nichts weiter als ermüdende Langeweile verbreitet.“

„DeVito ist mitreißend, ansonsten: ein „Club der toten Dichter“ im Dienste der Armeewerbung. Fazit: Rekrutenmärchen mit schlappen Witzen.“

– Cinema<ref>Mr. Bill – Shakespeare statt Drill. In: cinema. Abgerufen am 18. März 2022.</ref>

Hintergrund[Bearbeiten]

  • Der englische Originaltitel Renaissance Man bezieht sich auf den vielseitig begabten italienischen Humanisten und Architekten Leon Battista Alberti (1404–1472), der im Film auch erwähnt wird.
  • „Der, welcher Kenntnisse erwirbt, erringt auch Sorgen“, der Bibelspruch, den Pvt. Hobbs Mr. Bill gegenüber erwähnt, entstammt Kohelet oder Prediger 1, Satz 18 und lautet in der Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift: „Denn: Viel Wissen, viel Ärger, wer das Können mehrt, der mehrt die Sorge.“<ref>, 1. Buch, Worte Kohelets. In: Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift. (Erz-)Bischöfe Deutschlands, Österreichs, der Schweiz u. a., Herausgebender Verlag: Katholische Bibelanstalt GmbH, 2016, abgerufen am 27. Juni 2024.</ref>

Synchronisation[Bearbeiten]

Die deutschsprachige Synchronisation entstand bei der Deutsche Synchron Filmgesellschaft mbH & Co. Karlheinz Brunnemann Produktions KG in Berlin nach Dialogbüchern von Gabriele Böhm und Thomas Rock.<ref name="synchro">Mr. Bill. In: Deutsche Synchronkartei. Abgerufen am 20. August 2026.</ref>

Darsteller Synchronstimme<ref name="synchro" /> Rolle
Danny DeVito Gerd Duwner Bill Rago
James Remar Frank-Otto Schenk Captain Tom Murdoch
Cliff Robertson Jürgen Thormann Colonel James
Alanna Ubach Bianca Krahl Emily Rago
Don Reilly Tom Vogt Henry V
Ed Begley junior Lutz Mackensy Jack Markin
Matt Keeslar Johannes Berenz Militärpolizist am Tor
Jenifer Lewis Franziska Pigulla Mrs. Coleman
Jeb Brown Gerald Paradies Noah Bradley
Paul Abbott Peter Flechtner Peter Brosnan
Peter Simmons Frank Schröder Private Brian Davis Jr.
Lillo Brancato Stefan Krause Pvt. Donnie Benitez
Richard T. Jones Charles Rettinghaus Pvt. Jackson Leroy
Kadeem Hardison Oliver Rohrbeck Pvt. Jamaal Montgomery
Gregory Sporleder Stefan Fredrich Pvt. Melvin
Stacey Dash Ulrike Stürzbecher Pvt. Miranda Myers
Khalil Kain Bernd Vollbrecht Pvt. Roosevelt Nathaniel Hobbs
Mark Wahlberg Sven Hasper Pvt. Tommy Lee Haywood
Gregory Hines Manfred Lehmann Sergeant Cass
Samaria Graham Anke Reitzenstein Shana Leroy
Isabella Hofmann Kerstin Sanders-Dornseif Staff Sgt. Marie Layton

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang Jumpin’ Jack Flash | Big | Zeit des Erwachens | Eine Klasse für sich | Mr. Bill | Rendezvous mit einem Engel | Unterwegs mit Jungs Vorlage:Klappleiste/Ende