Muhammed Lawal
| Muhammed Lawal | |
|---|---|
| Daten | |
| Kampfname | King Mo |
| Größe | 1,83 m |
| Gewicht | Halbschwergewicht |
| Nationalität | |
| Geburtsdatum | 11. Januar 1981 |
| Geburtsort | Murfreesboro (Tennessee) |
| Team | American Top Team (ATT) in Coconut Creek |
| Kampfstil | Ringen |
| MMA-Statistik | |
| Siege | 21 |
| K. o. | 13 |
| Punkte | 8 |
| Niederlagen | 10 |
| K. o. | 7 |
| Punkte | 3 |
| Abbrüche | 1 |
Adekunle Muhammed „Mo“ Lawal (* 11. Januar 1981 in Murfreesboro, Tennessee) ist ein ehemaliger US-amerikanischer Freistilringer, Wrestler und MMA-Kämpfer. Lawal war als Ringer unter anderem 2005, 2006 und 2008 US-Meister (bis 84 kg) sowie 2007 Gewinner der Panamerikameisterschaft (bis 96 kg). Im MMA war er 2010 Strikeforce-Champion und 2013 Gewinner des Bellator-Summer-Series-Turniers im Halbschwergewicht sowie 2015 auch Gewinner des Rizin-Schwergewichts-Grand-Prix. Simultan zu seiner MMA-Karriere trat er von 2012 bis 2015 als Wrestler bei TNA Impact! auf.
Ringen[Bearbeiten]
Lawal begann mit 16 Jahren an der Plano East High School in Plano (Texas) mit dem Ringen, wo er im Abschlussjahr 1999 eine Bilanz von 49-0 und den Gewinn des texanischen Landesmeistertitels (bis 78 kg) des Schulverbandes UIL erreichte.<ref>UIL 1998-1999 Boys Wrestling State Results</ref><ref>1999 Texas State Wrestling Tournament</ref>
Anschließend wechselte er an die University of Central Oklahoma (UCO), wo er 2001 in der Klasse bis 83,5 kg den 2. Platz beim nationalen Turnier der NCAA Division II erreichte und dadurch seine erste Auszeichnung als All-American erlangte. 2002 gewann er die Division II in der Klasse bis 89 kg, wurde erneut zum All-American ernannt und stellte darüber hinaus mit einem Takedowns-Verhältnis von 233:4 einen neuen Saisonrekord auf. Insgesamt hatte er an der Universität bis dahin eine Sieg/Niederlagenbilanz von 103-22 erzielt.<ref>Muhammed Lawal</ref> Sein Abschlussjahr beendete er an der Oklahoma State University (OSU), wo er in der Klasse bis 89 kg den ersten Platz der Universitätsmeisterschaft Big 12 Conference und den dritten Platz beim nationalen Turnier der NCAA Division I erreichte, womit seine dritte Auszeichnung als All-American verbunden war.<ref>73rd NCAA Wrestling Tournament 2003</ref><ref>Big 12 Wrestling Tournament 2003</ref><ref>Muhammed Lawal - All-Americans</ref>
Nach der Schulzeit trat er weiterhin im Ringen an und erreichte 2004 in der Klasse bis 84 kg jeweils einen dritten Platz bei der US-Meisterschaft und der US-Olympiaqualifikation. In dieser Gewichtsklasse gewann er dann 2005 mit einem jeweiligen Finalsieg gegen Lee Fullhart die US-Meisterschaft<ref>National Champions Q&A: Mo Lawal</ref> und auch die US-WM-Qualifikation.<ref>2005 U.S. World Team determined</ref> Bei der Weltmeisterschaft 2005 in Budapest schied er dann im Viertelfinale gegen den Russen Saschid Saschidow auf Platz 7 aus. Da Saschidow im Halbfinale unterlag, konnte Lawal auch nicht in die Hoffnungsrunde zum Kampf um die Bronzemedaille einziehen.<ref>Freestyle star Mo Lawal seeks a bright future with World and Olympic titles</ref><ref>Lawal Eliminated at World Championships</ref><ref>Former Wrestler Eliminated</ref>
2006 gewann er mit einem Finalsieg gegen Lee Fullhart erneut die US-Meisterschaft<ref>2006 U.S. Senior Nationals - Results</ref>, mit einem Finalsieg gegen den Russen Jewgeni Kolomiets das internationale Turnier Dave Schultz Memorial in Colorado Springs<ref>Six U.S. athletes win gold medals on the first day of the Dave Schultz Memorial International in Colorado Springs, Colo.</ref> und mit einem finalen Sieg gegen den Türken Serhat Balcı auch das internationale Yaşar-Doğu-Turnier in der Türkei.<ref>Lawal wins gold at Yasar Dogu Tournament in Turkey</ref>
2007 gewann er in der Gewichtsklasse bis 96 kg durch einen Finalsieg gegen den Iraner Amir Moradi Ganji den internationalen Tachti Cup im Iran<ref>Lawal wins gold, Cejudo takes silver at Takhti Cup in Iran</ref> und nahm an der Panamerikameisterschaft in San Salvador teil, wo er sich mit einem finalen Sieg gegen den Venezolaner Luis Vivénes ebenfalls die Goldmedaille sichern konnte.<ref>Cejudo, Bunch, Lawal win freestyle golds at Pan American Championships in El Salvador</ref>
2008 gewann Lawal mit einem Finalsieg gegen Andy Hrovat den US-Meistertitel bis 84 kg<ref>Four new national champions crowned in wild U.S. Freestyle Nationals finals; Azevedo pins Cejudo at 55 kg</ref>, unterlag diesem jedoch im Finale der US-Olympiaqualifikation.<ref>Hremarkable: Hrovat Upsets Lawal for Olympics Berth</ref>
MMA-Karriere[Bearbeiten]
Im März 2008 gab Lawal bekannt, mit dem MMA-Training beim Team Quest im kalifornischen Murrieta begonnen zu haben.<ref>“Mo” Lawal Makes Moves Toward Mixed Martial Arts</ref> Er wurde als Ersatzstarter des verletzungsbedingt ausgefallenen Roger Gracie für die Veranstaltung Sengoku der japanischen Organisation World Victory Road nominiert<ref>Travis Wiuff vs. Muhammed "Mo" Lawal finalizes Sunday's Sengoku 5 card</ref>, wo er am 28. September 2008 durch TKO in der ersten Runde gegen Travis Wiuff gewann.<ref>Sengoku 5 results and quick recap</ref> Nach drei weiteren Siegen bei Sengoku,<ref>Sengoku 7: Mohammed 'King Mo' Lawal vs Ryo Kawamura</ref> im letzten davon am 20. März 2009 gegen Ryo Kawamura,<ref>"King Mo" battled through more than just Kawamura for Sengoku win</ref> kämpfte er am 28. August 2009 in seinem US-Debüt bei M-1 Global gegen Mark Kerr und siegte in Kansas City (Missouri) in weniger als 30 Sekunden durch TKO in Runde 1.<ref>Muhammed Lawal Weighs Options Following Recent Mark Kerr Victory</ref>
Im Oktober 2009 wurde seine Verpflichtung bei der nordamerikanischen Organisation Strikeforce bekanntgegeben.<ref>Muhammed "King Mo" Lawal joins Strikeforce</ref> Nach einem K.o.-Sieg in der ersten Runde gegen Mike Whitehead<ref>King Mo Lawal KOs Mike Whitehead at Strikeforce Evolution</ref>, kämpfte er am 17. April 2010 bei Strikeforce - Nashville gegen den Halbschwergewichts-Titelträger Gegard Mousasi und gewann über fünf Runden einstimmig nach Punkten.<ref>Strikeforce Nashville: King Mo Lawal Beats Gegard Mousasi</ref> Den Titel verlor er jedoch in der ersten Verteidigung, am 21. August 2010 in Houston, per TKO in Runde 3 an Rafael Cavalcante.<ref>Cavalcante beats Lawal, new king crowned in Strikeforce light heavyweight division</ref> Im September 2011 siegte Lawal durch K.o. in der ersten Runde gegen Roger Gracie<ref>Strikeforce results: Muhammed Lawal vs Roger Gracie fight review and analysis</ref> und am 7. Januar 2012 ebenfalls durch K.o. gegen Lorenz Larkin<ref>Strikeforce results: Muhammed ‘King Mo’ Lawal knocks out Lorenz Larkin</ref>, wobei Lawal nach dem Kampf gegen Larkin positiv auf das verbotene Steroid Drostanolon getestet wurde. Dies führte zu einer Annullierung des Kampfausganges in ein wertungsloses Urteil (No Contest), zudem wurde Lawal für neun Monate suspendiert und mit einer Geldstrafe von 95.000 US-Dollar belegt. Lawal hatte angegeben, das Mittel unwissentlich über ein frei verkäufliches Nahrungsergänzungsmittel eingenommen zu haben.<ref>King Mo suspended 9 months, win overturned</ref>
Nach einer Vertragsauflösung durch Strikeforce, wurde er im Mai 2012 bei der nordamerikanischen Organisation Bellator unter Vertrag genommen.<ref>King Mo Signs with Bellator… and TNA Wrestling</ref> Aufgrund seiner Wettkampfsperre und einer Staphylokokken-Infektion bestritt er sein dortiges Debüt erst am 24. Januar 2013 im Rahmen des saisonalen Halbschwergewichtsturniers gegen Przemysław Mysiala<ref>Muhammed Lawal Faces Przemyslaw Mysiala at Bellator 86</ref> und siegte per TKO in Runde 1.<ref>Bellator 86 Results: Askren vs. Amoussou</ref> Im Halbfinalkampf des Turniers, am 21. Februar 2013 in Salt Lake City, verlor er dann selbst durch K.o. in der ersten Runde gegen den späteren Turniersieger Emanuel Newton.<ref>Emanuel Newton vs Muhammed Lawal: ‘Hardcore Kid’ usurps ‘King Mo’s’ crown</ref> Lawal nahm anschließend noch am Halbschwergewichtsturnier der Summer Series teil, wobei er mit einem K.o.-Sieg in der ersten Runde gegen Seth Petruzelli<ref>Lawal rebounds with first-round KO</ref> ins Finale einzog, wo er am 31. Juli 2013 in Rio Rancho durch TKO in Runde 3 gegen Jacob Noe gewann.<ref>Bellator 97 Results: Michael Chandler and Ben Askren Defend Belts, King Mo Earns Title Shot</ref> Er konnte daraufhin am 2. November 2013 in Long Beach im Zuge eines Rematch gegen Emanuel Newton um den Bellator-Interimstitel im Halbschwergewicht antreten, wobei er einstimmig nach Punkten unterlag.<ref>Bellator 106 results: Emanuel Newton defeats ‘King Mo’ Lawal a second time</ref>
Beim saisonalen Halbschwergewichtsturnier 2014 erreichte er mit einem Punktesieg gegen Michail Sajaz das Finale<ref>Bellator 110 Results: Rampage Jackson and King Mo Lawal Advance to Tournament Final</ref>, welches er am 17. Mai in Southaven nach Punkten gegen Quinton Jackson verlor.<ref>Bellator 120 Results: Rampage Jackson Grabs Unanimous Decision Over King Mo Lawal</ref> Nach folgenden TKO-Siegen gegen Dustin Jacoby<ref>Bellator 123 Results: King Mo Clobbers Jacoby in Round 2, Earns TKO Win</ref> und Joe Vedepo<ref>Bellator 131 results: King Mo Lawal dominates Joe Vedepo</ref>, wechselte er in die Schwergewichtsklasse<ref>'King Mo' Lawal, Cheick Kongo meet in heavyweight bout at Bellator 134</ref> und gewann dort am 27. Februar 2015 in Uncasville nach Punkten gegen Cheick Kongo.<ref>Bellator 134 results: Liam McGeary wins decision over Emanuel Newton to take 205-pound belt</ref>
Er wurde dann als einer der Halbschwergewichts-Teilnehmer des am 19. September 2015 in San José veranstalteten und eintägigen 4-Mann-Turniers Bellator 142 bekanntgegeben.<ref>'King Mo' Lawal doesn't see Bellator 142 tourney as big deal: 'It's just two fights'</ref> Dort siegte er im ersten Kampf nach Punkten gegen Linton Vassell, konnte jedoch aufgrund einer erlittenen Rippenverletzung nicht zum Finalkampf gegen Phil Davis antreten und schied daher aus.<ref>Rib fracture forced Muhammed ‘King Mo’ Lawal out of Bellator 142: ‘Dynamite 1’ tournament final</ref>
Im November 2015 wurde bekanntgegeben, dass Lawal als Leihkämpfer im Schwergewicht am 8-Mann-Grand-Prix der japanischen Organisation Rizin in Saitama teilnehmen werde.<ref>Muhammed 'King Mo' Lawal joins Fedor Emelianenko in Tokyo tourney</ref> Dort siegte er am 29. Dezember 2015 durch K.o. in Runde 1 gegen Brett McDermott<ref>‘King Mo’ Lawal scores big KO of Brett McDermott at Rizin</ref> und erreichte dadurch die eintägige Finalserie am 31. Dezember 2015, die er durch einen Punktesieg gegen Teodoras Aukštuolis<ref>King Mo defeats Teodoras Aukstuolis, moves on to Rizin’s tournament final</ref> und einen K.o.-Sieg in der ersten Runde gegen Jiří Procházka gewann.<ref>‘King Mo’ Lawal scores a vicious knockout to become Rizin’s tournament champion</ref>
Anschließend kehrte er im Halbschwergewicht zu Bellator zurück, wo er am 14. Mai 2016 nach Punkten gegen Phil Davis verlor.<ref>Phil Davis takes decision from Muhammed Lawal at Bellator 154</ref> Am 16. Dezember 2016 siegte er jedoch in einem Schwergewichtskampf nach Punkten gegen Satoshi Ishii und wurde im Anschluss als Starter des Openweight Grand Prix von Rizin bekanntgegeben, wo er den aufgrund einer Verletzung ausgeschiedenen Wanderlei Silva ersetzte.<ref>Bellator 169 results: ‘King Mo’ Lawal defeats Satoshi Ishii, set to fight in Rizin FF Grand Prix</ref> Er verlor jedoch den Viertelfinalkampf am 29. Dezember 2016 in Saitama per TKO in der zweiten Runde gegen den späteren Turniersieger Mirko Filipović.<ref>'King Mo' Lawal has no regrets about fighting 'Cro Cop' so soon after Ishii: 'I knew what I was getting myself into'</ref>
Seinen letzten Sieg errang Lawal am 31. März 2017 bei Bellator 175 in Rosemont durch Punktentscheidung gegen Quinton Jackson und revanchierte sich damit für die Niederlage aus dem Jahr 2014.<ref>King Mo Lawal defeats Rampage Jackson via unanimous decision</ref> Lawal nahm anschließend noch am Schwergewichts-Grand-Prix von Bellator 2018 teil, wo er jedoch im ersten Kampf am 12. Mai nach nur 15 Sekunden der ersten Runde durch K.o. gegen Ryan Bader verlor.<ref>Ryan Bader stops Muhammed Lawal 15 seconds into main event</ref> Nach einer weiteren TKO-Niederlage gegen Liam McGeary<ref>Bellator 213 results: Liam McGeary uses crisp striking, devastating right hand, to down Muhammed Lawal</ref>, konnte Lawal am 21. April 2019 in Yokohama noch um den ersten Halbschwergewichts-Titel von Rizin antreten, wobei er im Rahmen eines Rückkampfes per TKO in Runde 3 gegen Jiří Procházka unterlag.<ref>Rizin FF 15 results: Prochazka stops 'King Mo' to claim belt, Horiguchi wins again</ref>
Seinen letzten Kampf bestritt er am 8. November 2019 bei Bellator 233 und verlor durch K.o. in der ersten Runde gegen Andrew Kapel.<ref>Bellator free fight: Andrew Kapel spoils Muhammed Lawal's retirement fight with 82-second knockout</ref> Danach beendete er seine Karriere.<ref>Bellator 233 results: Andrew Kapel knocks out retiring Muhammed Lawal</ref>
Sonstiges[Bearbeiten]
Lawal wuchs mit einem jüngeren Bruder und einer jüngeren Schwester als Sohn nigerianischer Eltern in Tennessee, Texas, Kentucky und Michigan auf. Seine Mutter Nike Rouseau arbeitete als Krankenschwester, während sein Vater Casey Lawal, ein Soldat, Suizid beging, als Muhammed 12 Jahre alt war.<ref>MR. TAKEDOWN UCO junior Lawal continues to amaze</ref><ref>MMA and pro wrestling to share Muhammed "King Mo" Lawal</ref>
Lawal trat schon während seiner Ringerzeit als Wrestler bei Real Pro Wrestling auf, wo er in der ersten Saison des Verbandes Meister werden konnte. Im Mai 2012 wurde er als Wrestler bei TNA Impact! unter Vertrag genommen, wo er simultan zu seiner MMA-Karriere sporadisch bis 2015 auftrat.<ref>‘King Mo’ Lawal on Contracts With Bellator and TNA: ‘A Dream Come True’</ref><ref>'King Mo' Lawal on juggling combat sports: 'MMA is a lot easier than pro wrestling'</ref>
Nach seiner MMA-Karriere wurde er hauptberuflicher Trainer beim Kampfsportzentrum American Top Team (ATT) in Coconut Creek.<ref>American Top Team - Pro Coaches</ref>
Im Juli 2024 trat er der Bare-Knuckle-Organisation BKFC bei.<ref>‘King Mo’ Lawal ends retirement to sign with BKFC, set for bare-knuckle debut in September</ref> Sein geplantes Debüt im Halbschwergewicht, das am 13. September 2024 in Hollywood (Florida) gegen Dave Mundell stattfinden sollte, wurde aufgrund einer von Lawal im Training erlittenen Verletzung abgesagt.<ref>Former Strikeforce champ 'King Mo' Lawal out of BKFC debut on Sept. 13</ref>
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references/>
Weblinks[Bearbeiten]
- Profil von Muhammed Lawal bei United World Wrestling
- Webseite des US-amerikanischen Ringerverbandes
- Webseite Wrestling Hall of Fame
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Lawal, Muhammed |
| ALTERNATIVNAMEN | Lawal, Adekunle Muhammed |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanischer Ringer, Wrestler und MMA-Athlet |
| GEBURTSDATUM | 11. Januar 1981 |
| GEBURTSORT | Murfreesboro, Tennessee |