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Murkrat

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Murkrat
Allgemeine Informationen
Herkunft New South Wales, Australien
Genre(s) Funeral Doom, Gothic Metal
Aktive Jahre
Gründung 2006
Auflösung
Website
Aktuelle Besetzung
Gesang, Gitarre,
Keyboard, E-Bass
Mandy Andresen
Schlagzeug
Neil Dyer (seit 2009)
Ehemalige Mitglieder
Schlagzeug
Becky „Nine-Iron“ (bis 2007)

Murkrat, gelegentlich auch MurkRat geschrieben, ist eine Funeral-Doom-Band aus New South Wales.

Geschichte[Bearbeiten]

Mandy Andresen gründete Murkrat 2006 als ihr persönliches Metal-Projekt. Unterstützung fand Andresen in der langjährigen Freundin Becky „Nine-Iron“. Gemeinsam spielte das Duo das Demo Murky Ratmass ein. Nachdem „Nine-Iron“ ein Angebot des New South Wales Institute of Sport erhalten hatte, verließ sie die Band, um sich auf eine Karriere als Berufsgolferin zu konzentrieren. Andresen führte Murkrat vorerst allein fort.<ref Name="Doom">Mike Liassides: Interview with MurkRat. Doom-Metal, abgerufen am 24. Oktober 2016.</ref> Damon Good (Mournful Congregation), welcher das zu den Demoaufnahmen genutzte Aufnahmestudio The Cave unterhält, schickte dem Aestehtic-Death-Inhaber Stu Gregg das Demo zu, woraufhin Gregg Andresen kontaktierte und einen Vertrag anbot.<ref Name="Lords">Erik: Murkrat. Lords of Metal, abgerufen am 24. Oktober 2016.</ref>

Das britische Independent-Label veröffentlichte 2008 das Debütalbum MurkRat, welches zur Hälfte aus den Aufnahmen des Demos besteht. Das Debüt erhielt nur wenig Resonanz. Im darauf folgenden Jahr stieß Neil Dyer von Innsmouth hinzu und beteiligte sich an den nachfolgenden Veröffentlichungen.<ref Name="Doom"/> Das zweite, 2011 erschienene Album Drudging the Mire wurde überwiegend positiv besprochen.<ref Name="Glory">Christian: Murkrat: Drudging The Mire. Metal Glory, abgerufen am 24. Oktober 2016.</ref><ref Name="Metal">Yannick: Murkrat: Drudging The Mire. Metal.de, abgerufen am 24. Oktober 2016.</ref><ref Name="Reviews">Chris Popp: Murkrat: Drudging The Mire. Musikreviews, abgerufen am 24. Oktober 2016.</ref><ref Name="Terror">Fafnir: Murkrat: Drudging The Mire. Terrorverlag, abgerufen am 24. Oktober 2016.</ref><ref Name="Metal1">Moritz Grütz: Murkrat: Drudging The Mire. Metal1, abgerufen am 24. Oktober 2016.</ref><ref Name="Heavy">Lord Obirah: Murkrat: Drudging The Mire. Heavy Hardes, abgerufen am 24. Oktober 2016.</ref><ref Name="Blood">Ralf Scheidler: Murkrat: Drudging The Mire. Bloodchamber, abgerufen am 24. Oktober 2016.</ref><ref Name="District">Velvet: Murkrat: Drudging The Mire. Metal-District, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 24. Oktober 2016; abgerufen am 24. Oktober 2016.</ref><ref Name="Legacy">Christian Wachter: Murkrat: Drudging The Mire. Legacy, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 24. Oktober 2016; abgerufen am 24. Oktober 2016.</ref> Die Buschbrände in Australien 2019/2020 zerstörten Andresens gesamtes Musikequipment. Bereits begonnene Aufnahmen zu einem weiteren Album gingen ebenfalls im Feuer verloren. Der Fortbestand des Projektes galt fortan als ungewiss.<ref Name="MHit">Giuseppe Cassatella: MurkRat, strumentazione distrutta dagli incendi in Australia. Metal Hammer (Italien), abgerufen am 29. Mai 2021.</ref>

Stil[Bearbeiten]

Der von Murkrat gespielte Stil wird als Funeral Doom mit Einflüssen aus dem Gothic Rock und Ambient beschrieben.<ref Name="District"/><ref Name="Legacy"/> Als einflussreiche Interpreten benennt Andresen Aghast, Sigh, Alice Cooper zur Zeit des Albums Billion Dollar Babies, Black Sabbath, Deep Purple, Megadeth, die frühen Siouxsie and the Banshees, Leonard Cohen, Arcturus, die düsteren Veröffentlichungen von Kate Bush, etwas Jefferson Airplane aufgrund des Gesangs von Grace Slick, The 3rd and the Mortal mit Kari Rueslåtten sowie Burning Witch.<ref Name="Lords"/> Insbesondere auf frühe Vertreter des Gothic Rock wie Siouxsie and the Banshees und Bauhaus wird in Besprechungen verwiesen, um die transportierte Atmosphäre zu umschreiben.<ref Name="District"/>

Als Vergleichsgrößen zum Gesamtklang werden hingegen „Skepticism ohne bombastische Percussion-Einsätze oder Esoteric mit hallendem, intensivem Frauengesang“ herangezogen.<ref Name="Legacy"/> Neben der wiederholten Erwähnung von Esoteric<ref Name="Blood"/><ref Name="Metal"/> werden zum Vergleich weitere Gruppen des extremen Doom-Spektrums angeführt. Unter anderem wird die Gruppe mit Colosseum, An Autumn for Crippled Children oder The Ruins of Beverast verglichen, um Elemente des Stils zu verorten.<ref Name="Metal1"/>

Die Instrumentierung aus Rhythmusgitarre, Schlagzeug und Keyboard wird als schleppend, dröhnend und träge umschrieben.<ref Name="Terror"/><ref Name="Reviews"/><ref Name="Blood"/> „Klaviernoten“ sowie „Keyboardflächen“ würden „das spartanische Klanggerüst“ zu einer „mystisch-beklemmende[n], unheilvolle[n], trist-schöne[n] Grundatmosphäre“ abrunden.<ref Name="Reviews"/>

Als konzeptioneller Mittelpunkt der Musik gilt Andresens Stimme, welche die Charakteristik des Gesamtklangs nachhaltig bestimmt und die laut Terrorverlag „alle Emotionen, Wesenszüge und denkbare Dramaturgien durchlebt, die ein Mensch in seinen düstersten Momenten so hervorbringen kann.“<ref Name="Terror"/> Der Gesang von Andresens variiert verschiedene Formen von Klargesang und gutturalem Gesang.<ref Name="Reviews"/>

Diskografie[Bearbeiten]

  • 2007: Murky Ratmass (Demo, The Cave)
  • 2008: MurkRat (Album, Aesthetic Death)
  • 2009: Murkrat / Demons Gate (Split-EP, Abysmal Sound)
  • 2011: Drudging the Mire (Album, Aesthetic Death)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />