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Mutterpass

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Datei:Mutterpass Frontseite.jpg
Bild eines unbeschrifteten deutschen Mutterpasses

Einen Mutterpass erhält eine werdende Mutter ab Feststellung der Schwangerschaft. In diesen werden Gesundheitsdaten und medizinische Untersuchungen während der Schwangerschaft, zum Teil auch in den ersten Lebensjahren des Kindes, eingetragen. In Notfällen kann anhand dieses Passes schneller und passender reagiert werden, außerdem kann die Dokumentation des Schwangerschaftsverlaufs bei späteren Schwangerschaften hilfreich sein.

Deutschland[Bearbeiten]

In Deutschland erhält eine werdende Mutter den Mutterpass ab offizieller Feststellung einer Schwangerschaft vom zuständigen Frauenarzt oder der betreuenden Hebamme. In diesen werden bis zur Geburt des Kindes alle relevanten Daten zur Gesundheit der Mutter wie z. B. Blutgruppe, Eisengehalt im Blut, Untersuchungsergebnisse für Erb- und Infektionskrankheiten (u. a. Syphilis, Hepatitis B, Röteln; s. a. STORCH), zum Zustand des Kindes wie z. B. Lage, Gewicht, Größe usw. und der voraussichtliche Geburtstermin eingetragen. Auch nach der Geburt werden im Mutterpass noch einige wichtige Fakten zum Kind, zum Wochenbett und der Nachuntersuchung der Mutter, 6–8 Wochen nach der Geburt, notiert. In Notfällen kann anhand dieses Passes schneller und passender reagiert werden. Es wird daher vom Berufsverband der Frauenärztinnen und Frauenärzte empfohlen, dass Schwangere den Mutterpass während der Schwangerschaft stets bei sich tragen. Der Pass liefert zudem auch wichtige Informationen für eine erneute Schwangerschaft.

Bei Verlust muss ein neuer Pass beim Frauenarzt oder der Hebamme beantragt werden, in den alle bisherigen Daten, die von den Hebammen oder Frauenärzten bis dahin festgestellt und bei sich gespeichert wurden, erneut eingetragen werden.

Eingeführt wurde der Pass in Westdeutschland im Jahr 1961, um die Ergebnisse der freiwilligen und gesetzlich geregelten Vorsorgeuntersuchungen während der Schwangerschaft festhalten und jederzeit bereithalten zu können. Bereits Jahre vor der Einführung war in Briefwechseln zwischen Heinrich Martius und Hans Hinselmann die Idee eines solchen Passes diskutiert worden.

In der DDR wurde Schwangeren ein Schwangerschaftsausweis ausgestellt.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden. Zusammenfassung.</ref> Neben der medizinischen Dokumentation hatte der Ausweis noch eine weitere Funktion: Der Ausweis räumte der Schwangeren eine bevorzugte Abfertigung auf Behörden und in Läden sowie einen Sitzplatz in öffentlichen Verkehrsmitteln ein.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden. Anmerkung 10, S. 181.</ref>

Andere Länder[Bearbeiten]

In Österreich gibt es den vergleichbaren Eltern-Kind-Pass, in den auch die Kindervorsorgeuntersuchungen bis zum fünften Lebensjahr eingetragen werden.

In der Schweiz gibt es (Stand: 2013) keinen offiziellen Mutterpass, jedoch stellen viele Ärzte eine Art informellen Mutterpass aus.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden.; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);.Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref>

In Frankreich existiert das carnet de santé maternité, welches Erläuterungen und Ratschläge für die Schwangere enthält und zusätzlich Platz für Eintragungen durch medizinisches Fachpersonal enthält.<ref>[Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden.] service-public.fr, archiviert vom Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar) am 2012-10-15; (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.).Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref><ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. legifrance.gouv.fr; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar); (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.).Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref><ref>[Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden.] (PDF; 1,4 MB) sante.gouv.fr, archiviert vom Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar) am 2013-08-18; (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.).Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref>

In Italien gibt es in der Toskana den libretto di maternità, ein Dokument, in dem medizinisches Personal die Ergebnisse von Untersuchungen in der Schwangerschaft eintragen kann und das zugleich als Gutscheinheft für kostenlose Untersuchungen fungiert.<ref>[Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden.] Archiviert vom Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar) am 2016-03-04; (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.).Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref>

In Japan erhalten Schwangere bereits seit 1947 ein „Mutter-Kind-Gesundheitshandbuch“ (jap. Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden., boshi kenkō techō), das geht aber auf das „Schwangerenhandbuch“ (Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden., ninsanpu techō) von 1942 zurück.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar); (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.).Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref>

Auch in Ghana,<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref> wird ein Mutterpass verwendet.

Weblinks[Bearbeiten]

  • familienplanung.de – Der Mutterpass: Das Informationsportal des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG)
  • G-BA: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

ja:母子手帳