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Myrobalanen

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Myrobalanen
Datei:Terminalia bellirica.jpg

Beharabaum (Terminalia bellirica)

Systematik
Kerneudikotyledonen
Rosiden
Eurosiden II
Ordnung: Myrtenartige (Myrtales)
Familie: Flügelsamengewächse (Combretaceae)
Gattung: Myrobalanen
Wissenschaftlicher Name
Terminalia
L.

Die Myrobalanen (Terminalia) sind eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Flügelsamengewächse (Combretaceae). Die 100 bis 200 Arten sind fast weltweit in den Tropen verbreitet.

Beschreibung[Bearbeiten]

Datei:Terminalia chebola Bra29.png
Illustration von Terminalia chebula
Datei:Terminalia januariensis - Jardim Botânico de São Paulo - IMG 0293.jpg
Geflügelte Früchte von Terminalia januariensis

Vegetative Merkmale[Bearbeiten]

Die Terminalia-Arten wachsen als Bäume oder Sträucher, manchmal kletternd. Manche Arten sind bewehrt. Die meist wechselständig und spiralig, manchmal fast, selten vollkommen gegenständig oder in Wirteln angeordneten Laubblätter sind einfach und ganzrandig. Nebenblätter fehlen.

Generative Merkmale[Bearbeiten]

Die Blüten stehen in end- oder achselständigen, rispigen, traubigen oder ährigen Blütenständen zusammen mit Hochblättern. Die radiärsymmetrischen oder zygomorphen, vier- oder fünfzähligen Blüten sind meist zwittrig, selten eingeschlechtig. Der Blütenbecher (Hypanthium) ist mit dem Fruchtknoten verwachsen (unterer Blütenbecher). Die vier oder fünf Kelchblätter sind verwachsen (oberer Blütenbecher), selten sind acht Kelchzipfel vorhanden. Es sind vier oder fünf Kronblätter vorhanden oder sie fehlen. Es ist ein Diskus vorhanden. Es sind ein oder zwei Kreise mit je vier oder fünf, selten mehr, Staubblätter vorhanden. Es ist nur ein unterständiges Fruchtblatt vorhanden mit zwei bis sechs Samenanlagen. Der einfache, schlanke Griffel endet in einer spitzen, kopfigen oder undefinierten Narbe.

Meist werden fleischige, steinfruchtähnliche, ledrige, zwei- bis fünfkantige oder -flügelige, Früchte gebildet. Sie enthalten nur einen endospermlosen Samen. Die ölhaltigen Keimblätter (Kotyledonen) sind gewellt oder spiralig gerollt.

Datei:Terminalia belerica sprouting young leaves in Bannerghatta NP AJTJ P1010459.jpg
Laubausschüttung an den Zweigenden bei Terminalia bellirica

Systematik[Bearbeiten]

Taxonomie[Bearbeiten]

Die Gattung Terminalia wurde 1767 durch Carl von Linné in Systema Naturae, 12. Auflage, 2, Seiten 665 und 674 aufgestellt. Typusart ist Terminalia catappa Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L.<ref name="Tropicos" /> Der Gattungsname Terminalia leitet sich vom latinischen Wort terminalis = Ende, Spitze, Grenze ab und bezieht sich auf das gehäufte Auftreten der Laubblätter an den Zweigenden.<ref name="GENAUST2013" /> Synonyme für Terminalia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L. nom. cons. sind: Badamia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Gaertn., Catappa Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Gaertn., Chicharronia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.A.Rich., Chuncoa Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Pav. ex Juss., Fatrea Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Juss., Gimbernatea Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Ruiz & Pav., Hudsonia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.A.Rob. ex Lunan, Kniphofia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Scop., Myrobalanifera Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Houtt., Myrobalanus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Gaertn., Pentaptera Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Roxb., Ramatuela Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Kunth, Ramatuella Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Kunth, orth. var., Resinaria Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Comm. ex Lam., Tanibouca Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Aubl., Vicentia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Allemão.<ref name="GRIN" /><ref name="Tropicos" />

Äußere Systematik[Bearbeiten]

Die Gattung Terminalia gehört zur Subtribus Terminaliinae der Tribus Combreteae in der Unterfamilie Combretoideae innerhalb der Familie der Combretaceae.<ref name="GRIN" />

Datei:Immature fruits of Beach Damson (Terminalia arenicola).jpg
Terminalia arenicola
Datei:Terminalia argentea.jpg
Blütenstände von Terminalia argentea
Datei:Terminalia elliptica (2463235199).jpg
Früchte von Terminalia elliptica
Datei:Starr 001028-9001 Terminalia melanocarpa.jpg
Zweig mit Früchten von Terminalia melanocarpa
Datei:Terminalia phanerophlebia, bloeiwyses, Manie van der Schijff BT, b.jpg
Blütenstände von Terminalia phanerophlebia
Datei:Terminalia porphyrocarpaiii.jpg
Blütenstände von Terminalia porphyrocarpa
Datei:Purple-pod Cluster-leaf (Terminalia prunioides) (12026220083).jpg
Blütenstände von Terminalia prunioides
Datei:Terminalia sericea, b, Seringveld.jpg
Habitus von Terminalia sericea

Innere Systematik[Bearbeiten]

In der Gattung Terminalia werden je nach Autor 100 bis 200 Arten unterschieden. Es werden mehrere Untergattungen unterschieden; hier eine Untergliederung mit einer Teil-Artenaufzählung aus der Flora brasiliensis:<ref name="FloraBrasiliensis" />

Hier eine Artenauswahl ohne Berücksichtigung der Gliederung nach Untergattungen:<ref name="GRIN" />

Folgende beschriebene Arten werden anderen Gattungen zugeordnet:<ref name="GRIN" />

Datei:A view of Honey Terminalia chebula (Kadukkaai).jpg
Früchte der Chebulischen Myrobalane (Terminalia chebula)

Nutzung[Bearbeiten]

Mehrere Terminalia-Arten dienen zur Gewinnung von Stoffen wie zyklischen Triterpenen, Flavonoiden und Tanninen. Einige dieser Substanzen sind wirksame Mittel gegen Bakterien und Pilze; auch krebsbekämpfende Wirkstoffe sind darunter.

Medizinische Verwendung fanden von der Antike bis zur Frühen Neuzeit die Myrobalanen (lateinisch Mirabolani<ref>Wouter S. van den Berg (Hrsg.): Eene Middelnederlandsche vertaling van het Antidotarium Nicolaï (Ms. 15624–15641, Kon. Bibl. te Brussel) met den latijnschen tekst der eerste gedrukte uitgave van het Antidotarium Nicolaï. Hrsg. von Sophie J. van den Berg, N. V. Boekhandel en Drukkerij E. J. Brill, Leiden 1917, S. 242.</ref> und Myrobalana<ref>Otto Zekert (Hrsg.): Dispensatorium pro pharmacopoeis Viennensibus in Austria 1570. Hrsg. vom österreichischen Apothekerverein und der Gesellschaft für Geschichte der Pharmazie. Deutscher Apotheker-Verlag Hans Hösel, Berlin 1938, S. 147 (Mirobalani) und 148 (Myrobalana).</ref>), vor allem Terminalia citrina und Terminalia chebula (die Chebulische Myrobalane) sowie Terminalia bellirica (die Belerische Myrobalane).<ref name="Dressendörfer1978" /> Man unterschied die Sorten mirabolani emblici (auch die vom Amblabaum bzw. Phyllanthus emblica stammenden Früchte, „Purgierpflaumen“ bzw. Emblici, bezeichnend<ref>Werner Dressendörfer: Spätmittelalterliche Arzneitaxen des Münchner Stadtarztes Sigmund Gotzkircher aus dem Grazer Codex 311. Ein Beitrag zur Frühgeschichte des süddeutschen Apothekenwesens. Königshausen und Neumann Würzburg 1978 (= Würzburger medizinhistorische Forschungen. Band 15), S. 241.</ref>), mirabolani bellirici, mirabolani chebuli (oder mirabolani kebuli), mirabolani indi (die kleinen unreifen Früchte von Terminalia chebula) und mirabolani citrini.<ref>Wouter S. van den Berg (Hrsg.): Eene Middelnederlandsche vertaling van het Antidotarium Nicolaï (Ms. 15624–15641, Kon. Bibl. te Brussel) met den latijnschen tekst der eerste gedrukte uitgave van het Antidotarium Nicolaï. 1917, S. 242 (Mirabolani).</ref><ref>Vgl. auch Otto Beßler: Prinzipien der Drogenkunde im Mittelalter. Aussage und Inhalt des Circa instans und Mainzer Gart. Mathematisch-naturwissenschaftliche Habilitationsschrift, Halle an der Saale 1959, S. 203–204 (zu Mirabolani und Emblici [„eyn frucht der mirobalanen, Amleg“] = Behennüsse mit fünf Sorten).</ref>

Bilder[Bearbeiten]

Indische Myrobalane (Terminalia catappa):

Terminalia myriocarpa:

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.</ref> <ref name="Tropicos"> Terminalia bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum</ref> <ref name="FloraBrasiliensis"> Artenliste bei Flora brasiliensis.</ref> <ref name="GENAUST2013"> GENAUST: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. Springer-Verlag, 2013, ISBN 3-0348-7650-5 (Terminalia auf S. 361 in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> <ref name="Dressendörfer1978"> Werner Dressendörfer: Spätmittelalterliche Arzneitaxen des Münchner Stadtarztes Sigmund Gotzkircher aus dem Grazer Codex 311. Ein Beitrag zur Frühgeschichte des süddeutschen Apothekenwesens. Königshausen und Neumann Würzburg 1978 (= Würzburger medizinhistorische Forschungen, 15), S. 240 f.</ref> </references>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Myrobalanen (Terminalia) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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