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Myrsinengewächse

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Myrsinengewächse

Zimmer-Alpenveilchen (Cyclamen-persicum-Hybride)

Systematik
Eudikotyledonen
Kerneudikotyledonen
Asteriden
Ordnung: Heidekrautartige (Ericales)
Familie: Primelgewächse (Primulaceae)
Unterfamilie: Myrsinengewächse
Wissenschaftlicher Name
Myrsinoideae
Burnett

Die Myrsinengewächse (Myrsinoideae) sind eine Unterfamilie der Familie der Primelgewächse (Primulaceae) in der Ordnung der Heidekrautartigen (Ericales) innerhalb der Bedecktsamigen Pflanzen (Magnoliopsida). Hauptsächlich liegt eine pantropische Verbreitung vor, außerdem reichen viele Taxa in die subtropischen gemäßigten Breiten der Nordhalbkugel oder auf der Südhalbkugel bis Neuseeland. Einige Arten werden als Zierpflanzen in Parks, Gärten oder Räumen genutzt.

Beschreibung[Bearbeiten]

Illustration von Anagallis-Arten; Anagallis arvensis (1); Anagallis minima (2)

Vegetative Merkmale[Bearbeiten]

Es sind Sträucher, Bäume, einige Lianen oder Halbsträucher, aber hauptsächlich einjährige bis ausdauernde krautige Pflanzen. Oft sind schizogene Sekretionsbehälter vorhanden, die gelbe oder rötlich-braune Harze enthalten.

Die wechselständig und spiralig angeordneten Laubblätter sind oft gestielt und immer einfach, Nebenblätter fehlen. Oft besitzen die Blätter gelbe bis bräunliche Punkte oder Streifen aus Drüsen oder seltener Drüsenhaare. Es liegt Fiedernervatur vor. Die Blattränder sind meist glatt.

Datei:Starr 990106-3031 Ardisia elliptica.jpg
Früchte von Ardisia elliptica

Generative Merkmale[Bearbeiten]

Es werden seiten- oder endständige, traubige, rispige oder zymöse Blütenstände gebildet. Es sind meist keine Trag- oder Deckblätter vorhanden. Die Blüten sind meistens zwittrig. Selten sind die Blüten eingeschlechtig in dieser Unterfamilie und es sind dann zweihäusig getrenntgeschlechtige (diözische) Arten (Myrsine). Die meist vier- oder fünfzähligen Blüten sind radiärsymmetrisch bis zygomorph, meist mit doppelten Perianth. Die meist vier oder fünf (drei bis sechs) Kelchblätter sind oft an ihrer Basis verwachsen und oft noch auf den Früchten vorhanden. Die Kronblätter sind immer verwachsen. Es ist nur ein Staubblattkreis mit meist vier oder fünf (drei bis sechs) Staubblättern vorhanden, die untereinander frei oder verwachsen sind; sie sind meist mit der Kronröhre verwachsen. Meist vier oder fünf (drei bis sechs) Fruchtblätter sind zu einem oberständigen, einfächerigen Fruchtknoten verwachsen. Die meist wenigen (1 bis 45) anatropen, bitegmischen, tenuinucellaten Samenanlagen sitzen eingesenkt in der Zentralplazenta. Der Griffel endet in einer papillösen Narbe.

Bei den meisten Taxa erfolgt die Bestäubung durch Insekten, besonders durch Bienen und Fliegen, die mit Nektar oder Pollen belohnt werden. Einige Lysimachia-Arten besitzen ölsekretierende Haare und werden von ölsammelnden Bienen bestäubt. Neben Entomophilie kommt Selbstbefruchtung vor.

Es werden einsamige Beeren, Steinfrüchte oder mehrsamige Kapselfrüchte gebildet, letztere vor allem bei den krautigen Vertretern. Die braunen, rötlich-braunen, schwarzen oder weißen, meist kantigen Samen besitzen viel ölhaltiges, stärkefreies Endosperm. Die Samenausbreitung der kapselfrüchtigen Taxa erfolgt durch Gravität, Wasser, Wind oder auf dem Boden laufende Insekten wie Ameisen.

Chromosomensätze betragen n = 10–13, 15, 17, 23.

Datei:Starr 020803-0024 Ardisia elliptica.jpg
Ardisia elliptica
Datei:Coris monspeliensis re.jpg
Erdkiefer (Coris monspeliensis)
Datei:ElingamitaJohnsonii877.jpg
Elingamita johnsonii
Datei:Hymenandra wallichii2.jpg
Hymenandra wallichii
Datei:Malphighia2.jpg
Lysimachia congestiflora; diese Art wird als einjährige Balkonpflanze genutzt
Datei:Starr 060325-9044 Myrsine lessertiana.jpg
Myrsine lessertiana
Datei:Pleiomeris canariensis.JPG
Pleiomeris canariensis

Systematik[Bearbeiten]

Synonyme für Myrsinoideae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Burnett sind: Aegicerataceae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Blume, Anagallidaceae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Batsch ex Borkh., Ardisiaceae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Juss., Coridaceae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.J.Agardh, Embeliaceae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.J.Agardh, Lysimachiaceae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Juss. und Myrsinaceae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.R.Br. Einige Gattungen, die früher zu den Primelgewächsen (Primulaceae) oder Theophrastaceae gestellt wurden, gehören heute (siehe Källersjö et al., 2000) zu den Myrsinoideae, die eine Weile den Rang einer eigenständigen Familie hatte. Das sind folgende Gattungen: Gauchheil (Anagallis), Ardisiandra, Asterolinon, Coris, Alpenveilchen (Cyclamen), Milchkraut (Glaux), Gilbweiderich (Lysimachia), Pelletiera und Trientalis.

Zur Unterfamilie Myrsinoideae gehören etwa 41 bis 46 Gattungen mit etwa 1435 Arten:<ref name="GRIN" />

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. </ref> <ref name="Mabberley2008"> David John Mabberley: Mabberley’s Plant-Book. A portable dictionary of plants, their classification and uses. 3. Auflage. Cambridge University Press, 2008, ISBN 978-0-521-82071-4 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.). </ref> <ref name="Ståhl1996"> Bertil Ståhl: The relationships of Heberdenia bahamensis and H. penduliflora (Myrsinaceae), in: Botanical Journal of the Linnean Society, Volume 122, Issue 4, 1996, S. 315–333. doi:10.1111/j.1095-8339.1996.tb02079.x </ref> </references>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Myrsinengewächse – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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