Nanga
Nanga ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)), genauer Nanshūga ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), dt. „Malerei im Stil der Südschule“), ist ein chinesisch beeinflusster Malstil, der ab 1700 in Japan aufgenommen wurde.
Zum Begriff[Bearbeiten]
Der Malstil orientierte sich an der „Südschule“, die im Gegensatz zur streng-akademischen „Nordschule“<ref group="Anm">Die Unterscheidung in Nord- und Südschule geht auf den chinesischen Kunstkritiker am Ende der Ming-Zeit Dŏng Qíchāng (1555–1636) zurück.</ref> eine spontane Bildgestaltung bevorzugte. An dieser Stilrichtung orientierten sich in China Gelehrte, die in ihrer Freizeit malten und die Ergebnisse dann oft Freunden zum Geschenk machten. Diese „Gelehrten-Malerei“ ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) wurde in Japan übernommen, deckt sich aber nicht ganz mit dem ursprünglichen Begriff. So lebte man zum Teil vom Verkauf der Blätter, so dass heute in der japanischen Kunstgeschichte der Begriff Nanga bevorzugt wird.
Die Freizeit-Maler orientierten sich an chinesischen Lehrwerken zur Malerei, z. B. an der Sammlung „Acht Arten Bildvorlagen“ ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) oder am „Senfkorngarten“ ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) und an der „Zehn-Bambus-Halle“ ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)). Diese Werke wurden in Japan nachgedruckt.
Vertreter der frühen Phase[Bearbeiten]
- Gion Nankai ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value); 1676–1751) war Verfasser chinesischer Gedichte und Maler. Er war Sohn eines Arztes, der der Wakayama-Zweigfamilie der Tokugawa diente, studierte Konfuzianismus unter Kinoshita Jun’an und wirkte als offizieller Lehrer für Konfuzianismus des Han.
- Hattori Nankaku ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value); 1683–1759) wurde in Kyoto geboren, war Konfuzianist und Dichter, beschäftigte sich aber auch mit der Malerei im Nanga-Stil.
- Yanagisawa Kien ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value); 1703–1758) leitete die Verwaltung des Kōriyama-han. Er studierte unter Ogyū Sorai beschäftigte sich mit dem Neokonfuzianismus, Kalligraphie, schnitt Siegel und kannte sich auch in der Botanik aus. Er malte zunächst im Stil der chinesischen Hof-Malerei, widmete sich dann aber vor allem der Nanga-Malerei.
Die großen Meister[Bearbeiten]
Yosa und Ike waren im Unterschied zu den meisten anderen Nanga-Malern bürgerlicher Herkunft.
- Yosa Buson ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), 1716–1783) war Haiku-Poet und Maler. Er zeigte früh künstlerische Begabung und hinterließ ein umfangreiches malerisches Werk.
- Ike (no) Taiga ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value); 1723–1776) stammte aus Kyoto, lernte die Ming- und Qing-Malerei bei Gion und nahm auch Einflüsse von Yanagizawa auf. Ferner ist seine Kalligraphie bedeutend. Seine Frau Gyokuran war ebenfalls eine bekannte Malerin.
Weitere Entwicklung in Westjapan[Bearbeiten]
- Uragami Gyokudō ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value); 1745–1820) diente zunächst im Kamogata-han in Provinz Bitchū, verließ diesen aber und reiste malend und Koto spielend durchs ganze Land. Mit einer spitzen Pinselführung gestaltete er seine Landschaften.
- Aoki Mokubei ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value); 1767–1833) ist vor allem als Töpfer in Kyoto bekannt, war aber auch im Alter malerisch tätig, wobei er Einflüsse von Kō Fuyō (1722–1784) und Kimura Kenkadō (1736–1802) aufnahm. Er nutzte Blau und Rot zur malerischen Gestaltung.
Weitere Entwicklung in Edo[Bearbeiten]
- Tani Bunchō ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value); 1763–1841) stammte aus Edo. Von dem Kanzler des Shogunats Matsudaira Sadanobu gefördert schuf er u. a. die Sammlungen Shūko Jūrui und Kōyo tanshōzu ken. Er übernahm Einflüsse der Nordschule, die sich in einem strengeren Bildaufbau zeigen. Unter seiner Leitung entwickelte sich auch die Porträtmalerei. Von seinen zahlreichen Schülern sind vor allem Watanabe, Tsubaki sowie Tachibara Kyōsho und Takaku Aigai zu nennen.
- Watanabe Kazan ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value); 1793–1841) studierte westliches Wissen und war als Nanga-Maler tätig. In der Malerei war er Schüler von Tani und leitete die Verwaltung des Tahara-han in der Provinz Mikawa. Er gehörte zu den Gelehrten, die die Abschottungspolitik des Shogunats bekämpften. Er wurde 1841 unter Hausarrest gestellt und nahm sich 1841 das Leben.
- Tsubaki Chinzan ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value); 1801–1854) wurde in Edo geboren und war Mitglied eines Wachdienstes des Shogunats. Er studierte Malerei bei Tani und Watanabe und beschäftigte sich auch mit dem Stil des Malers der Qing-Zeit Yùn Nántián.
Ausklang[Bearbeiten]
- Tomioka Tessai ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value); 1836–1924) stammte aus Kyoto, studierte Nationallehre bei Ōkuni Takamasa, beschäftigte sich aber auch mit Literatur, Konfuzianismus und Buddhismus. Nach 1868 wurde er Priester am Isonokami- bzw. Ōtori-Schrein. Er malte zunächst im Yamato-e-Stil und wandte er sich später der Nanga-Malerei zu.
Bilderauswahl[Bearbeiten]
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Uragami: Landschaft (Ausschnitt)
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Aoki: Landschaft
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Tani: Grüne Landschaft
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Watanabe: Satō Issai
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Tsubaki: Takaku Aigai
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Tomioka: Landschaften
Anmerkungen[Bearbeiten]
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Literatur[Bearbeiten]
- Takeda Kōichi: Nihon no nanga. Toshindo, Tokyo 2000, ISBN 4-88713-347-2.
- Yutaka Tazawa: Biographical Dictionary of Japanese Art. Kodansha, Tokyo 1981, ISBN 0-87011-488-3.
- Yoshiho Yonezawa, Chu Yoshizawa: Japanese Painting in the Literati Style. Weatherhill, New York 1974, ISBN 0-8348-1019-0.