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Nastberg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Nastberg
Naßberg
Noch vorhandene Reste des Schlackenwalls und Tuffrings in Grube Süd des Schlackenkegelvulkans in Eich bei Andernach.
Noch vorhandene Reste des Schlackenwalls und Tuffrings in Grube Süd des Schlackenkegelvulkans in Eich bei Andernach.
Höhe 317,4 m ü. NHN
Lage Im Osten des Laacher Kuppen­landes, west­nord­west­lich des Stadt­teiles Eich, auf dem Gebiet der Stadt Andernach im Norden des Land­kreises Mayen-Koblenz im Norden von Rhein­land-Pfalz (Deutsch­land)
Gebirge Laacher Kuppenland
in der natur­räum­lich­en Unter­ein­heit Laacher Vulkane die zum Unteren Mittel­rhein­gebiet gehört
Dominanz 0,67 km → namenloser Gipfel auf 50° 26′ 1″ N, 7° 20′ 13″ O
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dim=958 globe= name=Namenloser Gipfel im Laacher Kuppenland auf Flur 9 der Gemarkung Eich zwischen den Flurnamensgebieten "Auf der Pfahlhütte", "Im Wohngerath" und "Im Kessel" auf dem Gebiet der Stadt Andernach region=DE-RP type=mountain
  }} (332,3 m ü. NN), gelegen auf Flur 9 der Gemarkung Eich zwischen den Flur­namens­gebieten „Auf der Pfahl­hütte“, „Im Wohngerath“ und „Im Kessel“ (im Laacher Kuppenland, auf dem Gebiet der Stadt Andernach, zwischen dem Mittels­berg (auch als Mittel­berg bezeichnet) (289,1 m ü. NHN) und dem Krayer­berg (317,6 m ü. NHN))..
Schartenhöhe 47 m ↓ im Bereich der Grube Nord am Nast­berg
Koordinaten 50° 25′ 42″ N, 7° 20′ 41″ OKoordinaten: 50° 25′ 42″ N, 7° 20′ 41″ O
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Topo-Karte TK25 Blatt 5510 Neuwied (Aus­schnitt Digitale TK im LANIS-Karten­server, Blatt­schnitt u. Aus­gabe­art­en gedruckte TK25)
Nastberg (Rheinland-Pfalz)
Nastberg (Rheinland-Pfalz)
Typ Vulkan
Gestein Krotzen, Tuff
Alter des Gesteins Mittelpleistozän (Ionium)

Der Nastberg (frühere Schreibweise Nast-Berg<ref>So in der Karte des Deutschen Reiches, 1:100 000, Teil IV/IV: Blatt 483: Coblenz. – Aufgenommen 1900/01, herausgegeben von der Kartogr. Abteilung der Kgl. Preuß. Landesaufnahme, Berlin 1909 (Digitalisathttp://vorlage_digitalisat.test/1%3Dhttp%3A%2F%2Fwww.deutschefotothek.de%2Fete%3Faction%3DqueryZoom%2F1%26index%3Dfreitext%26desc%3Ddf_dk_0000532_0483%26medium%3Ddf_dk_0000532_0483%26sstate%3DeJyVVm1v2zYQju00TpxlSdhsyNIVCNR9GAbHsN7ilw7b0MQtUhRNV6-f5kGgJcrWLImeSCVpA_-yfdsf2H7SjpRpW4kdoPkQ8-65e-54uiO5WUA_VhDxxrW_UpJ8rDGOYw8n3t6_f5cO17Q913Vw6sd4GBEP8zT6vtBc-6XyelPZHVUrj4V3SOkoHc_c0drRmrZTWZO_JR6OflgDzwPtaaV8_uKV8-byFdrr3BA35eRXEfeMJuSwoP23Mcf_2bjVZE5a-1bzg5CThHhiPVP2KQ3Fb5QyrrV_hwXm7tDBodBOJn9UJeLEVKAgsSFNQ0-sJ_AHcjoYEOF6C4Kf0Ehr10EbfCJa27BhRZOM13Vrd-ugtTXMXG1SvdWcNPCUCFF87BLORF44IVj8QuYRy3ZBQmkqABXJFqn4lNNBgn0SL3VYgHNuEWYMSt5f6jQDcy65XTif2PIE7xrlKMYkYTQmsTOiJBHCUo77VjmSfhB6ccAYWeo8R3NOfEiiFSWaQjlz-H7L6SWQM2U8gXKt4J6Befb-n1CfgCRpPFhVyLs2OQIPRgZyXpHjHM2XICFEX14BiSwYTyYwUifziTruukkw5sedeBDEpH38eirbtWZNbxiGAeaVSqmj11FBh3VVrHX0bIShXLFPkzQ6YdgdQiVO4KPGwSAhgTus3UQhWO8JawOV3YhNNSdCY6LvPN-o66YzTvth4DrjhHqpywMa1xLGPjJOoppHVGgrC70t1jYqxlQBp6hQV1EaqPyWynNDmTZR0bBB2BFCC62HAeMgblWKHSNj_AYQo47uHWgAfSEgHZVggqcUho3WY2jeKYWZxd6FpYXKUIhrOOJkYsUOJGnUJX-x00L7feyO2npVfx7EGDZ5JSi-ldABI2OcYE4Tic_QI4kikTEAhv2ckZC4nIgAzyT2BBSiE3IE7RnBNLIkME6rdn3O_dn-tl5t2J_pv7iBxmlVry8k8PDWn0j08bSgIvkFUHzpro7Kpmm1Ws1GVm5QFGWzwDfrQp-WoNtA-lJIOnrEKcei8_aFbKBNHxqUkxuuHExUor6fkXeh1xbaSOJNhR-CBN2ym907F_FVwIJ-KAIjgehoK4gDUGa6p0JnoIMuh45ibyiMF_wbEO8yVaENU-UqJUtJ0tVe6Xog4Aba7mM2Ity5Csi1cmqudBKbM1qoHMRXNHBVgmZ9pYPYramj3SgNeTAOyXvCYMWyYeiaxmyeBLNporJHOA5CplytZa5HArHRfv4uyWZsW2Cn05mVFM2V0efTDM3UtR7ctVVfzE10gaWjzSB2w9STAyViWQbahafA9RmNRFe_pEk0LZFlrmSXXNZ9Lnsl1-nDXM0cl1S1cio4bbq22I6PoRxTG7t-z83O71C0l20tNpttK2kbKJtKOKjseL4T4Zusxxkq2LKKG9kDBq2LVwpovp5pKvNniPRX-k310pDfSGn37j4iZGEUun_veQDwVzN4a_YAkCOn1BvZLZ_PU1zm-XzUfS2PGKXdvXMX5-PNbltZVaV-JO9UUF1WtmHgoVJwkPEh-qnX-7l31u7hMet5_d75S3nBvfvw4s3FmfPu_eX5h7PfLi7fAi4MxPWn965JP6GUC_vDwv-ADkAX~GB%3D~IA%3D~MDZ%3D%0A~SZ%3D~doppelseitig%3D~LT%3D~PUR%3D in der deutschen Fotothek der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden [SLUB], XHTML, deutsch). In dieser Karte ist auch noch der frühere Steinbruch eingezeichnet.</ref>), bisweilen auch als Naßberg<ref>Zum Beispiel in der DTK 1:5.000 farbig. Behörden der Vermessungs- und Katasterverwaltung, 6. Januar 2016.</ref> bezeichnet, ist ein Schlackenkegel-Vulkan in Andernach-Eich. Er liegt im Ostteil der naturräumlichen Teileinheit Laacher Kuppenland und damit in der naturräumlichen Untereinheit Laacher Vulkane die zur naturräumlichen Haupteinheit Unteres Mittelrheingebiet gehört.<ref>Der Nastberg liegt ganz am Rande der naturräumlichen Haupteinheit (bzw. Großlandschaft) Unteres Mittelrheingebiet (292). Am südlichen und östlichen Fuß des Berges beginnt bereits die naturräumliche Grundeinheit (bzw. Landschaftseinheit oder Landschaftsraum) Andernach-Koblenzer Terrassenhügel (291.200), die zur naturräumlichen Untereinheit Maifeld-Pellenzer Hügelland (291.2) und damit zur naturräumlichen Haupteinheit Mittelrheinisches Becken (291) gehört. Karte (TK 1:25.000 grau) mit transparent darübergelegten Landschaftseinheiten (bzw. Landschaftsräumen) (blauviolett eingefärbt das Laacher Kuppenland, magenta eingefärbt der Andernach-Koblenzer Terrassenhügel) Behörden der Vermessungs- und Katasterverwaltung; abgerufen am 6. Januar 2016.</ref> Der Vulkan ist heute nur noch zum Teil erhalten. Die Ausbruchszentren und der östliche Wallbereich fehlen.

Entstehung[Bearbeiten]

Vor circa 225.000 Jahren traf aufsteigendes Magma auf Wasser und es kam zu einer Wasserdampfexplosion, einer phreatomagmatischen Eruption. Durch diese „explosive Maarphase“ entstand ein Maar-Vulkan mit einem Tuffring. Später kam es zu einer magmatischen Eruption. Magma stieg ungehindert zur Erdoberfläche auf und Lavafontänen bildeten den ersten Schlackenkegel. Nach einer Ruhephase stieg erneut Magma auf, jedoch nicht im bisherigen Kraterbereich. Entlang einer neu entstandenen Spalte kam es zu einem explosiven Ausbruch; die älteren Schichten wurden angehoben und Teile des alten Schlackenwalls brachen ab und kippten zur Seite. Dieser Vorgang kann heute in der Grube Nord nachvollzogen werden, wo sich die Überreste befinden. Eine weitere magmatische Eruption mit Lavafetzen und Lavafontänen folgte und hinterließ den mächtigen Schlackenwall der heutigen Grube Süd. Anschließend bildeten sich drei kleinere seitliche Schlackenkegel auf der südwestlichen Vulkanflanke, wahrscheinlich weil der Hauptschlot verstopft war. Zu diesem oder einem späteren Zeitpunkt rutschte die nordöstliche Flanke des Nastbergs ab und stürzte in den Krater hinein.

Gesteinsabbau[Bearbeiten]

Zur Gewinnung von Baumaterial wurde der Schlackenkegel im 20. Jahrhundert an mehreren Stellen ausgebeutet. Eine Vielzahl an Häusern in Andernach-Eich sind mit den Krotzen erbaut.

Nastberg heute[Bearbeiten]

Der Vulkan ist heute nur noch zum Teil erhalten. Die Ausbruchszentren und der östliche Wallbereich fehlen. Zwei Gruben, die Grube Nord und die Grube Süd, ermöglichen einen Blick in die Entstehungsgeschichte des Vulkans.

Der Nastberg ist ein Naturschutzgebiet und ein Landschaftsdenkmal im Vulkanpark im Landkreis Mayen-Koblenz der VULKANPARK GmbH. Ein Fußweg, auf dem circa 50 Höhenmeter überwunden werden müssen, führt entlang von Infotafeln hinauf auf den Gipfel mit Gipfelkreuz. Vom Gipfelplateau (317,4 m ü. NHN<ref>In topografischen Karten sind je nach Kartenmaßstab zwei unterschiedliche Höhenpunkte angegeben. Einer auf 50° 25′ 42″ N, 7° 20′ 41″ O

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  }} in 317,4 m ü. NHN (siehe DTK 1:25.000 farbig) und einer auf 50° 25′ 41″ N, 7° 20′ 41″ O
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   |name=Höhenpunkt auf dem Nastberg in 305,2 m ü. NHN
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  }} in 305,2 m ü. NHN (siehe DTK 1:5.000 farbig, jeweils DTK der Behörden der Vermessungs- und Katasterverwaltung; abgerufen am 6. Januar 2016.</ref>) reicht der Blick über das Neuwieder Becken hinaus bis in den Westerwald und Hunsrück.<ref>Peter Ippach, Fritz Mangartz, Holger Schaaff: Krater und Schlackenkegel (= Vulkanpark-Forschungen. Band 6). Verlag des Römisch-Germanischen Zentralmuseums, Mainz 2002, ISBN 3-88467-062-X.</ref>

Literatur[Bearbeiten]

  • Angelika Hunold: Das Erbe des Vulkans. Eine Reise in die Erd- und Technikgeschichte zwischen Eifel und Rhein. Verlag Schnell & Steiner, Regensburg 2011, ISBN 978-3-7954-2439-8, insbesondere S. 31–33.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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