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Natriumbismutat

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Kristallstruktur
Kristallstruktur von Natriumbismutat
Vorlage:Farbe Na+ 0 Vorlage:Farbe O2− 0 Vorlage:Farbe Bi5+
Raumgruppe

R3 (Nr. 148)Vorlage:Raumgruppe/148

Allgemeines
Name Natriumbismutat
Andere Namen
  • Natriumbismutoxid
  • Natriumtrioxobismutat(V)
Verhältnisformel NaBiO3
Kurzbeschreibung

gelbbrauner geruchloser Feststoff<ref name="Alfa" />

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer
EG-Nummer 235-455-6
ECHA-InfoCard 100.032.220
PubChem 4063671
ChemSpider 74877
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1492: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1492: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 279,97 g·mol−1
Aggregatzustand

fest<ref name="Alfa" />

Löslichkeit
  • nahezu unlöslich in kaltem Wasser<ref name="Alfa" />
  • Zersetzung in heißem Wasser<ref name="Alfa" />
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="Alfa">Datenblatt Sodium bismuth oxide, ACS, 80% min bei Alfa AesarVorlage:Abrufdatum (Seite nicht mehr abrufbar).</ref>
Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 302​‐​315​‐​319​‐​335
P: 261​‐​305+351+338​‐​302+352​‐​321​‐​405​‐​501<ref name="Alfa" />
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Natriumbismutat ist eine anorganische chemische Verbindung des Natriums aus der Gruppe der Bismutate.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]

Natriumbismutat kann durch Reaktion von Bismut(III)-oxid mit Natronlauge und Brom gewonnen werden.<ref name="brauer">Georg Brauer (Hrsg.), unter Mitarbeit von Marianne Baudler u. a.: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie. 3., umgearbeitete Auflage. Band I, Ferdinand Enke, Stuttgart 1975, ISBN 3-432-02328-6, S. 604.</ref>

<math>\mathrm{Bi_2 O_3 + 6 \ NaOH + 2 \ Br_2 \longrightarrow 2 \ NaBiO_3 + 4 \ NaBr + 3 \ H_2 O}</math>

Neben Brom können auch Natriumhypochlorit, Chlor oder Natriumpersulfat als Oxidationsmittel verwendet werden.<ref>R. Scholder, H. Stobbe: Über Bismutate. In: Zeitschrift für anorganische und allgemeine Chemie. Band 247, Nr. 4, 26. August 1941, S. 392–414, doi:10.1002/zaac.19412470404.</ref>

Eigenschaften[Bearbeiten]

Natriumbismutat ist ein gelbbrauner geruchloser hygroskopischer Feststoff, der unlöslich in kaltem Wasser ist. In heißem Wasser zersetzt er sich unter Bildung von Bismut(III)-oxid, Natriumhydroxid und Sauerstoff.<ref name="Alfa" />

<math>\mathrm{2 \ NaBiO_3 + H_2O \longrightarrow 2 \ NaOH + Bi_2O_3 + O_2}</math>

Die Verbindung liegt meist als Hydrat vor, wobei der Wassergehalt schwankend, im Allgemeinen 3,5 H2O, maximal 5 H2O pro Formeleinheit ist. Sie reagiert mit Säuren unter teilweiser Auflösung und Bildung von höheren Bismutoxiden. Sie oxidiert Mangan(II)-ionen in kalter Schwefelsäure zu Permanganat.<ref name="brauer" /> Natriumbismutat ist eine Verbindung vom Ilmenit-Typ und besitzt eine trigonale Kristallstruktur mit der Raumgruppe R3 (Raumgruppen-Nr. 148)Vorlage:Raumgruppe/148.<ref name="DOI10.1002/jrs.2496">Anderson Dias, Roberto L. Moreira: Crystal structure and phonon modes of ilmenite-type NaBiO3 investigated by Raman and infrared spectroscopies. In: Journal of Raman Spectroscopy. 41, 2010, S. 698–701, doi:10.1002/jrs.2496.</ref>

Wie alle Verbindungen des Bismuts ist auch Natriumbismutat in unerheblichem Ausmaß radioaktiv (spezifische Aktivität ca. 0,002 Bq/kg). Dies resultiert aus der sehr schwachen Radioaktivität des relevanten Bismut-Isotops 209Bi (äußerst langlebiges primordiales Radionuklid), welche derart gering ist, dass der Alphazerfall erst 2003 überhaupt nachgewiesen werden konnte.<ref>Bismuth breaks half-life record for alpha decay. In: physicsworld.com. 23. April 2003, abgerufen am 15. August 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Verwendung[Bearbeiten]

Natriumbismutat wird zum Test von Mangan in Eisen, Stahl und Erzen verwendet.<ref name="Alfa" /> Es wird auch zur Oxidation von Alkoholen, Phenolen und Olefinen eingesetzt.<ref name="Hisashi Yamamoto, Koichiro Oshima">Hisashi Yamamoto, Koichiro Oshima: Main Group Metals in Organic Synthesis. John Wiley & Sons, 2006, ISBN 978-3-527-60535-4, S. 372 ff. (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> Diese Anwendung wurde zuerst 1949 von Rigby berichtet.<ref name="Hitomi Suzuki, Naoki Komatsu, Takuji Ogawa, Toshihiro Murafuji, Tohru Ikegami, Yoshihiro Matano">Hitomi Suzuki, Naoki Komatsu, Takuji Ogawa, Toshihiro Murafuji, Tohru Ikegami, Yoshihiro Matano: Organobismuth Chemistry. Elsevier, 2001, ISBN 0-08-053815-0, S. 563 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />