Natriummetaborat
| Strukturformel | ||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Allgemeines | ||||||||||
| Name | Natriummetaborat | |||||||||
| Andere Namen |
Natriumdioxoborat | |||||||||
| Summenformel | NaBO2 | |||||||||
| Kurzbeschreibung |
weißer geruchloser Feststoff<ref name="GESTIS">Eintrag zu Natriummetaborat, wasserfrei in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref> | |||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | ||||||||||
| ||||||||||
| Eigenschaften | ||||||||||
| Molare Masse | 65,80 g·mol−1 | |||||||||
| Aggregatzustand |
fest<ref name="GESTIS" /> | |||||||||
| Dichte |
2,34<ref name="brauer" /> | |||||||||
| Schmelzpunkt |
965 °C<ref name="brauer" /> | |||||||||
| Siedepunkt |
1474 °C<ref name="Lax" /> | |||||||||
| Löslichkeit |
löslich in Wasser (480 g·l−1)<ref name="GESTIS" /> | |||||||||
| Sicherheitshinweise | ||||||||||
| ||||||||||
| Toxikologische Daten | ||||||||||
| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | ||||||||||
Natriummetaborat ist eine anorganische chemische Verbindung des Natriums aus der Gruppe der Borate.
Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]
Natriummetaborat kann durch Reaktion von Natriumcarbonat mit Borsäure gewonnen werden.<ref name="brauer">Georg Brauer (Hrsg.), unter Mitarbeit von Marianne Baudler u. a.: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie. 3., umgearbeitete Auflage. Band I, Ferdinand Enke, Stuttgart 1975, ISBN 3-432-02328-6, S. 809.</ref>
- <math>\mathrm{Na_2CO_3 + 2 \ H_3BO_3 \longrightarrow 2 \ NaBO_2 + CO_2 + 3 \ H_2O}</math>
Natriummetaborat kann auch durch Reaktion von Natriumhydroxid mit Natriumtetraborat gewonnen werden. Das Dihydrat entsteht durch Erhitzen einer Aufschlämmung des Tetrahydrates über 54 °C.<ref name="HSDB">Eintrag zu Sodium metaborate in der Hazardous Substances Data Bank (via PubChem)Vorlage:Abrufdatum</ref> Das Tetrahydrat wandelt sich bei 120 °C in das Anhydrat um.<ref name="Mary Eagleson">Mary Eagleson: Concise Encyclopedia Chemistry. Walter de Gruyter, 1994, ISBN 3-11-011451-8, S. 999 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>
Natriummetaborat entsteht auch bei der Reaktion von Wasser mit Natriumperborat.<ref>Endodontologie: Lehrbuch für Studium und Beruf; mit 46 Tabellen. Deutscher Ärzteverlag, 2011, ISBN 3-7691-3421-4, S. 457 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>
Eigenschaften[Bearbeiten]
Natriummetaborat ist ein weißer geruchloser Feststoff, der löslich in Wasser ist.<ref name="GESTIS" /> Er besitzt eine trigonale Kristallstruktur (a = 1192,5 pm, c = 643,9 pm)<ref name="brauer" /> mit der Raumgruppe R3c (Raumgruppen-Nr. 167).<ref name="Lax">Jean d’Ans, Ellen Lax, Roger Blachnik: Taschenbuch für Chemiker und Physiker. Springer DE, 1998, ISBN 3-642-58842-5, S. 602 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> Das bei Raumtemperatur stabile Dihydrat besitzt eine trikline Kristallstruktur.<ref name="DOI10.1021/ac60053a043">John Krc: Crystallographic Data. 44. Sodium Metaborate Dihydrate. In: Analytical Chemistry. 23, 1951, S. 806–806, doi:10.1021/ac60053a043.</ref>
Verwendung[Bearbeiten]
Natriummetaborat wird als Additiv für fotografische Entwickler, galvanische Bäder und Herbizide verwendet.<ref name="Mary Eagleson" />
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />