Zum Inhalt springen

Natriumnitrid

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Kristallstruktur
Kristallstruktur von Natriumnitrid
Vorlage:Farbe N3− 0 Vorlage:Farbe Na+
Allgemeines
Name Natriumnitrid
Andere Namen

Trinatriumnitrid

Verhältnisformel Na3N
Kurzbeschreibung

dunkelblauer Feststoff<ref name="Ralf Steudel" />

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 235-232-3
ECHA-InfoCard 100.032.017
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1492: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1492: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 82,98 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

1,84 g·cm−3<ref name="Das Periodensystem online">Das Periodensystem online: Eigenschaften von Natriumnitrid</ref>

Schmelzpunkt

87 °C (Zersetzung)<ref name="Das Periodensystem online" />

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung
keine Einstufung verfügbar<ref name="NV">Dieser Stoff wurde in Bezug auf seine Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.</ref>
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Natriumnitrid ist eine instabile anorganische chemische Verbindung des Natriums aus der Gruppe der Nitride.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]

Natriumnitrid kann durch thermische Zersetzung von Natriumazid oder Reaktion von Natriumazid mit Natrium gewonnen werden.<ref name="DOI10.1002/cber.19300630708">H. Wattenberg: Über zwei Bildungsweisen von Natriumnitrid und Kaliumnitrid. In: Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft (A and B Series). 63, 1930, S. 1667–1672, doi:10.1002/cber.19300630708.</ref>

Ebenfalls möglich ist die Herstellung durch Reaktion von Natrium mit Stickstoff in einer elektrischen Entladung.<ref name="Ralf Steudel">Ralf Steudel: Chemie der Nichtmetalle: Von Struktur und Bindung zur Anwendung. Walter de Gruyter, 2008, ISBN 3-11-021128-9, S. 310 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>

Eine neuere Synthese beschreibt die Darstellung in einer Vakuumkammer, in der atomares Natrium mit Stickstoff auf ein gekühltes Saphirsubstrat aufgebracht und anschließend auf Raumtemperatur erwärmt wird.<ref name="DOI10.1002" />

Eigenschaften[Bearbeiten]

Natriumnitrid ist ein dunkelblauer Feststoff.<ref name="Ralf Steudel" /> Er ist extrem instabil und zersetzt sich bei leichter Erwärmung in seine Elemente.<ref name="PETER URBEN">Peter Urben: Bretherick's Handbook of Reactive Chemical Hazards: 2-Volume Set. Academic Press, 2006, ISBN 0-08-052340-4, S. 1863 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> Seine Kristallstruktur kann dem anti-Rhenium(VI)-oxid-Typ zugeordnet werden und zeichnet sich durch eine extrem niedrige Raumerfüllung aus.<ref name="DOI10.1002">Rainer Niewa: Na3N – ein origineller Syntheseweg für ein lange gesuchtes binäres Nitrid. In: Angewandte Chemie. 114, 2002, S. 1777–1778, doi:10.1002/1521-3757(20020517)114:10<1777::AID-ANGE1777>3.0.CO;2-Z.</ref>

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />