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Natriumselenid

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Strukturformel
Struktur von Natriumselenid
Vorlage:Farbe Se2− 0 Vorlage:Farbe Na+
Allgemeines
Name Natriumselenid
Andere Namen
  • Natrium(I)-selenid
  • Natriummonoselenid
  • Selennatrium
Summenformel Na2Se
Kurzbeschreibung

graues bis pinkes Pulver mit unangenehmem Geruch<ref name="GESTIS">Eintrag zu Natriumselenid in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref>

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 215-212-0
ECHA-InfoCard 100.013.830
PubChem 73973
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1492: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1492: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 124,94 g·mol−1
Aggregatzustand

fest<ref name="GESTIS" />

Dichte

2,625 g·cm−3<ref name="GESTIS" />

Schmelzpunkt

875 °C<ref name="GESTIS" />

Löslichkeit
  • zersetzt sich in lufthaltigem Wasser<ref name="GESTIS" />
  • nahezu unlöslich in Ammoniak<ref name="Jean D'Ans, Ellen Lax" />
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),<ref name="CLP_100.240.771">Nicht explizit in Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP) gelistet, fällt aber mit der angegebenen Kennzeichnung unter den Gruppeneintrag Selenverbindungen mit Ausnahme von Cadmiumsulfoselenid, soweit in diesem Anhang nicht gesondert aufgeführt in der Datenbank ECHA CHEM der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA)Vorlage:Abrufdatum Hersteller bzw. Inverkehrbringer können die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung erweitern.</ref> ggf. erweitert<ref name="GESTIS" />
Gefahrensymbol Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 301​‐​331​‐​373​‐​410
P: 264​‐​301+310​‐​304+340​‐​311​‐​403+233​‐​260<ref name="GESTIS" />
Toxikologische Daten

13,19 mg·kg−1 (LD50, Ratte, oral)<ref name="GESTIS" />

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Natriumselenid ist eine anorganische chemische Verbindung des Natriums aus der Gruppe der Selenide.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]

Natriumselenid kann durch Reaktion von Natrium mit Selen in Ammoniak gewonnen werden.<ref>Georg Brauer (Hrsg.): Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie 3. Ausgabe, Band 1, Ferdinand Enke Verlag Stuttgart 1975, S. 415.</ref>

<math>\mathrm{2 \ Na + Se \longrightarrow Na_2Se}</math>

Bei einem Überschuss an Selen entstehen auch Natriumdiselenid Na2Se2, Natriumtriselenid Na2Se3, Natriumtetraselenid Na2Se4 und Natriumhexaselenid Na2Se6, welche graue und an feuchter Luft instabile Feststoffe darstellen.<ref name="J. Newton Friend"></ref><ref name="Christos D. Malliakas">Christos D. Malliakas: Charge Density Waves and Structural Modulations in Polytelluride Compounds. ProQuest, 2008, ISBN 978-0-549-61737-2, S. 5 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>

Bei der Reaktion von Selen mit Hydrazin und Natriumhydroxid entsteht Natriumdiselenid, welches mit Natriumdithionit zu Natriumselenid reduziert werden kann.<ref name="Thomas Wirth">Thomas Wirth: Organoselenium Chemistry: Modern Developments in Organic Synthesis. Springer, 2000, ISBN 3-540-66516-1, S. 60 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>

<math>\mathrm{4 \ Se + N_2H_4 + 4 \ NaOH \longrightarrow 2 \ Na_2Se_2 + 4 \ H_2O + N_2}</math>
<math>\mathrm{Na_2Se_2 + Na_2S_2O_4 + 4 \ NaOH \longrightarrow 2 \ Na_2Se + 2 \ NaSO_3 + 2 \ H_2O}</math>

Eigenschaften[Bearbeiten]

Natriumselenid ist ein hygroskopisches graues bis pinkes Pulver mit unangenehmem Geruch, das sich in Wasser zersetzt.<ref name="GESTIS" />

<math>\mathrm{Na_2Se + H_2O \longrightarrow NaHSe + NaOH}</math>

In Reinform ist es weiß und löslich in Wasser, zerfließt aber an Luft unter Rotfärbung durch Selenabscheidung und Bildung von Polyseleniden. Es hat eine kubische Kristallstruktur (vom anti-Calciumfluorid-Typ<ref name="Will Kleber, Joachim Bohm">Will Kleber, Joachim Bohm: Einführung in die Kristallographie. Oldenbourg Verlag, 1998, ISBN 3-486-27319-1, S. 142 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>) mit der Raumgruppe Fm3m (Raumgruppen-Nr. 225)Vorlage:Raumgruppe/225.<ref name="Jean D'Ans, Ellen Lax">Jean D'Ans, Ellen Lax: Taschenbuch für Chemiker und Physiker. Springer DE, 1997, ISBN 3-540-60035-3, S. 626 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> Von der Verbindung sind auch vier Hydrate bekannt.<ref name="J. Newton Friend" />

Mit Chlorwasserstoff reagiert es zu Selenwasserstoff.<ref name="G. Singh">G. Singh: Chemistry Of Lanthanides And Actinides. Discovery Publishing House, 2007, ISBN 978-81-8356-241-6, S. 250 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>

<math>\mathrm{Na_2Se + 2 \ HCl \longrightarrow 2 \ NaCl + H_2Se}</math>

Verwendung[Bearbeiten]

Natriumselenid kann für organische Synthesen verwendet werden.<ref name="Thomas G. Back">Thomas G. Back: Organoselenium Chemistry: A Practical Approach. Oxford University Press, 1999, ISBN 0-19-850141-2, S. 116 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />