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Natriumtartrat

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Strukturformel
Dinatriumsalz der L-Weinsäure
L-(+)-Dinatriumtartrat
Allgemeines
Name Natriumtartrat
Andere Namen
Summenformel C4H4Na2O6
Kurzbeschreibung

farblose rhombische Kristalle (Dihydrat)<ref name="Roempp">Eintrag zu Natriumtartrat. In: Römpp Online. Georg Thieme VerlagVorlage:Abrufdatum</ref>

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN (Racemat)
PubChem 13355
ChemSpider 12786
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1492: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1492: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Arzneistoffangaben
ATC-Code

A06AD21

Eigenschaften
Molare Masse 194,08 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

1,81 g·cm−3 (Dihydrat)<ref name="Roempp" />

Schmelzpunkt

150 °C (Dihydrat)<ref name="Roempp" />

Löslichkeit

gut in Wasser (330 g·l−1 bei 25 °C für L-(+)-Dinatriumtartrat)<ref name="George W.A Milne">George W.A Milne: Drugs: Synonyms and Properties Synonyms and Properties. Routledge, 2018, ISBN 978-1-351-78989-9 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>

Sicherheitshinweise
Bitte die Befreiung von der Kennzeichnungspflicht für Arzneimittel, Medizinprodukte, Kosmetika, Lebensmittel und Futtermittel beachten
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="Sigma">Datenblatt Sodium L-tartrate dibasic dihydrate bei Sigma-AldrichVorlage:Abrufdatum (PDF).</ref>
keine GHS-Piktogramme

H- und P-Sätze H: keine H-Sätze
P: keine P-Sätze<ref name="Sigma" />
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Natriumtartrat ist ein Natriumsalz der Weinsäure mit der Summenformel C4H4O6Na2. Es kommt in gebundener Form in vielen Früchten vor.

Isomere[Bearbeiten]

Wie Weinsäure verfügt auch Natriumtartrat über zwei Stereozentren. Je nach der Konfiguration dieser Zentren liegt D-(−)-Natriumtartrat [Synonym: (2S,3S)-Natriumtartrat], L-(+)-Natriumtartrat [Synonym: (2R,3R)-Natriumtartrat] oder das optisch inaktive meso-Natriumtartrat vor. In der meso-Form ist eines der Stereozentren (R)- das andere (S)-konfiguriert. „Natriumtartrat“ ohne nähere Bezeichnung bezieht sich meist auf L-(+)-Natriumtartrat.

Isomere von Natriumtartrat
Name L-(+)-Natriumtartrat D-(–)-Natriumtartrat meso-Natriumtartrat
Strukturformel Datei:Disodium-L-Tartrate V1.svg Datei:Disodium-D-Tartrate V1.svg Datei:Disodium-meso-Tartrate V1.svg
Andere Namen Dinatriumsalz der (2R,3R)-Weinsäure Dinatriumsalz der (2S,3S)-Weinsäure Dinatriumsalz der meso-Weinsäure
Dinatriumsalz der (2R,3S)-Weinsäure

Dinatriumsalz der (2S,3R)-Weinsäure

CAS-Nummer Vorlage:CASRN (Anhydrat)
Vorlage:CASRN (Dihydrat)
Vorlage:CASRN (Anhydrat)
Vorlage:CASRN (Dihydrat)
Vorlage:CASRN
Vorlage:CASRN (Racemat)
? (Isomerengemisch)
EG-Nummer 212-773-3 (Anhydrat)
612-074-7 (Dihydrat)
244-213-9 (Anhydrat) 224-817-9
ECHA-Infocard Vorlage:ECHA (Anhydrat)
Vorlage:ECHA (Dihydrat)
Vorlage:ECHA (Anhydrat) Vorlage:ECHA
PubChem 162637 (Anhydrat)
12598458 (Dihydrat)
159905 (Anhydrat) 165240
13355 (Isomerengemisch)
Wikidata Q27132338 (Anhydrat)
Q27276410 (Dihydrat)
Q27282569 (Anhydrat) Q27266651
Q283499 (Isomerengemisch)

Darstellung und Gewinnung[Bearbeiten]

Natriumtartrat wird in der Regel aus natürlicher Weinsäure hergestellt, die ihrerseits aus Weinstein aus Weinrückständen gewonnen wird, der zuerst mit Kalkmilch und dann mit Schwefelsäure versetzt wird.

Verwendung[Bearbeiten]

Datei:Di-Natriumtartrat Dihydrat.jpg
Natriumtartrat-Dihydrat

Da in kristallinem Natriumtartrat eine definierte Menge Kristallwasser gebunden ist, ist es ein verbreiteter primärer Standard für das Karl-Fischer-Verfahren, ein verbreitetes Verfahren zur quantitativen Wasserbestimmung durch Titration.

Das Natriumtartrat und das Natriumhydrogentartrat der (natürlichen) L-(+)-Weinsäure werden als Backtriebmittel, als Säuerungsmittel oder Säureregulator und auch als Ersatz für Kochsalz verwendet. Aufgrund der Eigenschaft von Tartraten, mit Eisen- und Schwermetallionen stabile Komplexe zu bilden, unterstützen sie die Wirkung von Antioxidationsmitteln und werden so auch als Komplexbildner eingesetzt. Es ist in der EU als Lebensmittelzusatzstoff der Nummer E 335 mit einer erlaubten Tagesdosis von 30 mg pro Kilogramm Körpergewicht zugelassen und gilt dann als unbedenklich.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />