Zum Inhalt springen

Nectandra

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Die Seite Vorlage:Taxobox/styles.css hat keinen Inhalt.

Nectandra
Datei:Nectandra saligna.jpg

Nectandra angustifolia in Argentinien

Systematik
Unterabteilung: Samenpflanzen (Spermatophytina)
Klasse: Bedecktsamer (Magnoliopsida)
Magnoliids
Ordnung: Lorbeerartige (Laurales)
Familie: Lorbeergewächse (Lauraceae)
Gattung: Nectandra
Wissenschaftlicher Name
Nectandra
Rol. ex Rottb.

Nectandra ist eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Lorbeergewächse (Lauraceae). Die etwa 117 Arten sind in der Neotropis weitverbreitet.<ref name="Rohwer2012" />

Beschreibung[Bearbeiten]

Datei:Flores de Nectandra angustifolia.jpg
Blüten von Nectandra angustifolia
Datei:Flickr - João de Deus Medeiros - Nectandra cissiflora (2).jpg
Borke von Nectandra cissiflora
Datei:Flickr - João de Deus Medeiros - Nectandra cissiflora (3).jpg
Zweig mit einfachen Laubblättern von Nectandra cissiflora
Datei:Nectandra coriacea.jpg
Blüten im Detail von Nectandra coriacea
Datei:Nectandra lineata 5zz.jpg
Nectandra lineata
Datei:Flore médicale des Antilles, ou, Traité des plantes usuelles (Pl. 213) (8182113578).jpg
Illustration aus Flore médicale des Antilles, ou, Traité des plantes usuelles, Tafel 213 von Nectandra pichurim
Datei:Laurus pichurim Ypey87.jpg
Illustration von Nectandra pichurim
Datei:Nectandra puberula - Jardim Botânico de São Paulo - IMG 0277.jpg
Steinkerne von Nectandra puberula
Datei:Nectandra umbrosa (Lauraceae) (6555856283).jpg
Nectandra umbrosa

Erscheinungsbild und Laubblätter[Bearbeiten]

Nectandra-Arten sind immergrüne Sträucher oder Bäume. Die dunkel rötlich-braune, braune oder graue Borke besitzt kleine, warzenähnliche Lentizellen.<ref name="FoNA1997" />

Die meist wechselständig, selten fast gegenständig an den Zweigen angeordneten Laubblätter sind meist in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die einfachen, pergamentartigen oder ledrigen Blattspreiten sind fiedernervig. Die Blattflächen sind unterschiedlich behaart. Es sind keine Domatien vorhanden.<ref name="FoNA1997" /><ref name="FoPanama" />

Blütenstände, Blüten und Früchte[Bearbeiten]

In seiten- und/oder fast endständigen, meist rispigen Blütenständen sind meist viele Blüten zusammengefasst.<ref name="FoNA1997" /> Es sind Blütenstiele vorhanden.<ref name="FoPanama" />

Die zwittrigen Blüten sind dreizählig mit doppelter Blütenhülle. Die Blütenhüllblätter beider Kreise sind gleich oder die des äußeren Kreises sind größer. Die Blütenhüllblätter können verwachsen sein. Die fleischigen Blütenhüllblätter sind während der Anthese zurückgebogen oder ausgebreitet und fallen danach meist ab. Grundsätzlich sind drei Kreise mit je drei Staubblättern vorhanden. Die Staubblätter der beiden äußeren Kreise sind fleischig, papillös und oft kronblattartig. die des inneren Kreises sind quadratisch oder zu kleinen, Staminodien reduziert oder können sogar fehlen. Die Staubbeutel sind sitzend oder es sind Staubfäden vorhanden. Der meist kahle Fruchtknoten ist ei- oder fast kugelförmig, selten ellipsoid. Der meist kurze Griffel endet einer auffälligen, fast kopfigen oder scheibenförmigen, selten dreieckigen oder dreieckig-schildförmigen Narbe.<ref name="FoPanama" />

Der vergrößerte Fruchtstiel geht in einen mehr oder weniger hohen Fruchtbecher über, der einen glatten Rand besitzt oder manchmal durch Reste der Blütenhüllblätter gelappt ist. Auf dem Fruchtbecher sitzt die Steinfrucht. Die meist ellipsoiden oder fast kugeligen, manchmal länglichen oder verkehrt-eiförmigen Steinfrüchte sind bei Reife blau bis schwarz.<ref name="FoNA1997" /><ref name="FoPanama" />

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]

Die Gattung Nectandra wurde 1776 durch Christen Friis Rottbøll in Descriptionis Rariorum Plantarum, Seite 11 aufgestellt. Rottbøll übernahm den Namen von Daniel Rolander. Typusart ist Nectandra sanguinea Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Rol. ex Rottb.<ref name="TypusHerbar" /><ref name="TypusDiskussion" />.<ref name="Tropicos" /> Der Name Nectandra Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Rol. ex Rottb. nom. cons. wurde nach den Regeln der ICBN konserviert (Vienna ICBN Art. 14.10 & App. III) gegenüber dem früher veröffentlichten Homonym (Vienna ICBN Art. 53) Nectandra Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.P.J.Bergius nom. rej.; ein Name, der von Peter Jonas Bergius in Descriptiones Plantarum ex Capite Bonae Spei, …, 1767, Seite 131 veröffentlicht wurde.<ref name="GRIN" /> Der Gattungsname Nectandra leitet sich aus dem lateinischen Wort nectar vom griechischen nektar für „Nektar“ und vom griechischen Wort andro für „männlich“ ab.<ref name="FoNA1997" />

Die etwa 175 Nectandra-Arten sind in der Neotropis weitverbreitet. In Südamerika kommen etwa 125 Arten vor, von Florida über Mexiko bis Zentralamerika gibt es etwa 34 Arten und auf den Karibischen Inseln sind etwa 15 Arten beheimatet. In Panama gibt es etwa 18 Arten.<ref name="FoPanama" /> Etwa 30 Arten kommen in Ecuador vor. In Florida ist nur eine Art (Nectandra coriacea) heimisch.

Es gibt bei Rohwer 1993 etwa 114 bis Rohwer 2012 etwa 117<ref name="Rohwer2012" /> oder Flora of Panama 2012 etwa 175<ref name="FoPanama" /> Arten in der Gattung Nectandra (Auswahl):<ref name="Grandtner2013" />

Nutzung[Bearbeiten]

Einige Arten liefern gutes Holz für örtliche Tischlereien und als Bauholz.<ref name="FoPanama" />

Quellen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Jens G. Rohwer: Lauraceae: Nectandra. In: Flora Neotropica, Volume 60, 332 Seiten, The New York Botanical Garden, New York, 1993, ISBN 978-0-89327-373-6.
  • Henk van der Werff: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico, Volume 3: Magnoliidae and Hamamelidae, Oxford University Press, New York und Oxford, 1997, ISBN 0-19-511246-6. Nectandra – textgleich online wie gedrucktes Werk. (Abschnitte Beschreibung und Systematik)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="Tropicos"> Nectandra bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="FoNA1997"> Henk van der Werff: Lauraceae. In: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico, Volume 3: Magnoliidae and Hamamelidae, Oxford University Press, New York und Oxford, 1997, ISBN 0-19-511246-6. Nectandra – textgleich online wie gedrucktes Werk. </ref> <ref name="FoPanama"> Caroline K. Allen, 2012: Nectandra bei Tropicos.org. In: Flora of Panama (WFO). Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="TypusHerbar">Typusmaterial von Nectandra sanguinea Herbarbeleg hinterlegt im US National Herbarium. </ref> <ref name="TypusDiskussion"> Pedro Luís Rodrigues De Moraes, James Dobreff, Lars Gunnar Reinhammar & Olof Ryding: Current Taxonomic Status of Daniel Rolander's Species Published by Rottbøll in 1776. In: Harvard Papers in Botany, Volume 15, Issue 1, 2010, S. 179–188: Volltext-PDF. </ref> <ref name="Grandtner2013"> M. M. Grandtner & Julien Chevrette: South America: Nomenclature, Taxonomy and Ecology. In: Dictionary of Trees. Volume 2. Academic Press, 2013, ISBN 978-0-12-396490-8 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.). </ref> <ref name="Rohwer2012"> Jens G. Rohwer: Nectandra ovatocaudata, a New Species of Lauraceae from Cajamarca, Peru. In: Novon: A Journal for Botanical Nomenclature, Volume 22, Issue 2, 2012, S. 220–222: doi:10.3417/2011099 </ref> </references>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Nectandra – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Vorlage:Hinweis Seiten-Koordinaten