Negus
Vorlage:Ethi
Nǝguśä Nägäśt Tewodros zäʾItyop̣ya
Negus ist im Altäthiopischen und Amharischen der Titel für einen königlichen Herrscher. Zu unterscheiden sind einerseits das einfache Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden. (‚König‘) und verwandte Bezeichnungen, andererseits die Fügung Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden. (‚König der Könige‘). In vokalisierter Form sind beide Titel erstmals für die Zeit des aksumitischen Königs Ezana im 4. Jahrhundert inschriftlich nachweisbar.
Etymologie[Bearbeiten]
Die unvokalisierte Wurzel ngś ist bereits für das 3. Jahrhundert belegt. Ihre ursprüngliche Bedeutung könnte mit dem Eintreiben von Abgaben in Verbindung stehen (vgl. auch hebräisch Vorlage:Hebr, Vorlage:Bibel/Link). Aus der unvokalisierten entstanden zwei vokalisierte Formen: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden. und Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden., beide mit dem Plural Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden. (bzw. Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden. mit zusätzlichem externen Plural). Der Unterschied zwischen den beiden Varianten ist nicht völlig geklärt; möglicherweise ist nägaśi älter und nǝguś jünger, möglicherweise war nägaśi eher hochsprachlich (vgl. Vorlage:Bibel/Link)<ref>1 Regum 10 auf tau.ac.il (amharisch)</ref>, nǝguś eher volkstümlich.<ref>Francis Breyer: Das Wort für König im aksumitischen Altäthiopisch, in: Folia orientalia 49 (2012), S. 87–99</ref>
Nǝguś[Bearbeiten]
Nǝguś meint einen königlichen Herrscher, auch den Herrscher (Kaiser) von Äthiopien (Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden.). Unter ihm gab es weitere Herrscher mit diesem Titel, beispielsweise in Goǧǧam oder den Vorlage:Ethi (‚König des Meeres‘) am Roten Meer. Der Titel wurde auch von anderen Völkern übernommen (z. B. Gurage: nugs). Erstmals im englischen Sprachraum erwähnt wurde er 1594.<ref>Merriam-Webster Dictionary</ref> Die letzten Verleihungen erfolgten durch Yoḥannǝs IV. 1881 an Ras Adal, nun Täklä Haymanot (von Goǧǧam und zunächst auch Käfa),<ref name="two kings">Bairu Tafla: Two of the last provincial kings of Ethiopia, in: Journal of Ethiopian studies 11 (1973), S. 29–55</ref> durch Iyasu V. 1914 an seinen Vater Ras Mikaʾel (von Wällo und Tǝgray),<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> durch Zäwditu 1917 an Ras Wäldä Giyorgis (von Gondär)<ref name="two kings" /> und schließlich 1928 an Ras Täfäri (ohne Provinzangabe).
Nǝguśä Nägäśt[Bearbeiten]
Der Titel Nǝguśä Nägäśt für den Herrscher des äthiopischen Reiches bedeutet König der Könige bzw. elativisch Großkönig und ist so mit Titeln zahlreicher anderer Sprachen vergleichbar. Eine gleichwertige Bezeichnung war Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden., regelmäßig gefolgt vom Namen (belegt seit der aksumitischen Spätzeit). Die Anrede lautete Vorlage:Ethi oder Vorlage:Ethi (‚Majestät‘). Das weibliche Pendant (für eine Herrscherin aus eigenem Recht wie Zäwditu) war Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden. (‚Königin der Könige‘); die Kaisergemahlin trug traditionell den Titel Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden.. Haylä Sǝllase setzt Nǝguśä Nägäśt in der Verfassung von 1931 mit Empereur (Kaiser) gleich.
Trivia[Bearbeiten]
In Star Trek: Deep Space Nine trägt das Oberhaupt der Ferengi den Titel Großer Nagus. Ein Negus hat oft auch einen Pferdenamen als zusätzlichen Adelstitel. In manchem Fall ist der Pferdename der einzige bekannte Name eines Herrschers.
Literatur[Bearbeiten]
- Gianfranco Fiaccadori: Nǝguś, in: Encyclopaedia Aethiopica. Bd. 3 (2007), S. 1162–1166.
Siehe auch[Bearbeiten]
Weblinks[Bearbeiten]
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Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />