Neisseria
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Neisseria gonorrhoeae | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Neisseria | ||||||||||||
| Trevisan 1885 |
Bei den Bakterien der Gattung Neisseria handelt es sich um eine Gruppe gramnegativer Bakterien der Familie Neisseriaceae. Benannt wurden sie nach dem Bakteriologen Albert Neisser, der den Erreger des Trippers, Neisseria gonorrhoeae, entdeckt hat. Die Neisseria-Arten kommen als Diplokokken vor, also als Paare kugeliger Bakterienzellen; unter ihnen sind mindestens vier Arten von besonderer medizinischer Relevanz für den Menschen.
Artenliste[Bearbeiten]
Die folgende Liste ist eine Auswahl der Neisseria-Arten gemäß LPSN (Stand 18. August 2026).<ref name="LPSN">LPSN: Genus Neisseria Trevisan 1885 (Approved Lists 1980). Die Bezeichner bedeutsamer Arten sind fett wiedergegeben.</ref>
- Neisseria animalis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Berger 1960 (Approved Lists 1980)
- Neisseria animaloris Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Vandamme et al. 2006
- Neisseria arctica Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Hansen et al. 2017
- Neisseria bacilliformis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Han et al. 2006
- Neisseria canis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Berger 1962 (Approved Lists 1980)
- Neisseria cinerea Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(von Lingelsheim 1906) Murray 1939 (Approved Lists 1980)
- Neisseria dentiae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Sneath & Barrett 1997
- Neisseria dumasiana Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Wroblewski et al. 2017
- Neisseria elongata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Bøvre & Holten 1970 (Approved Lists 1980)
- Neisseria flavescens Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Branham 1930 (Approved Lists 1980) (s. u.)
- Neisseria gonorrhoeae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Zopf 1885) Trevisan 1885 (Approved Lists 1980) (Typusart, s. u.)
- Neisseria leonii Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Boutroux et al.
- Neisseria macacae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Vedros et al. 1983
- Neisseria meningitidis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Albrecht & Ghon 1901) Murray 1929 (Approved Lists 1980) (s. u.)
- Neisseria montereyensis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Volokhov et al. 2023
- Neisseria mucosa Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Véron et al. 1959 (Approved Lists 1980)
- Neisseria musculi Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Weyand et al. 2016
- Neisseria oralis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Wolfgang et al. 2013
- Neisseria sicca Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(von Lingelsheim 1908) Bergey et al. 1923 (s. u.)
Medizinisch bedeutsame Arten[Bearbeiten]
Neisseria gonorrhoeae[Bearbeiten]
Die Bakterien Neisseria gonorrhoeae, auch bekannt als Gonokokken, stellen die Erreger des Trippers (auch als Gonorrhoe bezeichnet) dar, einer der bekanntesten Erkrankungen aus der Gruppe der sexuell übertragbaren Krankheiten.
Neisseria meningitidis[Bearbeiten]
Neisseria meningitidis ist einer der häufigsten Erreger der eitrigen Hirnhautentzündung. Normalerweise leben die auch als Meningokokken bekannten Bakterien im Nasen- und Rachenraum des Menschen, wobei die Anzahl der Bakterien meistens relativ hoch ist. Die Übertragung findet durch Tröpfcheninfektion statt, und die Bakterien sind in der Regel sehr anfällig auf Antibiotika-Behandlungen. Das Genom dieses Bakteriums ist seit 2001 sequenziert.
Neisseria flavescens[Bearbeiten]
Neisseria flavescens fällt vor allem durch die goldgelbe Färbung der Kolonien auf. Die Bakterien leben in den Schleimhäuten der oberen Luftwege. Ihre Rolle als Krankheitserreger ist bislang ungeklärt, sie wurden allerdings bei unterschiedlichen Entzündungen gefunden.
Neisseria sicca[Bearbeiten]
Neisseria sicca lebt ebenfalls in den Schleimhäuten der oberen Luftwege. Auch die Rolle dieser Bakterien als Krankheitserreger ist bislang ungeklärt, eventuell stehen sie mit einigen Fällen von Hirnhautentzündung im Zusammenhang.
Literatur[Bearbeiten]
- Stichwörter „Neisseria“, „Neisseria flavescens“, „Neisseria gonorrhoeae“, „Neisseria meningitidis“ und „Neisseria sicca“ in Pschyrembel Medizinisches Wörterbuch. 257. Auflage, Walter de Gruyter, Berlin 1993; Seite 1044.
- Nicholas Noinaj, Nicole C. Easley, Muse Oke, Naoko Mizuno, James Gumbart, Evzen Boura, Ashley N. Steere, Qlga Zak, Philip Aisen, Emad Tajkhorshid, Robert W. Evans, Andrew R. Gorringe, Anne B. Mason, Alasdair C. Steven, Susan K. Buchanan: Structural basis for iron piracy by pathogenic Neisseria. In: Nature, Band 483, Nummer 7387, März 2012, S. 53–58, ISSN 1476-4687; doi:10.1038/nature10823, PMC 3292680 (freier Volltext), PMID 22327295, Epub 12. Februar 2012 (englisch).
- Joanna E. L'Heureux, Anne Corbett, Clive Ballard, David Vauzour, Byron Creese, Paul G. Winyard, Andrew M. Jones, Anni Vanhatalo: Oral microbiome and nitric oxide biomarkers in older people with mild cognitive impairment and APOE4 genotype. In: PNAS Nexus, Band 4, Nr. 1, 28. Januar 2025, S. pgae543; doi:10.1093/pnasnexus/pgae543 (englisch). Dazu:
- Orale Ursache? Mikroben im Mund könnten Demenz bremsen. Auf: n-tv.de vom 30. Januar 2025.
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />