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Neolamprologus

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Neolamprologus
Datei:Lepidiolamprologus cunningtoni (Worclaw zoo)-1.JPG

Neolamprologus cunningtoni

Systematik
Ovalentaria
Ordnung: Buntbarschartige (Cichliformes)
Familie: Buntbarsche (Cichlidae)
Unterfamilie: Pseudocrenilabrinae
Tribus: Lamprologini
Gattung: Neolamprologus
Wissenschaftlicher Name
Neolamprologus
Colombé & Allgayer, 1985

Neolamprologus (Gr.: „neos“ = neu, also neuer Lamprologus) ist eine Gattung von Fischen aus der Familie der Buntbarsche. Alle Arten der Gattung leben endemisch im Tanganjikasee in Ostafrika. Mit fast 60 Arten ist die Gattung die bei weitem artenreichste in der Tribus Lamprologini. Untersuchungen der DNA haben gezeigt, dass die Gattung polyphyletisch ist.<ref name="Day et al 2007" />

Datei:Neolamprologus cylindricus.jpg
Neolamprologus cylindricus
Datei:N.gracillis.JPG
Neolamprologus gracilis
Datei:Neolamprologus longior.jpg
Neolamprologus longior
Datei:Neolamprologus multifasciatus.jpg
Neolamprologus multifasciatus
Datei:Neolamprologus olivaceous.jpg
Neolamprologus olivaceous
Datei:Neolamprologus brichardi young.jpg
Neolamprologus pulcher
Datei:Neolamprologus tretocephalus.jpg
Neolamprologus tretocephalus

Merkmale[Bearbeiten]

Neolamprologus-Arten haben einen gestreckten, bei manchen Arten auch sehr langgestreckten Körper, der mehr oder weniger seitlich stark abgeflacht ist. Die Zähne sind konisch und in Reihen angeordnet. Auf dem Zwischenkieferbein (Prämaxillare) finden sich 6 bis 12 Fangzähne. Die Maximalgrößen der verschiedenen Arten liegt zwischen 4 und 20 Zentimetern, die meisten Arten bleiben aber kleiner als 12 Zentimeter. Männchen werden oft größer als die Weibchen, deren Geschlechtspapillen aber deutlich größer sind als die der Männchen.

Alle Neolamprologus-Arten sind Höhlenbrüter. Zur Fortpflanzung leben sie paarweise oder die Männchen sammeln einen Harem um sich.

Systematik[Bearbeiten]

Die Gattung Neolamprologus wurde im Jahr 1985 durch den französischen Ichthyologen Robert Allgayer und seinen Kollegen José Colombé eingeführt, mit Neolamprologus tetracanthus als Typusart.<ref name="Colombé & Allgayer" /> Bis 2014 wurden über 40 weitere Arten der Gattung zugeordnet. Aber schon 2007 zeigten Untersuchungen der mitochondrialen DNA, dass die Gattung nicht monophyletisch ist.<ref name="Day et al 2007" /> Neolamprologus-Arten sind vielmehr in fast allen Kladen der Tribus Lamprologini zu finden. Um wenigstens die Gattung Lamprologus monophyletisch zu machen, wurde sie Mitte 2025 auf die Arten des Kongobeckens beschränkt und alle Lamprologus-Arten des Tanganjikasees wurden in die Gattung Neolamprologus verschoben, die damit mehr als 60 Arten umfasst. Neolamprologus tetracanthus bildet mit seinen engsten Verwandten (z. B. N. christyi, N. cunningtoni, N. modestus, N. mondabu) die Schwestergruppe zur Gattung Lamprologus.<ref name="Alda et al 2025" />

Arten[Bearbeiten]

Das folgende, vereinfachte Kladogramm der Tribus Lamprologini zeigt die Polyphilie der Gattung Neolamprologus:<ref name="Alda et al 2025" />

 Lamprologini 
 “non ossified group” 







Lamprologus


   

Neolamprologus tetracanthus (Typusart), N. christyi, N. cunningtoni, N. modestus, N. mondabu


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Telmatochromis


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N. brichardi, N. crassus, N. falcicula, N. marunguensis, N. savoryi


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N. buescheri, N. cylindricus, N. leleupi, N. mustax, N. obscurus, N. prochilus


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Julidochromis


   

Neolamprologus furcifer


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Neolamprologus nigriventris


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Variabilichromis moorii


   

Neolamprologus toae


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Neolamprologus sexfasciatus


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 “ossified group” 





Lepidiolamprologus


   

Neolamprologus laparogramma, N. signatus


   

Neolamprologus lemairii


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Altolamprologus


   

Neolamprologus meleagris


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Neolamprologus callipterus


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Neolamprologus multifasciatus


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Neolamprologus ocellatus


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Neolamprologus brevis


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Aquaristik[Bearbeiten]

Einige Arten sind beliebte Aquarienfische, so zum Beispiel Neolamprologus multifasciatus, Neolamprologus leleupi und Neolamprologus pulcher.

Literatur[Bearbeiten]

  • Georg Zurlo: Neolamprologus. In: Claus Schaefer, Torsten Schröer (Hrsg.): Das große Lexikon der Aquaristik. Eugen Ulmer, Stuttgart 2004, ISBN 3-8001-7497-9, S. 691–702.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="Alda et al 2025"> Fernando Alda, S Elizabeth Alter, Naoko P Kurata, Prosanta Chakrabarty, Melanie L J Stiassny: Phylogenomic and Population Genomic Analyses of Ultraconserved Elements Reveal Deep Coalescence and Introgression Shaped Diversification Patterns in Lamprologine Cichlids of the Congo River. Systematic Biology, Mai 2025, doi: 10.1093/sysbio/syaf032</ref> <ref name="Colombé & Allgayer"> J. Colombé & Allgayer, R. 1985: Description de Variabilichromis, Neolamprologus et Paleolamprologus genres nouveaux du Lac Tanganyika, avec redescription des genres Lamprologus Schilthuis, 1891 et Lepidiolamprologus Pellegrin, 1904. Revue française des cichlidophiles, No. 49: 9–28.</ref> <ref name="Day et al 2007"> Julia J. Day, Simona Santini & Jaime Garcia-Moreno: Phylogenetic relationships of the Lake Tanganyika cichlid tribe Lamprologini: The story from mitochondrial DNA. Molecular Phylogenetics and Evolution, Volume 45, Issue 2, November 2007, Pages 629–642 DOI: 10.1016/j.ympev.2007.02.025</ref> <ref name="Takahashi etal 2026"> Tetsumi Takahashi, Jos Snoeks and Shun Satoh (2026): A New Species of the Genus Neolamprologus (Cichliformes: Cichlidae) from Lake Tanganyika. Journal of Fish Biology. doi.org/10.1111/jfb.70640</ref> </references>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Neolamprologus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien