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Neparmitz

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Neparmitz
Gemeinde Poseritz
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city&title=Neparmitz 54° 17′ N, 13° 19′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city 54° 17′ 19″ N, 13° 18′ 32″ O
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Postleitzahl: 18574
Vorwahl: 038307
Neparmitz (Mecklenburg-Vorpommern)
Neparmitz (Mecklenburg-Vorpommern)
Lage von Neparmitz in Mecklenburg-Vorpommern
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Neparmitz ist ein Ortsteil der Gemeinde Poseritz im Landkreis Vorpommern-Rügen in Mecklenburg-Vorpommern.

Geografie und Verkehrsanbindung[Bearbeiten]

Neparmitz liegt östlich des Kernortes Poseritz. Die Landesstraße L 29 verläuft nördlich und die L 30 östlich.

Orts- und Gutshistorie[Bearbeiten]

Die Geschichte des Ortes ist eng mit der wechselhaften Entwicklung des Gutes verbunden. 1318 als Ortschaft ersterwähnt wurde Neparmitz Standort eines kleinen ritterlichen Besitzes, wobei unklar bleibt ob dieser frühzeitig befestigt war oder längere Zeit nur als Nebengut eines größeren Gutes der Nachbarschaft betrieben wurde. Zunächst im Besitztum der rügenschen Adelsfamilie von Raden wurden dann über die Jahrhunderte ungewöhnlich sehr viele Besitzerwechsel vorgenommen. Aus dem Gutsbesitz entwickelte sich ein freies allodes Eigentum. Im 19. Jahrhundert erfolgte der Bau eines (neuen) Herrenhauses.

Die Größengaben des Gutes, mal um 353 ha, später 417 ha, durch den Nebenbesitz, waren in dieser Zeit unterschiedlich.<ref>Handbuch des Grundbesitzes im Deutschen Reiche. I. Königreich Preussen. 2: Provinz Pommern, 2. Auflage, Nicolaische Verlags-Buchhandlung, (R. Stricker), Berlin 1884, S. 240 f.</ref><ref>Ernst Seyfert: Güter-Adreßbuch für die Provinz Pommern. [1914]. Handbuch der Königlichen Behörden. In: Niekammer’s Landwirtschaftliche Güter-Adreßbücher. Band I, 4. Auflage, Reichenbach’sche Verlagsbuchhandlung, Leipzig 1914, S. 282 f.</ref> Neparmitz mit seinem Gutsbezirk das Nebengut Swantow gehörte 1893 zum Kirchspiel Swantow.<ref>Amts-Blatt der Königlichen Regierung zu Stralsund 1893. Extra-Beilage zu Stück 34. F. W. Rietack-Berlin, Ausgegeben Stralsund 24. August 1893, S. 14.</ref> Nach der Volkszählung Mitte Juni 1925 hatte das Dorf mit dem Gut 184 Einwohner.<ref>Präs. Saenger (Hrsg.): Zeitschrift des Preussischen Statistischen Landesamtes. 67. Jahrgang-1927, Stand 1. 4. 1927/Gutsbezirke-1928, I. Abt., Selbstverlag, Berlin 1927, S. 403.</ref>

Die letzten Eigentümer des Gutes über 1939 hinaus stellte die bürgerliche Familie Wahnschaffe, vertreten durch Bruno Wahnschaffe, folgend Oberleutnant Günther Wahnschaffe (1903–verm. 1944), Ehefrau Doris Mathilde Charlotte Klara Martha von Schleußner-Teistimmen.<ref>Vgl. Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Teil B (Briefadel). 1935. Jg., Justus Perthes, Gotha 1934, S. 511.</ref> Deren eigentliches Hauptgut blieb aber Warsleben (Ausleben) bei Oschersleben. Das Rittergut Neparmitz mit Anteile in Wulfsberg, beide zu Swantow zugehörig, hatte vor 1940 einen Umfang von 414 ha, Verwalter war M. Wolf.<ref>H. Seeliger: Landwirtschaftliches Adreßbuch der Provinz Pommern. [1939]. In: Niekammer’s Landwirtschaftliche Güter-Adreßbücher. Band I, 9. Auflage, Selbstverlag von Niekammer’s Güter-Adressbüchern GmbH, Leipzig 1939, S. 57.</ref>

1945/1946 erfolgte die Enteignungen des Gutsbesitzes auch auf Rügen. Nach dem Krieg lebten dann viele Flüchtlinge in Neparmitz und den Nachbardörfern.<ref>Martin Holz: Evakuierte, Flüchtlinge und Vertriebene auf der Insel Rügen 1943-1961. In: Historische Kommission für Pommern: Veröffentlichungen. 5, Des Weiteren: Forschungen zur Pommerschen Geschichte. 39; Zugleich Diss. Univ. Greifswald 2001; Verlag Böhlau, Köln/Weimar/Wien 2003, ISBN 3-412-14102-X, S. 641.</ref>

Von 1956 bis 1990 war Neparmitz Teil des Kreises Rügen und somit dem DDR-Bezirk Rostock zugehörig, dann bis 2011 Landkreis Rügen. Heute ist Neparmitz eine Gemeinde im Landkreis Vorpommern-Rügen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Wilhelm (von) Branca, um 1896 Gutsbesitzer in Neparmitz.<ref>Leuchs Adressbuch aller Länder der Erde der Kaufleute, Fabrikanten, Gewerbetreibenden, Gutsbesitzer etc. etc. 1896. Band 12: Pommern. 9. Ausgabe-1896, Selbstverlag von C. Leuch’s & Co., Nürnberg 1896, S. 273.</ref>

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Sage: Der Brautstein bei Naparmitz, In: Alfred Haas: Pommersche Sagen. XII.: Wundersagen. 145, In: Eichblatts Deutscher Sagenschatz. Band 1, Eichblatt Selbstverlag, Leipzig-Gohlis 1921, S. 75.
  • Gut Neparmitz, In: Sabine Bock, Thomas Helms, Norbert Buske: Schlösser und Herrenhäuser auf Rügen. 1. Auflage, Edition Temmen, Bremen 1993, ISBN 3-86108-408-2, S. 83–84.<ref>Vgl. Sabine Bock, Thomas Helms: Schlösser und Herrenhäuser auf Rügen. 2. Auflage, Edition Temmen, Bremen 2004, ISBN 3-86108-912-2.</ref>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Neparmitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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