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Neuhof (Rodalben)

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Neuhof
Stadt Rodalben
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city&title=Neuhof 49° 14′ N, 7° 40′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city 49° 13′ 56″ N, 7° 39′ 40″ O
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Höhe: 290 m ü. NHN
Postleitzahl: 66976
Vorwahl: 06331
Neuhof (Rheinland-Pfalz)
Neuhof (Rheinland-Pfalz)
Lage von Neuhof in Rheinland-Pfalz
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Neuhof ist ein Stadtteil der Stadt Rodalben im Landkreis Südwestpfalz in Rheinland-Pfalz, der bis 1969 zu Pirmasens gehörte.

Lage[Bearbeiten]

Neuhof im Gräfensteiner Land liegt etwa zwei Kilometer südöstlich der Stadtmitte von Rodalben am linken Hang des Tals der Rodalb, die seine nördliche Grenze ist. Unmittelbar nordöstlich erstreckt sich das Hanauische Eck.

Geschichte[Bearbeiten]

Seit der Zeit, als das Kloster Hornbach seine Ländereien in „Pirminsland“ und in Pfründe für seine Abtei in Herbitzheim aufteilte, verlief die Grenze von Hanau-Lichtenberg, zu dem Pirmasens damals gehörte, und dem Amt Gräfenstein mit Rodalben nördlich und östlich des Stadtteils mitten durch das Hungerpfuhl genannte Gelände.<ref name="neuhof339">Hermann Lutz, Vinzenz Bernhard: Der Neuhof - seit 1969 Stadtteil von Rodalben. In: Stadt Rodalben (Hrsg.): 750 Jahre Gräfensteiner Land 1237–1987. Mit der Geschichte von Rodalben. Adolf Deil KG, Pirmasens 1987, ISBN 3-926562-00-5, S. 341.</ref> Innerhalb von Hanau-Lichtenberg war er dem Amt Lemberg und der etwa sechs Kilometer im Südwesten jenseits von Wäldern gelegenen Stadt Pirmasens zugeordnet.

1744 beantragten zwei Bürger aus Pirmasens, sich in diesem Bereich niederlassen zu dürfen, was ihnen ein Jahr später erlaubt wurde. Seinerzeit wurde der Platz als Hungerpfuhler Hof und auf einer Karte von 1789 als Imspacher oder Hungerpfuhler Mühl und Hof bezeichnet.<ref name="neuhof339"/> Bereits zu Zeiten der Grafschaft Hanau-Lichtenberg.<ref name="neuhof339"/>

In den Wirren der Französischen Revolution fiel die Siedlung brach und wurde im Lauf des 19. Jahrhunderts wieder besiedelt. 1867 lebten im Ort 69 Einwohner, die sich auf rund ein Dutzend Familien aufteilten.<ref>Hermann Lutz, Vinzenz Bernhard: Der Neuhof - seit 1969 Stadtteil von Rodalben. In: Stadt Rodalben (Hrsg.): 750 Jahre Gräfensteiner Land 1237–1987. Mit der Geschichte von Rodalben. Adolf Deil KG, Pirmasens 1987, ISBN 3-926562-00-5, S. 341.</ref>

1925 hatte der Neuhof 72 Einwohner, die in 13 Wohngebäuden lebten. Die Katholiken gehörten zur Pfarrei Rodalben, während die Protestanten zu derjenigen von Pirmasens gehörten.<ref>Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 715–716 (Digitalisat). </ref> Neben der großen räumlichen Distanz zur Kernstadt von Pirmasens bestand für die Bewohner das Problem, dass der Neuhof verkehrstechnisch an Rodalben lediglich über einen primär der Landwirtschaft dienenden Weg angeschlossen war, was wegen der Verkehrsströme der Neuhofer, die in die Nachbargemeinde orientiert waren, als unbefriedigend eingestuft wurde.<ref>Hermann Lutz, Vinzenz Bernhard: Der Neuhof - seit 1969 Stadtteil von Rodalben. In: Stadt Rodalben (Hrsg.): 750 Jahre Gräfensteiner Land 1237–1987. Mit der Geschichte von Rodalben. Adolf Deil KG, Pirmasens 1987, ISBN 3-926562-00-5, S. 344.</ref>

Wegen der größeren Nähe zu Rodalben etwas abwärts im selben Tal wurde der Ort am 7. Juni 1969 dorthin umgegliedert. Damals hatte Neuhof 317 Einwohner.<ref>Vorlage:GemeindeverzeichnisRP/lang</ref> Dadurch kam Neuhof auch in den Landkreis Pirmasens, der seit 1997 Landkreis Südwestpfalz heißt.

Die Bebauung von Neuhof entwickelte sich ab Ende der 1980er Jahre in die Richtung der Südwestflanke des Hanauischen Ecks.<ref>Vinzenz Bernhard, Wilhelm Seither: Die bauliche Entwicklung der Stadt Rodalben. In: Stadt Rodalben (Hrsg.): 750 Jahre Gräfensteiner Land 1237–1987. Mit der Geschichte von Rodalben. Adolf Deil KG, Pirmasens 1987, ISBN 3-926562-00-5, S. 319.</ref> Ein Teil des vorgesehenen Geländes wurde jahrzehntelang von der Organisation Pro Seniore blockiert, die dort ursprünglich Möglichkeiten für Betreutes Wohnen schaffen wollte, 2025 jedoch endgültig davon absah.<ref>Bebauung im Hanauischen Eck in Rodalben: Stilles Verharren bringt nicht weiter. In: rheinpfalz.de. 20. Juli 2025, abgerufen am 29. November 2025.</ref> Damit einhergehend wurde der Bebauungsplan geändert, sodass dort Bauplätze für Wohnhäuser geschaffen werden.<ref>Bauplätze im Hanauischen Eck? In: rheinpfalz.de. 20. Juli 2025, abgerufen am 29. November 2025.</ref>

Kultur[Bearbeiten]

Datei:Rodalben-Neuhof-Wegekreuz Neulandstrasse-1-gje.jpg
Kreuz an der Neulandstraße

Zwei als Kulturdenkmal erfasste Wegkreuze aus rotem Sandstein erinnern an die Geschichte von Neuhof. Eines an der Brunnenstraße errichtete laut Inschrift auf der Rückseite des Sockels ein Johann Adam Lutz. Es steht seit 1848 dort und markierte von Rodalben her den Eingang zum Neuhof. Auf der Vorderseite des Sockels steht: „In hoc signo vinces“, auf Deutsch: „In diesem Zeichen wirst du siegen.“ Dieses Zeichen ist das Kreuz, das Kaiser Konstantin sah und Christus ihm im Traum deutete. Am Ortsausgang in Richtung Imsbacher Mühle an der Neulandstraße steht ein von Andreas Mannsmann und Katharina Vogt 1903 errichtetes Kreuz mit der Inschrift „O ihr alle, die ihr hier vorübergeht, seht, ob ein Schmerz gleich sei meinem Schmerz.“ (Vorlage:Bibel/Link) Sie ist den dem Propheten Jeremias zugeschriebenen Klageliedern entnommen, die die Gefühle des Leids nach der Zerstörung Jerusalems ausdrücken.<ref>Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Vorlage:KulturdenkmälerRP/Südwestpfalz</ref><ref>Stadt Rodalben: Tourismus. Abgerufen am 29. Oktober 2025.</ref>

Verkehr und Infrastruktur[Bearbeiten]

Durch Neuhof führen unter anderem der Rodalber Felsenwanderweg und die Pfälzerwald-Tour. Am östlichen Ortsrand entlang verläuft ein Wanderweg, der mit einem grün-gelben Balken markiert ist und der von Kirchheimbolanden bis nach Hirschthal führt.<ref>Waymarked Trails: Wanderwege. In: hiking.waymarkedtrails.org. 29. Oktober 2025, abgerufen am 29. Oktober 2025.</ref> Am Parkplatz an der Schwallbornanlage in Neuhof ist ein Haltepunkt der Bahnstrecke Landau–Rohrbach geplant.<ref>Rodalben wieder besser am Zug. In: Die Rheinpfalz, Pirmasenser Rundschau. 9. November 2011 (online auf zw-rail.de [abgerufen am 11. April 2020]).</ref>

Leiteratur[Bearbeiten]

  • Hermann Lutz, Vinzenz Bernhard: Der Neuhof - seit 1969 Stadtteil von Rodalben. In: Stadt Rodalben (Hrsg.): 750 Jahre Gräfensteiner Land 1237–1987. Mit der Geschichte von Rodalben. adolf Deil KG, Pirmasens 1987, ISBN 3-926562-00-5, S. 339–344.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Neuhof (Rodalben) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />