Neuropeltis
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Neuropeltis ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Windengewächse (Convolvulaceae). Die etwa 14 Arten sind im westlichen Afrika und in Asien verbreitet.
Beschreibung[Bearbeiten]
Neuropeltis-Arten sind verholzende Lianen. Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die pergamentartige oder lederige ist einfach und der Blattrand ist ganzrandig.<ref name="FoC" />
Die seitenständigen Blütenstände sind traubig oder zum Ende des Blütenstandes fast rispenförmig.<ref name="FoC" /> Die Tragblätter sind zunächst sehr klein, eines der Vorblätter vergrößert sich jedoch mit der Fruchtreife stark, ist dann papierartig und deutlich netzartig geadert. Die Vorblätter sind winzig.
Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf Kelchblätter sind nahezu gleich groß. Die Krone ist weiß oder rötlich gefärbt, radförmig oder breit glockenförmig und tief gelappt. Die fünf Staubblätter sind nahe der Basis der Kronröhre mit dieser verwachsen und können über die Krone hinausragen. Es sind fünf Staubblätter vorhanden.<ref name="FoC" /> An der Basis können die Staubfäden fein behaart sein. Die Pollenkörner sind nicht stachelig. Der Fruchtknoten ist in zwei Kammern geteilt, wobei die Kammerwand nicht vollständig ausgeprägt sein kann. Jede Kammer enthält zwei Samenanlagen. Die zwei kurzen Griffel stehen frei voneinander und tragen mehr oder weniger gelappte, schildförmige oder nierenförmige Narben.
Die relativ kleinen, unbehaarten Kapselfrüchte öffnen sich über vier Klappen und enthalten einen einzelnen Samen. Die Samen sind kugelförmig, glatt und unbehaart.
Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]
Die Gattung Neuropeltis wurde 1824 durch Nathaniel Wallich in Flora Indica; or Descriptions of Indian Plants, by the Late William Roxburgh. Edited by William Carey Band 2 Seite 43–44 aufgestellt. Die Typusart ist Neuropeltis racemosa Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Wall.
Innerhalb der Convolvulaceae wird die Gattung Neuropeltis nach molekularbiologischen Erkenntnissen vorläufig in die Tribus Cresseae eingeordnet.<ref name="Stefanovic03" />
Etwa zehn Neuropeltis-Arten haben Verbreitungsgebiete im westlichen Afrika, die restlichen Arten kommen in Asien vor.
In der Gattung Neuropeltis gibt es seit 2014 etwa 14 Arten:<ref name="WCSP" />
- Neuropeltis acuminata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(P.Beauv.) Benth. (Syn.: Neuropeltis vermoesenii Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.De Wild.): Sie ist vom tropischen Westafrika bis Angola verbreitet.<ref name="WCSP" />
- Neuropeltis aenea Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.R.D.Good: Sie ist im westlichen-zentralen tropischen Afrika verbreitet.<ref name="WCSP" />
- Neuropeltis alnifolia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Lejoly & Lisowski: Sie ist von Nigeria bis zum westlichen-zentralen tropischen Afrika verbreitet.<ref name="WCSP" />
- Neuropeltis eladii Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Breteler: Sie wurde 2014 aus Kamerun erstbeschrieben.<ref name="WCSP" />
- Neuropeltis incompta Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.R.D.Good: Sie ist vom tropischen Westafrika bis Zentralafrika verbreitet.<ref name="WCSP" />
- Neuropeltis indochinensis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Ooststr.: Sie ist in Indochina verbreitet.<ref name="WCSP" />
- Neuropeltis laxiflora Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Lejoly & Lisowski: Die Heimat ist Kamerun und Gabun.<ref name="WCSP" />
- Neuropeltis maingayi Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Peter: Sie kommt in zwei Varietäten vor, die beide auf der Malaiischen Halbinsel verbreitet sind.<ref name="WCSP" />
- Neuropeltis malabarica Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Ooststr.: Sie ist im südlichen Indien verbreitet.<ref name="WCSP" />
- Neuropeltis occidentalis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Breteler: Sie wurde 2010 erstbeschrieben und ist im tropischen Westafrika verbreitet.<ref name="WCSP" />
- Neuropeltis prevosteoides Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Mangenot: Sie kommt in Liberia und der Elfenbeinküste vor.<ref name="WCSP" />
- Neuropeltis pseudovelutina Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Lejoly & Lisowski: Die Heimat ist Kamerun.<ref name="WCSP" />
- Neuropeltis racemosa Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Wall. (Syn.: Neuropeltis bracteata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Griff., Neuropeltis integripetala Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Merr. & Chun) C.Y.Wu, Neuropeltis intermedia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Griff., Neuropeltis ovata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Wall. nom. nud.): Sie ist in Myanmar, Thailand, in den chinesischen Provinzen Hainan sowie südliches Yunnan und im westlichen Malesien<ref name="WCSP" /> in Malaysia sowie Indonesien verbreitet.<ref name="FoC" />
- Neuropeltis velutina Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Hallier f. (Syn.: Neuropeltis anomala Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Pierre ex De Wild., Neuropeltis sanguinea Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.R.D.Good, Neuropeltis velutina var. longiapiculata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.De Wild.): Sie ist vom westlichen-zentralen Afrika bis zum südöstlichen Nigeria verbreitet.<ref name="WCSP" />
Quellen[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references> <ref name="WCSP">Vorlage:WCSP</ref> <ref name="Stefanovic03">Saša Stefanović, Daniel Austin und Robert Olmstead: Classification of Convolvulaceae: A Phylogenetic Approach. In: Systematic Botany, Band 28, Nummer 4, 2003. Seiten 791–806. doi:10.1043/02-45.1 (zurzeit nicht erreichbar) (online)</ref> <ref name="FoC">Fang Rhui-Cheng, George Staples: Convolvulaceae.: Neuropeltis, S. 227 – textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven (Hrsg.): Flora of China. Volume 16: Gentianaceae through Boraginaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis 1995. ISBN 0-915279-33-9.</ref> </references>
Literatur[Bearbeiten]
- J. F. Breteler: Description of a new species of Neuropeltis (Convolvulaceae) with a synopsis and a key to all African species. In: Plant Ecology and Evolution, Volume 143, 2010, S. 176–180. National Botanic Garden of Belgium and Royal Botanical Society of Belgium.
- Fang Rhui-Cheng, George Staples: Convolvulaceae.: Neuropeltis, S. 227 – textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven (Hrsg.): Flora of China. Volume 16: Gentianaceae through Boraginaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis 1995. ISBN 0-915279-33-9.
- B. Verdcourt: Convolvulaceae. In: J. Hutchinson, J.M. Dalziel (Hrsg.): Flora of Tropical West Africa, Band 2, Kew Publishing, 1963.