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Nickelsulfamat

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Strukturformel
Nickel-Ion    2 · Sulfamat-Ion
Allgemeines
Name Nickelsulfamat
Andere Namen
  • Nickelbis(sulfamidat)
  • Nickel(II)-amidosulfat
Summenformel Ni(SO3NH2)2
Kurzbeschreibung

blauer, kristalliner Feststoff<ref name=GESTIS>Eintrag zu Nickelbis(sulfamidat) in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref>

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer
EG-Nummer 237-396-1
ECHA-InfoCard 100.033.982
PubChem 83720
ChemSpider 75542
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1492: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1492: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 250,85 g·mol−1 (wasserfrei)

322,93 g·mol−1 (Tetrahydrat)

Aggregatzustand

fest

Löslichkeit

löslich in Wasser<ref name=GESTIS />

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),<ref name="CLP_100.033.982">Eintrag zu Nickel bis(sulphamidate) in der Datenbank ECHA CHEM der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA)Vorlage:Abrufdatum Hersteller bzw. Inverkehrbringer können die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung erweitern.</ref> ggf. erweitert<ref name=GESTIS />
Gefahrensymbol Gefahrensymbol [[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]:

Gefahr

H- und P-Sätze H: 302​‐​332​‐​317​‐​334​‐​341​‐​350i​‐​360D​‐​372​‐​410
P: 273​‐​280​‐​301+312​‐​304+340+312​‐​305+351+338​‐​308+313<ref name="Sigma">Datenblatt Nickel(II)-sulfamat Tetrahydrat 98% bei Sigma-AldrichVorlage:Abrufdatum (PDF).</ref>
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Nickelsulfamat ist eine chemische Verbindung. Sie wird zur galvanischen Vernickelung genutzt. Die abgeschiedene Schicht kann bis zu 2 mm dick sein und besitzt eine Härte von 150 bis 300 HV.<ref>Datenblatt von AHC Benelux</ref>

Gewinnung[Bearbeiten]

Nickelsulfamat kann durch Reaktion von Nickelpulver oder Nickel(II)-carbonat mit Amidosulfonsäure bei niedrigem pH-Wert hergestellt werden.<ref name="Joseph R. Davis">Joseph R. Davis: Nickel, Cobalt, and Their Alloys. ASM International, 2000, ISBN 978-0-87170-685-0, S. 112 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref><ref>Patent US3620669: Production of nickel sulfamate.‌</ref>

<math>\mathrm{NiCO_3 + 2 \ HSO_3NH_2 \longrightarrow Ni(SO_3NH_2)_2 + CO_2 + H_2O}</math>

Eigenschaften[Bearbeiten]

Nickelsulfamat ist ein grüner Feststoff, der löslich in Wasser ist.<ref name=GESTIS /> Seine Löslichkeit ist so hoch, dass er aus einer Lösung nicht rekristallisiert werden kann. Das technische Produkt wird deshalb als konzentrierte Lösung angeboten.<ref name="Joseph R. Davis" />

Verwendung[Bearbeiten]

Zur Anwendung kommt Nickelsulfamat als Bestandteil von Elektrolytlösungen zum Vernickeln von Oberflächen;<ref name=GESTIS/> eine solche Lösung besteht beispielsweise aus folgenden Komponenten:<ref>Mordechay Schlesinger, Milan Paunovic: Modern Electroplating. John Wiley & Sons, 2011, ISBN 978-1-118-06314-9, S. 98 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>

Stoff Summenformel Konzentration
Nickelsulfamat Ni(SO3NH2)2 · 4H2O 50–65 g/l
Nickel(II)-chlorid-Hexahydrat NiCl2 · 6H2O 5–15 g/l
Borsäure H3BO3 30–45 g/l

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />