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Nidularium

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Nidularium
Datei:Nidularium innocentii innocentii BotGardBln310505.jpg

Nidularium innocentii var. innocentii

Systematik
Monokotyledonen
Commeliniden
Ordnung: Süßgrasartige (Poales)
Familie: Bromeliengewächse (Bromeliaceae)
Unterfamilie: Bromelioideae
Gattung: Nidularium
Wissenschaftlicher Name
Nidularium
Lem.

Nidularium ist eine Pflanzengattung in der Unterfamilie Bromelioideae innerhalb der Familie Bromeliengewächse (Bromeliaceae). Die Gattung kommt nur in den Regenwaldgebieten des östlichen Brasiliens vor.

Beschreibung[Bearbeiten]

Datei:Favourite flowers of garden and greenhouse (8344965747).jpg
Illustration von Nidularium scheremetiewii
Datei:Nidularium innocentii-Illustration horticole 9-329 (1862).jpg
Illustration von Nidularium innocentii

Ihr Gattungsname Nidularium leitet sich von den lateinischen Wörtern nidus für „Nest“ sowie nidularius für „nestartig“ ab und nimmt Bezug auf die in der Zisternenmitte nistenden Blütenstände, sie ragen kaum über den Blatttrichter hinaus.<ref name="Grant1998" /> Dabei ist etwas verwirrend, dass bei der ähnlichen und nahverwandten Gattung Neoregelia die Sprossachse viel stärker gestaucht ist und so Neoregelia-Arten alle viel stärker nistend sind. Bei einigen Nidularium-Arten sind die Sprossachsen sogar gar nicht gestaucht und der Blütenstand ragt deutlich aus dem Trichter heraus. Meist haben sie sehr dekorativ gefärbte Hochblätter.

Vegetative Merkmale[Bearbeiten]

Nidularium-Arten wachsen überwiegend epiphytisch als ausdauernde krautige Pflanzen. Derbe Blätter sitzen an einer gestauchten Sprossachse und bilden Trichter, in denen Wasser gesammelt wird. Die Laubblätter sind leicht bewehrt.

Generative Merkmale[Bearbeiten]

Die Blütenstände haben oft stark gestauchte Sprossachsen. Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch, dreizählig und pentazyklisch (fünf Blütenblattkreise). Die Blütenhüllblätter sind oft blau oder weiß. Der Fruchtknoten ist unterständig.

Blütenformel: <math>\star \; K_{(3)} \; oder \; K_3 \; [C_{(3)} \; A_{3+3}] \; G_{\overline{(3)}}</math>

Es werden Beeren gebildet.

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]

Die Gattung Nidularium wurde 1854 durch den belgischen Gärtner und Botaniker Charles Antoine Lemaire in Le Jardin fleuriste; journal général des progrès et des intérêts horticoles et botaniques, Band 4, Misc. 60, Tafel 411 aufgestellt.<ref name="Grant1998" /> Typusart ist Nidularium fulgens Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Lem. Synonyme für Nidularium Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Lem. sind: Gemellaria Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Pinell ex Antoine, Aregelia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Kuntze, Pseudonidularium Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Mez, Orthonidularium Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Mez.<ref name="BromeliadEncyclopaedia" />

Lange Zeit wurde Nidularium in zwei Untergattungen gegliedert, seit 1998 erhielt eine davon, Canistropsis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Mez) Lem., den Status einer Gattung (Beispiel: Canistropsis billbergioides, Syn.: Nidularium billbergioides).

Es gibt etwa 47 (Stand 2021) Nidularium-Arten:<ref name="Luther2014" /><ref name="BromeliadEncyclopaedia" /><ref name="Gouda_Butcher_Online" />
Datei:Nidularium amazonicum Wittrockia smithii HabitusYoungInflorescence BotGardBln0906.JPG
Habitus und knospiger Blütenstand von Nidularium amazonicum
Datei:Nidularium atalaiaense 20131009.JPG
Habitus und Blütenstand von Nidularium atalaiaense
Datei:Nidularium fulgens HabitusInflorescence BotGardBln0806a.JPG
Habitus und Blütenstand mit gestauchter Blütenstandsachse und roten Hochblättern von Nidularium fulgens
Datei:Nidularium fulgens (TS) 2-03474.jpg
Blütenstand mit gestauchter Blütenstandsachse und roten Hochblättern sowie Blüten von Nidularium fulgens
Datei:Nidularium innocentii var lineatum kz01.jpg
Habitus und Laubblätter von Nidularium innocentii var. lineatum mit hellen Linien auf der Blattspreite
Datei:20131223 Nidularium procerum.jpg
Blütenstand von Nidularium procerum
Datei:Nidularium purpureum (jardin botanique du parc de la Tête-d'Or, Lyon, France).JPG
Habitus und Laubblätter von Nidularium purpureum
Datei:Nidularium rutilans (TS) 2-05260.jpg
Habitus und Blütenstand mit gestauchter Blütenstandsachse und purpurroten Hochblättern von Nidularium rutilans

Nicht mehr zur Gattung Nidularium gehört:<ref name="BromeliadEncyclopaedia" />

Datei:Gardenology.org-IMG 2177 rbgs11jan.jpg
Habitus, Laubblätter und Blütenstand von ×Niduregelia fraudulenta

Es gibt auch die im östlichen Brasilien im Mata Atlântica in der Natur entstandenen Gattungshybriden aus ×Niduregelia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Leme (2000 veröffentlicht):<ref name="FCBS×'Niduregelia" />

Es wurden auch einige Hybriden zwischen Arten der Gattungen Nidularium und Neoregelia in Kultur erzeugt, beispielsweise:<ref name="BromeliadEncyclopaedia" /><ref name="FCBS×'Niduregelia" />

  • ×Niduregelia 'Heart Afire'
  • ×Niduregelia 'Oracle'
  • ×Niduregelia 'Queen Malinche'
  • ×Niduregelia 'Something Special'
  • ×Niduregelia 'Souvenir De Casimir Morobe'
  • ×Niduregelia 'Sunset'
  • ×Niduregelia 'Surprise'
  • ×Niduregelia 'Vision Splendid'
Datei:Nidularium Leprosa 20090519.jpg
Knospiger Blütenstand der Sorte Nidularium 'Leprosa'

Nutzung[Bearbeiten]

Einige Arten und Sorten (es gibt auch Sorten mit panaschierten Blättern) werden in Spezialgärtnereien angebaut und so findet man sie ab und zu in Gartencentern und Blumengeschäften. Sie eignen sich sehr gut als Zimmerpflanzen, da sie sehr einfach zu pflegen sind.

Quellen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Werner Rauh: Bromelien – Tillandsien und andere kulturwürdige Bromelien. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 1990, ISBN 3-8001-6371-3.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="Grant1998"> Jason R. Grant: An Annotated Catalogue of the Generic Names of the Bromeliaceae. In: The Marie Selby Botanical Gardens, 1998. (Herkunft der Gattungsnamen in der Familie der Bromeliaceae in englischer Sprache) online. </ref> <ref name="BromeliadEncyclopaedia"> Eric J. Gouda, Derek Butcher, Kees Gouda: Encyclopaedia of Bromeliads, Version 4, 2018. In „Species Index“ oder „synonyms“ auf Nidularium klicken zuletzt eingesehen am 7. April 2021 </ref> <ref name="Gouda_Butcher_Online"> Eric J. Gouda, Derek Butcher (fortlaufend updated): A List of Accepted Bromeliaceae Names. online, University Botanic Gardens, Utrecht. zuletzt eingesehen am 7. April 2021 </ref> <ref name="Luther2014"> Harry E. Luther: An Alphabetical List of Bromeliad Binomials, XIV - 2014 in The Marie Selby Botanical Gardens, Sarasota, Florida, USA. Veröffentlicht durch The Bromeliad Society International. </ref> <ref name="FCBS×'Niduregelia"> ×Niduregelia bei FCBS = Florida Council of Bromeliad Societies. </ref> </references>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Nidularium – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien