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Niobnitrid

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Allgemeines
Name Niobnitrid
Summenformel NbN
Kurzbeschreibung

schwarzer geruchloser Feststoff<ref name="Alfa" />

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 246-362-5
ECHA-InfoCard 100.042.132
PubChem 90560
ChemSpider 81767
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1492: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1492: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 106,92 g·mol−1
Aggregatzustand

fest<ref name="Alfa" />

Dichte

8,40 g·cm−3<ref name="Alfa" />

Schmelzpunkt

2573 °C<ref name="Alfa" />

Löslichkeit

nahezu unlöslich in Wasser<ref name="Alfa" />, Salzsäure, Schwefelsäure und Salpetersäure<ref name="Jean d’Ans" />

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="Alfa">Datenblatt Niobium nitride bei Alfa AesarVorlage:Abrufdatum (Seite nicht mehr abrufbar).</ref>
keine GHS-Piktogramme

H- und P-Sätze H: keine H-Sätze
P: keine P-Sätze
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Niobiumnitrid ist eine anorganische chemische Verbindung des Niobs aus der Gruppe der Nitride.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]

Niobiumnitrid kann durch Reaktion von Niob mit extrem gereinigtem Stickstoff, Ammoniak oder einem Gemisch der beiden Verbindungen dargestellt werden. Da das Nitrid bei hohen Temperaturen überaus empfindlich gegenüber Sauerstoff und Wasser (auch in Spuren) ist, muss das Eindringen von solchen Substanzen (zum Beispiel durch doppelwandige Rohre) verhindert werden.<ref name="brauer">Georg Brauer (Hrsg.) u. a.: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie. 3., umgearbeitete Auflage. Band III, Ferdinand Enke, Stuttgart 1981, ISBN 3-432-87823-0, S. 1472.</ref>

Eigenschaften[Bearbeiten]

Mit Nb2N und Nb4N3 und Niobnitrid NbN sind insgesamt drei Niobnitride bekannt. Es sind dunkelgefärbte, halbmetallische Stoffe, wobei Nitride mit hohem Stickstoffgehalt hellere, gelblich graue oder bräunliche Farben haben.<ref name="brauer" /> Niobnitrid ist ein Supraleiter mit einer Sprungtemperatur von 16,5 K.<ref name="DOI10.1007/BF01379871">G. Horn, E. Saur: Präparation und Supraleitungseigenschaften von Niobnitrid sowie Niobnitrid mit Titan-, Zirkon- und Tantalzusatz. In: Zeitschrift für Physik. 210, 1968, S. 70–79, doi:10.1007/BF01379871.</ref> Die Supraleitung wurde 1941 von Aschermann, Friederich, Justi und Kramer entdeckt.<ref name="S. Banerjee,Dr. A. K. Tyagi">S. Banerjee,Dr. A. K. Tyagi: Frontiers of Thin Film Technology. Academic Press, 2000, ISBN 0-08-054294-8, S. 291 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> Niobnitrid hat eine hexagonale Kristallstruktur mit der Raumgruppe P63/mmc (Raumgruppen-Nr. 194)Vorlage:Raumgruppe/194 (andere Quelle: kubische Natriumchloridstruktur<ref name="Werner Martienssen, Hans Warlimont">Werner Martienssen, Hans Warlimont: Springer Handbook of Condensed Matter and Materials Data. Springer, 2005, ISBN 3-540-30437-1, S. 468 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>). Bei 1370 °C geht sie in eine andere Kristallstruktur über.<ref name="Jean d’Ans"></ref> Niobnitrid beginnt bei 800 °C an Luft zu oxidieren.<ref name="Hugh O. Pierson">Hugh O. Pierson: Handbook of Chemical Vapor Deposition, 2nd Edition: Principles, Technology ... William Andrew, 1999, ISBN 0-08-094668-2, S. 278 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>

Verwendung[Bearbeiten]

Niobiumnitrid wird als Detektormaterial für Infrarotdetektoren<ref name="S. Banerjee,Dr. A. K. Tyagi" />, für Supraleitende Magnete und für Josephsonkontakte<ref name="Yukinobu Kumashiro">Yukinobu Kumashiro: Electric Refractory Materials. CRC Press, 2000, ISBN 0-203-90818-X, S. 303 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> verwendet.

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />