Nitrosylkation
Das Nitrosylkation ist das durch Oxidation von Stickstoffmonoxid entstandene Ion.<ref name="Römpp1">Jürgen Falbe, Manfred Regitz: Römpp Chemie Lexikon. 9. Auflage. Georg Thieme Verlag, Stuttgart 1990, ISBN 3-13-735009-3, S. 3028.</ref> Andere Schreibweisen oder Bezeichnungen sind auch Nitrosyl-Kation und Nitrosoniumion.<ref name="Clayden">Jonathan Clayden, Nick Greeves, Stuart Warren: Organische Chemie. 2. Auflage. Springer Spektrum, Berlin Heidelberg 2013, ISBN 978-3-642-34715-3, S. 513.</ref> Es ist ein Teilchen, welches in einigen Salzen vorkommt und in mehreren chemischen Reaktionen auftritt.<ref name="Römpp1"/> NO+ ist isoelektronisch zu CO, CN− und N2.Das Kationion wird auch als Nitrosonium, seine Salze als Nitrosoniumsalze bezeichnet.
Vorkommen und Entstehung[Bearbeiten]
Das Nitrosyl-Kation kann für Reaktionen zum Beispiel aus Nitrosylchlorid, Nitrosylschwefelsäure und Nitrosyltetrafluoroborat gewonnen werden.<ref name="Römpp1"/>
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Nitrosylchlorid
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Nitrosylschwefelsäure
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Nitrosyltetrafluoroborat
Eine Möglichkeit zur Gewinnung eines Nitrosylkations stellt die saure Behandlung eines Nitrits dar:
Entstehung eines Nitrosylkations
Hier nimmt das Nitrit-Anion in zwei Schritten ein Proton auf. Anschließend teilt sich das entstandene Molekül, sodass Wasser und das Nitrosylkation entstehen.<ref name="Clayden"/>
Verwendung[Bearbeiten]
Das Nitrosylkation spielt in mehreren Reaktionen eine Rolle.
Diazotierung[Bearbeiten]
Für die Diazotierung ist das elektrophile Nitrosylkation das entscheidende Reagenz:
Nitrosierung[Bearbeiten]
Das Nitrosylkation spielt in der Nitrosierung von N-monosubstituierten Säureamiden die entscheidende Rolle, bei der N-Nitrosamide entstehen:
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references/>