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Nitrylfluorid

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Strukturformel
Strukturformel von Nitrylfluorid
Allgemeines
Name Nitrylfluorid
Summenformel NO2F
Kurzbeschreibung

farbloses Gas mit stechendem Geruch<ref name="brauer" />

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 233-021-0
ECHA-InfoCard 100.030.007
PubChem 66203
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1492: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1492: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 65,00 g·mol−1
Aggregatzustand

gasförmig<ref name="brauer" />

Dichte
  • 1,796 g·cm−3 (−72 °C)<ref name="brauer" />
  • 1,924 g·cm−3 (fest)<ref name="brauer" />
Schmelzpunkt

−166 °C<ref name="brauer" />

Siedepunkt

−72,6 °C<ref name="brauer" />

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung
keine Einstufung verfügbar<ref name="NV">Dieser Stoff wurde in Bezug auf seine Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.</ref>
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Nitrylfluorid ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Nitrylverbindungen und Fluoride. Sie wurde 1905 zuerst von Henri Moissan synthetisiert und 1929 durch Otto Ruff erstmals untersucht.<ref name="A. G. Sharpe">A. G. Sharpe: Advances in Inorganic Chemistry. Academic Press, 1983, ISBN 0-08-057876-4, S. 163 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]

Nitrylfluorid kann durch eine zweistufige Reaktion gewonnen werden. Zuerst wird eine Lösung von Distickstoffpentoxid in Nitromethan mit Bortrifluorid und Fluorwasserstoff zu Nitroniumtetrafluoroborat umgesetzt. Dieses reagiert bei 240 °C mit Natriumfluorid zu Nitrylfluorid.<ref name="brauer"></ref>

<math>\mathrm{N_2 O_5 + BF_3 + HF \longrightarrow NO_2 [BF_4] + HNO_3}</math>
<math>\mathrm{NO_2 [BF_4] + NaF \longrightarrow NO_2 F + NaBF_4}</math>

Auch eine direkte Reaktion von Distickstoffpentoxid mit Natriumfluorid ist möglich.<ref name="Arnold F. Holleman, Egon Wiberg, Nils Wiberg">A. F. Holleman, E. Wiberg, N. Wiberg: Lehrbuch der Anorganischen Chemie. 101. Auflage. Walter de Gruyter, Berlin 1995, ISBN 3-11-012641-9, S. 719.</ref>

<math>\mathrm{N_2 O_5 + NaF \longrightarrow NO_2F + NaNO_3}</math>

Ebenfalls möglich ist die Darstellung durch Reaktion von Stickstoffdioxid mit Fluor.

<math>\mathrm{2 \ NO_2 + F_2 \longrightarrow 2 \ NO_2F}</math>

Eigenschaften[Bearbeiten]

Datei:Nitryl-fluoride-2D-dimensions.svg
Bindungslängen und -winkel von Nitrylfluorid

Nitrylfluorid ist eine als Gas und als Flüssigkeit farblose, im festen Zustand weiße, stechend riechende Verbindung, die von Wasser hydrolysiert wird. Es reagiert mit den meisten Metallen und Nichtmetallen, sowie heftig mit Ethanol, Ether, Benzol und Chloroform.<ref name="brauer" />

Verwendung[Bearbeiten]

Nitrylfluorid wird als Fluorierungs- und Oxidationsmittel verwendet.<ref name="A. G. Sharpe" />

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />