Nobelgarde
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Eine Nobelgarde war früher allgemein eine fürstliche Leibgarde, die ausschließlich aus Adeligen bestand. Zu den Aufgaben zählten neben Repräsentationsaufgaben der Schutz des Herrschers und seiner Familie und die Bewachung der Residenzen.
Wichtige Nobelgarden waren
- in Wien die königlich ungarische Nobelgarde (auch „k.u. Leibgarde“ oder „praetoriana nobilis turma“, bestand von 1760 bis 1918) und die nach diesem Vorbild gebildete von 1782 bis 1816 bestehende Galizische Nobelgarde (auch „Galizische Adelige Leibgarde“).<ref>Österreichisches Staatsarchiv: AT-OeStA/KA LG Leibgarden (LG), 1625-1918</ref>
- die Guardia Nobile des Heiligen Stuhls. Sie bestand seit 1801 und wurde 1970 von Papst Paul VI. aufgelöst, weil er den Aufwand für Repräsentation verringern wollte. Die Angehörigen konnten nunmehr im Frack dem Papst dienen.<ref> Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Archivlink ( vom 4. Januar 2014 im Internet Archive)</ref> Sie bestand ausschließlich aus jungen Mitgliedern des römischen Adels und war bis 1870 eine berittene Leibgarde.<ref>Apostleship of Prayer, Sendbote des göttlichen Herzens Jesu, Band 30, Franziskaner-Vätern, 1903, Seite 26</ref>
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
Literatur[Bearbeiten]
- Ulrich Nersinger: Nobelgarde und Palatingarde. Adel und Bürgertum im Dienst des Papstes. fe-medienverlag, Kisslegg 2026, ISBN 978-3-86357-486-4.
- Gaetano Moroni: Dizionario di erudizione storico-ecclesiastica da San Pietro ai nostri giorni, vol. XXXIII. Tipografia Emiliana, Venezia 1845, (online einsehbar)