Noble Zahl
Als noble Zahlen bezeichnet man solche irrationalen Zahlen, deren unendliche Kettenbruchdarstellung ab irgendeiner Stelle nur noch Einsen enthält.<ref>Der Begriff stammt laut Caroline Series: The Geometry of Markoff Numbers, Math. Intell. 7 (1985) von I. C. Percival.</ref>
Sie sind eng mit der Goldenen Zahl <math>\Phi</math> verwandt und zeichnen sich dadurch aus, dass sie sich besonders schwer durch rationale Zahlen approximieren lassen. Noble Zahlen werden in der Theorie der dynamischen Systeme verwendet.
Die „nobelste“ Zahl[Bearbeiten]
Der unendliche Kettenbruch für die Goldene Zahl ist:
- <math>\Phi = \frac{1}{2} \left(1+\sqrt{5} \right) = 1 + \frac{1}{1 + \cfrac{1}{1 + \frac{1}{1 + \frac{1}{1 + ...}}}}.</math>
Die Goldene Zahl kann daher als die „nobelste“ Zahl bezeichnet werden – ihre Kettenbruchdarstellung enthält von Anfang an ausschließlich Einsen.<ref>Siehe auch Die irrationalste aller Zahlen aus spektrum.de, abgerufen am 21. August 2022</ref>
Abzählbarkeit[Bearbeiten]
Die Menge der noblen Zahlen ist eine Teilmenge der algebraischen Zahlen und daher abzählbar.
Fast noble Zahlen[Bearbeiten]
Als fast noble Zahlen werden solche reellen Zahlen im Intervall <math>[0,1]</math> bezeichnet, deren Kettenbruchentwicklungen periodisch sind (die Periodenlänge sei mit <math>p</math> bezeichnet) und für die gilt: nach jeweils <math>p-1</math> Einsen folgt eine feste natürliche Zahl <math>n>1</math>. Für jede fast noble Zahl <math>u</math> gilt daher
- <math>u=[0;1,1,\ldots,1,n,u^{-1}]</math>.
Literatur und Weblinks[Bearbeiten]
- Manfred Schroeder: Number theory in science and communication, 5. Auflage, Springer, 2009
- Eric W. Weisstein: Noble numbers und Near Noble Numbers auf MathWorld.
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references/>