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Nootkaton

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Strukturformel
Struktur von Nootkaton
Allgemeines
Name Nootkaton
Andere Namen
  • (4R,4aS,6R)-6-Isopropenyl-4,4a-dimethyl-4,4a,5,6,7,8-hexahydro-2(3H)-naphthalinon (IUPAC)
  • 4α,5-Dimethyl-1,2,3,4,4α,5,6,7-octahydro-7-keto-3-isopropenylnaphthalen
  • (+)-Nootkaton
  • Vorlage:INCI
Summenformel C15H22O
Kurzbeschreibung

farbloser Feststoff<ref name="SIGMA">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei Sigma-AldrichVorlage:Abrufdatum (PDF).</ref>

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 225-124-4
ECHA-InfoCard 100.022.840
PubChem 1268142
ChemSpider 1064812
Wikidata [[:d:Skriptfehler: Ein solches Modul „Wikidata“ ist nicht vorhanden.|Skriptfehler: Ein solches Modul „Wikidata“ ist nicht vorhanden.]]
Eigenschaften
Molare Masse 218,55 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

1,00 g·cm−3 <ref name="alpha">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei Alfa AesarVorlage:Abrufdatum (Seite nicht mehr abrufbar).</ref>

Schmelzpunkt
Siedepunkt

125 °C (bei 67 Pa)<ref name="alpha" />

Dampfdruck

ca. < 0,001 hPa bei 25 °C<ref name="SIGMA" />

Löslichkeit

praktisch unlöslich in Wasser<ref name="SIGMA" />

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="SIGMA" />
Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 317
P: 261​‐​272​‐​280​‐​302+352​‐​333+313​‐​362+364<ref name="SIGMA" />
Toxikologische Daten
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Nootkaton ist ein bicyclisches Sesquiterpen und kommt als spezifisches Aroma in vielen Citrusarten vor. Natürliches Nootkaton ist ein hochpreisiger natürlicher Aromastoff und findet seine Hauptanwendung als Aromastoff in Erfrischungsgetränken und als Pharmazeutikum. Die Isolierung aus natürlichen Quellen ist sehr teuer, da der Gehalt dieses Stoffes bei nur ca. 0,01 % in Mandarinen- und Orangenöl und ca. 0,5 % in Grapefruitöl liegt.

Eigenschaften[Bearbeiten]

Datei:Citrus paradisi (Grapefruit, pink) white bg.jpg
Grapefruit, hier mit rotem Fruchtfleisch
Datei:Citrus × aurantium - fruits cut.jpg
Grapefruit mit gelbem Fruchtfleisch

Nootkaton ist ein kristalliner, farbloser Feststoff, oberhalb des Schmelzpunktes von 32 bis 33 °C eine viskose, gelbe Flüssigkeit. Das Molekül besitzt drei stereogene Zentren. Die beiden Enantiomere unterscheiden sich stark in ihrer Aromaintensität und Aromaeigenschaft:

  • (+)-Nootkaton ist der Geruchsträger der Grapefruit; die Geruchsschwelle liegt bei 0,001 ppm<ref name="Roempp" /> und der Geschmack ist bitter<ref name="Legrum">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref>.
  • (−)-Nootkaton besitzt einen holzartigen Geruch; die Geruchsschwelle beträgt 1 ppm.

Der Marktpreis für natürliches (+)-Nootkaton liegt bei 4.000 bis 6.500 €/kg.

Technische Herstellung von Nootkaton aus Valencen[Bearbeiten]

Es gibt verschiedene Verfahren zur Herstellung von Nootkaton. Die meisten gehen vom bicyclischen Sesquiterpen (+)-Valencen aus, das die Hauptkomponente des etherischen Öls der Valencia-Orange und der Grapefruit ist (neben Limonen, Myrcen und Linalool und weiteren terpenoiden Nebenkomponenten). Valencen ist billig und in großen Mengen verfügbar.

Chemische Verfahren[Bearbeiten]

  • Photooxygenierung in Gegenwart von Kupfersalzen<ref>Nachr. Chem. Techn. 19(24), (1971).</ref>
  • Metallkatalytische Transformation<ref name="Willershausen">H. Willershausen, Chemiker-Zeitung, 115(12), (1991.)</ref>
  • Oxidation mit tert-Butylperacetat oder tert-Butylchromat, Butylchromat und Valencen<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref><ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref>
  • Synthese aus Cyclohexen- bzw. Cyclohexadien-Derivaten<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref>

Biotechnologische Verfahren[Bearbeiten]

Im Gegensatz zu dem mit chemischen Verfahren hergestellten ist das biotechnologisch erzeugte Nootkaton als natürlich zu bezeichnen und darf so auch als natürlicher Aromastoff eingesetzt werden.

Zu diesen Verfahren zählen Ganzzellbiotransformation durch

  • Pilze wie Chaetomium globosum, Pleurotus sapidus, Botryosphaeria rhodina, Phanerochaete chrysosporim, Botryosphaeria dothide, Trametes spec.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref><ref name="Furusawa">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref><ref name="Willershausen" />
  • Bakterien wie Enterobacter sp., Rodococcus KSM-5706<ref>Janssens, L.; Proc. Biochem., 27, (1992).</ref><ref name="Furusawa" /><ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref>
  • Pflanzen wie Gynostemma pentaphyllum<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref>

Auch über andere biotechnologische Verfahren kann Nootkaton synthetisiert werden:

  • Enzymatische Verfahren (isoliertes Enzym)
  • Laccase z. B. aus Trametes versicolor<ref>Patent US6200786: Process for the preparation of nootkatone by laccase catalysis. Veröffentlicht am 13. März 2001, Erfinder: Rongmin Huang, Philip A. Christenson, Ivica Labuda.‌</ref>
  • Ligninperoxidase<ref>H. Willershausen, CLB Chem Labor Biotechnol, 47, (2002).</ref>
  • P450-Monooxygenasen<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref>

Verwendung[Bearbeiten]

Neben der Hauptanwendung als Aromatisierungsmittel für Getränke<ref name="Roempp" /> kann es als Insektenrepellent<ref name="Roempp" /><ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> und als Reifungsindikator<ref name="Roempp" /><ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> eingesetzt werden.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />