Norbert Schoch
Norbert Schoch (* 5. Mai 1932 in Schwäbisch Gmünd; † 22. Oktober 2008 ebenda) war ein deutscher Rechtsanwalt und Politiker.
Leben[Bearbeiten]
Norbert Schoch studierte Rechtswissenschaften an der Universität Tübingen und wurde dort 1958 mit der Dissertation Die Wiedereinführung und Ausübung des öffentlichen römisch-katholischen Gottesdienstes in der Grafschaft Hohenlohe-Waldenburg im 17. und 18. Jahrhundert, verglichen mit den Bestimmungen des Westfälischen Friedens und der hohenlohischen Hausverträge zum Dr. iur. promoviert.<ref>Datensatz der Dissertation auf d-nb.info (Stand: 13. Oktober 2014).</ref> Er war Mitglied der katholischen Studentenverbindung KStV Alamannia Tübingen im KV.<ref>Kartellverband katholischer deutscher Studentenvereine: KV Jahrbuch – Die Mitglieder und die Angehörigen des KV und des ÖKV 1971. Würzburg 1971, S. 15.</ref>
Nach dem plötzlichen Tod seines Amtsvorgängers Hansludwig Scheffold 1969 stellte sich Schoch zur Oberbürgermeisterwahl in Schwäbisch Gmünd und wurde mit 87,5 % Zustimmung gewählt und 1977 mit zirka 98 % im Amt bestätigt. Er verzichtete auf eine dritte Amtszeit und zog sich als Rechtsanwalt in Schwäbisch Gmünd zurück. Schoch übte lange das Amt des Präsidenten der Forstkammer des Landes Baden-Württemberg aus und bekleidete den Posten des Aufsichtsratsvorsitzenden der Württembergische Gemeinde-Versicherung.<ref name="Tod">Kuno Staudemaier: Alt-OB Norbert Schoch ist tot (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Dezember 2022. Suche im Internet Archive) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.), Gmünder Tagespost vom 23. Oktober 2008.</ref><ref name="Geburtstag">Kuno Staudenmaier: Gmünd geprägt (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Dezember 2022. Suche im Internet Archive) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.), Gmünder Tagespost vom 5. Mai 2007.</ref>
Für seine Verdienste wurde ihm die Staatsmedaille für Land- und Forstwirtschaft verliehen.<ref name="Tod"/> Schoch wurde im Familiengrab auf dem Gmünder Leonhardsfriedhof beigesetzt.<ref>Grab Schoch im Katalog der Grabsteine auf dem Gmünder Leonhardsfriedhof auf genealogy.net (Stand: 13. Oktober 2014).</ref>
Oberbürgermeister[Bearbeiten]
Große Verdienste werden Schoch im Wohnungsbau zugeschrieben. Unter ihm entstanden unter anderem die Wohngebiete Bettringen-Nordwest, Schwäbisch Gmünd-Weststadt sowie in Straßdorf, jedoch auch Gewerbegebiete, wie die großen Gewerbegebiete Gügling und Straßenäcker in Bettringen. In der Innenstadt wurden unter ihm erste Fußgängerzonen installiert, 1973 das Kulturzentrum Prediger eröffnet sowie das neue Congress Centrum im Stadtgarten gebaut, das 1984 eröffnet wurde. Auch fallen die Eröffnungen vom neuen Hallenbad und der Großsporthalle in seine Amtszeit, ebenso wie die Steigerung der Einwohnerzahl 38 auf 60 Tausend Einwohner, unter anderem durch Eingemeindungen.<ref name="Tod"/><ref name="Geburtstag"/>
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references/>
Adolph Untersee (1878–1893) | Paul Möhler (1894–1922) | Karl Lüllig (1923–1934) | Karl Hägele (1934, kommissarisch) | Franz Konrad (1934–1945) | Emil Rudolph (1945–1946, kommissarisch) | Franz Czisch (1946–1948) | Hermann Kah (1948–1954) | Franz Konrad (1954–1956) | Julius Klaus (1957–1965) | Hansludwig Scheffold (1965–1969) | Norbert Schoch (1970–1986) | Wolfgang Schuster (1986–1992) | Gerhard Rembold (1992–2001) | Wolfgang Leidig (2001–2009) | Richard Arnold (seit 2009)
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Schoch, Norbert |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Rechtsanwalt und Politiker |
| GEBURTSDATUM | 5. Mai 1932 |
| GEBURTSORT | Schwäbisch Gmünd |
| STERBEDATUM | 22. Oktober 2008 |
| STERBEORT | Schwäbisch Gmünd |
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- Bürgermeister (Schwäbisch Gmünd)
- Rechtsanwalt (Deutschland)
- Absolvent der Eberhard Karls Universität Tübingen
- Korporierter im KV
- Deutscher
- Geboren 1932
- Gestorben 2008
- Mann