Noxe
Vorlage:Hinweisbaustein Eine Noxe (lateinisch Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden. „Schaden“, „Vergehen“, „Schuld“;<ref>Gerhard Wahrig: Deutsches Wörterbuch. Bertelsmann Lexikon-Verlag, Gütersloh / München 1991, ISBN 3-570-03648-0, S. 945.</ref> von nocere = schaden<ref>Albert Eulenburg (Hrsg.): Real-Encyclopädie der gesammten Heilkunde, Verlag Urban & Schwarzenberg, 2. Auflage, XIV. Band, Wien / Leipzig 1888, S. 434. (Digitalisat)</ref>) ist ein Stoff oder Umstand, der eine schädigende, pathogene (das heißt krankheitserzeugende) Wirkung auf einen Organismus oder auf ein Körperorgan ausübt<ref>Duden: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref><ref>Günter Thiele, Heinz Walter (Hrsg.): Reallexikon der Medizin und ihrer Grenzgebiete. Urban & Schwarzenberg, 5. Ordner, München/Berlin/Wien 1973, ISBN 3-541-84005-6, S. N 116.</ref> (Schädlichkeit, Krankheitsursache,<ref>Wilhelm Kühn: Neues medizinisches Fremdwörterbuch. 3. Auflage, Verlag von Krüger & Co., Leipzig 1913, S. 81.</ref><ref>Der Sprach-Brockhaus. Eberhard Brockhaus Verlag, Wiesbaden 1949 (Copyright 1935), S. 448.</ref><ref>Lingen Lexikon in 20 Bänden. 13. Band, Helmut Lingen Verlag, Wiesbaden 1976/1977, S. 175.</ref> Schädigungsursache,<ref>Die Zeit: Das Lexikon in 20 Bänden. Zeitverlag, 10. Band, Hamburg 2005, ISBN 3-411-17570-2, S. 478.</ref> krankheitserregende Ursache,<ref>Hans Witte: Schülerbildungswerk. 3. Auflage, Verlag Hans Witte, Freiburg im Breisgau 1965, S. 620.</ref><ref>Julius Mahler: Kurzes Repetitorium der medizinischen Terminologie (Medizinisches Taschenwörterbuch). 4. Auflage, Verlag von Johann Ambrosius Barth, Leipzig 1922, S. 140.</ref> krankmachende Ursache,<ref>Otto Roth: Klinische Terminologie. 10. Auflage, Georg Thieme Verlag, Leipzig 1925, S. 357.</ref> veranlassendes Krankheitsagens,<ref>Albert Eulenburg (Hrsg.): Real-Encyclopädie der gesammten Heilkunde, Verlag Urban & Schwarzenberg, 2. Auflage, XIV. Band, Wien / Leipzig 1888, S. 434. (Digitalisat)</ref> Ursache einer Krankheit,<ref>Wilhelm Dultz (Hrsg.): DBG Fremdwörter-Lexikon. Deutsche Buch-Gemeinschaft, Berlin / Darmstadt / Wien 1965, S. 398.</ref> krankheitsbewirkende Ursache<ref>Lutz Mackensen: Das moderne Fremdwörter-Lexikon. 3. Auflage, VMA-Verlag, Nachdruck, Wiesbaden 1988, S. 340.</ref>). Der Begriff wird vor allem in der Medizin und in der Biologie verwendet.<ref>Brockhaus Enzyklopädie, 19. Auflage, Verlag F. A. Brockhaus, Mannheim 1991, 16. Band, ISBN 3-7653-1116-2, ISBN 3-7653-1216-9, S. 29.</ref> Noxen werden zwischen endogenen (inneren, z. B. Stoffwechselprodukten) und exogenen (äußeren, z. B. Strahlung) unterschieden. Im weiteren Sinn versteht man unter Noxe jede Art von gefährdender, potentiell schädlicher Substanz und schädigendem Einfluss,<ref>Peter Reuter: Springer Klinisches Wörterbuch 2007/2008. 1. Auflage, Springer-Verlag, Heidelberg 2007, ISBN 978-3-540-34601-2, S. 1308.</ref> also eine „krankmachende, schädigende Substanz; Schadstoff.“<ref>Karl-Dieter Bünting: Deutsches Wörterbuch. Isis Verlag, Chur / Schweiz 1996, ISBN 3-8299-0197-6, S. 822.</ref>
Einzelne Noxen[Bearbeiten]
Für den Menschen können die unterschiedlichsten Elemente noxisch sein:
- Physikalische Einflüsse
- Extremtemperaturen
- Mechanische Traumata (scharfe und stumpfe Gewalt, Lärm, Vibration, Luftdruck: Über-, Unterdruck, Explosion)
- Elektrische Reizung, siehe Stromunfall
- UV-Strahlung oder Ionisierende Strahlung wie Röntgenstrahlung
- Chemische Substanzen
- Mikrobiologische Noxen
- Psychosoziale Bedingungen
- Einsamkeit
- Stress
- iatrogene Noxe: Beeinträchtigung durch Fehler bei Psychologischer Diagnostik oder Begutachtung (durch die diagnostische Maßnahme selbst)
Beispiel Lebernoxen[Bearbeiten]
Beispiele für die Schädigung eines Körperorgans sind die hämatologischen Noxen<ref>Maxim Zetkin, Herbert Schaldach: Lexikon der Medizin, 16. Auflage, Ullstein Medical, Wiesbaden 1999, ISBN 978-3-86126-126-1, S. 1421.</ref> und die Lebernoxen:
- Alkohol
- andere Gifte (Arzneistoffe, Schwermetalle, Trichloräthylen, Narkosegase, Amanitin)
- Hepatitisviren
- fett- und kohlenhydratreiche Fehl- und Überernährung
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />