Zum Inhalt springen

Nussensee

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Nussensee
Nussensee bei Bad Ischl
Geographische Lage Oberösterreich, Österreich
Zuflüsse Quellen im See
Abfluss Nussenbach → Ischl → Traun → Donau → Schwarzes Meer
Ufernaher Ort Bad Ischl
Daten
Koordinaten 47° 42′ 15″ N, 13° 34′ 18″ OKoordinaten: 47° 42′ 15″ N, 13° 34′ 18″ O
 {{#coordinates:47,704166666667|13,571666666667|primary
dim=580 globe= name=Nussensee region=AT-4 type=waterbody
  }}
Nussensee (Oberösterreich)
Nussensee (Oberösterreich)
Höhe über Meeresspiegel 604 m ü. A.
Fläche 10 ha
Länge 580 m
Breite 250 m
Volumen 900.000 m³
Maximale Tiefe 18 m
Einzugsgebiet 2,3 km²

Besonderheiten

Druckwassersee; Naturschutzgebiet; Badesee, im Sommer bis zu 25 °C

Der Nussensee ist ein Bergsee im oberösterreichischen Teil des Salzkammergutes im Gemeindegebiet von Bad Ischl, am Nordfuß des Katergebirges und liegt auf 604 m ü. A. Der Ablauf des Nussensee ist der Nussenbach, der über die Ischl und Traun in die Donau entwässert. Der See steht seit 1965 unter Naturschutz. Der Nussensee befindet sich im Besitz der Österreichischen Bundesforste.

Beschreibung[Bearbeiten]

Gefüllt auf eine Höhe, bei der der oberirdische Überlauf läuft, hat der Nussensee eine Fläche von ca. 10 Hektar und eine maximale Tiefe von 14,7 Metern. Der Nussensee ist etwa 600 Meter lang und bis zu 250 Meter breit und ein Karstwassersee. Er ist ein Druckwassersee, der fast zur Gänze von Quellen unter der Wasserfläche gespeist wird, und unterliegt Pegelschwankungen von mehreren Metern, was regelmäßig zur Austrocknung des Überlaufes, des dort entspringenden Nussenbachs (Nussenseeache) führt.

Der See ist gänzlich als Naturschutzgebiet ausgewiesen (Nussensee in Bad Ischl, Listeneintrag, 10,2479 ha).<ref>Nussensee in Bad Ischl, Land Oberösterreich, Geografisches Naturschutzinformationssystem (GENISYS)</ref>

Die Gegend ist beliebtes Naherholungsgebiet für Ischl. Der See ist ein Badesee, mit gutem Wasserzustand, aber je nach Jahr von sehr gut bis mäßig (I–III) schwankend, als Badegewässer jedoch immer gut.

Zeitweise stark gesunkener Wasserspiegel[Bearbeiten]

Ausgetrockneter Nussensee (August 2026)

Im Frühjahr 2025 trocknete der See fast aus. Zuletzt war das 1995 der Fall.<ref>ooe ORF at red: Nussensee fast ausgetrocknet. 17. März 2025, abgerufen am 17. März 2025.</ref>

Im außergewöhnlich heißen und trockenen Sommer 2026 sank der Seespiegel besonders tief, sodass Kriegsrelikte, die im Zweiten Weltkrieg hier versteckt worden waren, auftauchten. Besucher meldeten die Sichtung, die Bezirkshauptmannschaft sperrte den See per Verordnung am 26. Juli 2026 mit „Platzverbot nach § 36 Abs. 2 SPG“ (Sicherheitspolizeigesetz).<ref>Nussensee - Platzverbot nach § 36 Abs. 2 SPG. In: www.bad-ischl.ooe.gv.at. 26. Juli 2026, abgerufen am 26. Juli 2026.</ref> Der Entminungsdienst suchte und fand 200 kg Munition, Sprengstoff und Zünder.<ref>Explosives Material im Nussensee gefunden. In: orf.at. 26. Juli 2026, abgerufen am 26. Juli 2026.</ref> Darunter waren vier von einem Spaziergänger entdeckte Sprengsätze, die insgesamt 8 kg TNT enthielten.<ref>Wieder Sprengstoff in ausgetrocknetem Nussensee gefunden. Abgerufen am 15. August 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Name[Bearbeiten]

Die Herkunft der Bezeichnung „Nussensee“ ist unbekannt.<ref>Stefanie Blauensteiner: Kleine Seenkunde für das Salzkammergut. In: kurier.at. 22. August 2022, abgerufen am 26. Juli 2026 (Bezahlschranke).</ref>

Literatur[Bearbeiten]

  • Otto Zach: Das Plankton des Nussensees. In: Apollo. Jahrgang 51, 1978, S. 5–8 (Vorlage:ZOBODAT).
  • Hans Jörg Laimer: Die Kartierung der Überschiebungsfront der Dachstein-Decke im Bereich des Nussensees (Oberösterreich/Salzburg) mittels hydrogeologischer Detailaufnahme. In: Jahrbuch der Geologischen Bundesanstalt. Jahrgang 159, 2019, S. 155–162 (Vorlage:ZOBODAT).
  • Ellen Schafferer, Peter Pfister: Ergebnisbericht Qualitätselement Phytoplankton Oberösterreich 2017 Amtliches Seen-Messnetz (ASM). Almsee, Gleinkersee, Vorderer Gosausee, Heratinger See, Höllerersee, Holzöstersee, Imsee, Hinterer und Vorderer Langbathsee, Laudachsee, Mondsee (tiefste Stelle), Mondsee (Bucht), Nussensee, Offensee, Schwarzensee, Seeleitensee und Traunsee (Mitte). Bewertung des ökologischen Zustandes gemäß EU-Wasserrahmenrichtlinie. Studie im Auftrag der Oberösterreichischen Landesregierung, Innsbruck 2018, S. 8–20 und 274–292 (Vorlage:ZOBODAT).

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Nussensee – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/Ende