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Oberelldorf

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Oberelldorf
Stadt Seßlach
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(138)&title=Oberelldorf 50° 12′ N, 10° 47′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(138) 50° 11′ 58″ N, 10° 46′ 55″ O
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Höhe: 300 m ü. NN
Fläche: 2,86 km²
Einwohner: 138 (30. Juni 2025)<ref>Stadt Seßlach - Zahlen & Daten. In: www.sesslach.de. 30. Juni 2025, abgerufen am 4. August 2025.</ref>
Bevölkerungsdichte: 48 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Mai 1975
Postleitzahl: 96145
Vorwahl: 09567
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Oberelldorf ist ein Gemeindeteil der oberfränkischen Stadt Seßlach im Landkreis Coburg.

Geschichte[Bearbeiten]

Eine urkundliche Erwähnung stammt vom 13. Januar 1310, als der Bischof von Würzburg Andreas von Gundelfingen dem Kloster Langheim den Heuzehnt in „ville Ineltorff“<ref>Dorothea Fastnacht: Staffelstein. Ehemaliger Landkreis Staffelstein. Historisches Ortsnamenbuch von Bayern. Oberfranken. Band 5: Staffelstein. Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 2007, ISBN 978-3-7696-6861-2, S. 102.</ref> schenkte. Im 14. Jahrhundert ging der Ort vom Hochstift Würzburg an die Herren von Lichtenstein über. Im 15. Jahrhundert hatte das Klosteramt Tambach ganz Oberelldorf in seinen Besitz gebracht. Der Ort gehörte damit zu den freien Mönchsdörfern des Klosteramtes.<ref>Heinz Pellender: TAMBACH vom Langheimer Klosteramt zur Ortenburg’schen Grafschaft. Heft 3 der Schriftenreihe der historischen Gesellschaft Coburg e. V. Coburg 1985, S. 16.</ref>

1801 hatte der Ort ein Gemeindehirtenhaus, ein Gemeindebrauhaus und 18 andere mit Haus und Stadel bebaute Güter. 1803 wurde als territorialer Teil des Hochstifts Bamberg das Kloster Langheim und damit auch dessen Klosteramt Tambach säkularisiert und Teil des Kurfürstentums Bayern. Im Januar 1806 nahm Graf Joseph Carl die Tambacher Lande als reichsunmittelbare Grafschaft Ortenburg-Tambach in Besitz. Im Oktober 1806 wurde die Grafschaft mediatisiert. Von Dezember 1806 bis 1814 gehörte Oberelldorf als Teil des Tambacher Landes zum Großherzogtum Würzburg. Nach dessen Auflösung wurde das Herrschaftsgericht Tambach dem Mainkreis zugeordnet. 1862 erfolgte die Eingliederung Oberelldorfs in das neu geschaffene bayerische Bezirksamt Staffelstein.

1875 hatte das Dorf 138 Einwohner, 67 Gebäude und 24 Wohnhäuser.<ref name="VZ1875" /> 1925 wohnten 114 Personen in 27 Wohnhäusern. 110 Personen waren römisch-katholisch und 4 evangelisch-lutherisch.<ref name="VZ1925" /> Am 1. Juli 1972 wurde der Landkreis Staffelstein aufgelöst. Seitdem gehört Oberelldorf zum Landkreis Coburg. Im Zuge der bayerischen Gebietsreform verlor Oberelldorf am 1. Mai 1975 seine Selbstständigkeit als Gemeinde und wurde ein Gemeindeteil der Stadt Seßlach.

Datei:Oberelldorf in den 70ern.jpg
Panorama aus den 1970er Jahren

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Jahr Einwohnerzahl
1875 00000138<ref name="VZ1875" />
1900 00000106<ref name="VZ1900" />
1925 00000114<ref name="VZ1925" />
1950 00000172<ref name="VZ1950" />
1970 00000137<ref name="VZ1970" />
1987 00000132<ref name="VZ1987" />
2015 00000142
2025 000000138
Datei:Oberelldorf-Kath-Kirche.jpg
Katholische Filialkirche St. Nikolaus

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die katholische Filialkirche St. Nikolaus entstand in ihrer aktuellen Form zwischen 1710 und 1720. Der Baukern der Chorturmkirche stammt aus dem 14./15. Jahrhundert. Sie hat einen neugotischen Hochaltar.

In der Bayerischen Denkmalliste sind 14 Baudenkmäler aufgeführt.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Oberelldorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="VZ1875">Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1123, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).</ref> <ref name="VZ1900">K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 1122 (Digitalisat).</ref> <ref name="VZ1925">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 1159 (Digitalisat). </ref> <ref name="VZ1950">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 1000 (Digitalisat).</ref> <ref name="VZ1970">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 152 (Digitalisat).</ref> <ref name="VZ1987">Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 300 (Digitalisat).</ref> </references>

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