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Obst

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Obstkorb

Obst ist ein Sammelbegriff für durch den Menschen roh genießbare Früchte oder Samen, die von mehrjährigen, ganz oder teilweise verholzten Wild- oder Kulturpflanzen stammen.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref>

Begriffsklärung[Bearbeiten]

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Obstmarkt in La Boqueria, Barcelona

Der Begriff Obst (althochdeutsch Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden., mittelhochdeutsch Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden., frühneuhochdeutsch obs; „Obst, Baumfrucht“) setzt sich aus dem Verhältniswort ob sowie einem mit essen verwandten Verbalnomen mit einer Ausgangsbedeutung ‚Zuspeise‘ (zur Grundnahrung), ursprünglich wohl Hülsenfrüchte, zusammen. Die unorganische -t-Endung tritt seit dem 16. Jahrhundert auf. Die Bezeichnung ist gemeinwestgermanisch, siehe mittelniederdeutsch ōvet, āvet, ōves, ōvest, mittelniederländisch und Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden. sowie Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden..<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref>

Die Unterscheidung zwischen Obst und Gemüse ist nicht biologisch, sondern kulturell bedingt und daher unscharf. In der Regel stammt Obst von mehrjährigen und Gemüse von einjährigen Pflanzen (laut Lebensmitteldefinition). Der Zuckergehalt beim Obst ist meist höher. Botanisch gesehen entsteht Obst aus der befruchteten Blüte verholzter Pflanzen (Bäume und Sträucher), Gemüse besteht aus Teilen der Pflanzen (Wurzeln, Blättern, Stängel).<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> Paprika, Tomaten, Kürbisse, Zucchini, Auberginen und Gurken sind zwar Früchte, werden aber laut der obigen (botanischen) Definition als einjährige Pflanzen (Lebensmitteldefinition: Gemüse) als Fruchtgemüse bezeichnet. Rhabarber hingegen ist ein Blattstielgemüse, wird aber wie Obst verwendet. Nüsse zählen zum Schalenobst. Avocado gehören zum Obst (=Früchte eines Baumes), werden aber wie Gemüse verwendet.

Die unten beschriebene Einteilung von Obst in Obstartengruppen (Kernobst, Steinobst, exotische Früchte usw.) ist die heute im Handel übliche. In der Botanik dagegen fasst man unter dem Sammelbegriff Obst „Vorlage:Str trim“<ref>Wolfgang Franke: Nutzpflanzenkunde: nutzbare Gewächse der gemäßigten Breiten, Subtropen und Tropen. 6. Auflage, Thieme, Stuttgart 1997, ISBN 3-13-530406-X.</ref>

Einteilung[Bearbeiten]

Obstarten[Bearbeiten]

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Datei:Municipal Market of São Paulo city.jpg
Obst verschiedener Arten auf einem Obstmarkt in São Paulo

Verschiedene Pflanzengruppen der Nutzpflanzen und deren Arten geben Früchte, die als Obst bezeichnet werden. Die Einteilung von Obst erfolgt in Gartenbau und Handel nicht streng botanisch. Die typischen Artengruppen sind Kernobst, Steinobst, Beerenobst, Schalenobst, klassische Südfrüchte und weitere exotische Früchte.

Daneben gilt auch eine Einteilung nach „heimischer“ und importierter Ware verschiedener Art (etwa als Flugobst) aus Sicht der Herkunft und des Transports sowie seit einiger Zeit aus biologischem Anbau im Sinne einer Qualitätsangabe. Außerdem gibt es noch kaum gewerbsmäßig genutztes Wildobst.

In Deutschland wird die Vielfalt von Obstarten und -sorten an der Deutschen Genbank Obst (DGO) in Dresden-Pillnitz gesammelt und erhalten.<ref>Henryk Flachowsky, Monika Höfer: Äpfel, Birnen, Beeren: Die Deutsche Genbank Obst, ein Netzwerk von Lebendsammlungen mit besonderen Herausforderungen. In: Nicole C. Karafyllis: Theorien der Lebendsammlung. Pflanzen, Mikroben und Tiere als Biofakte in Genbanken. Karl Alber, Freiburg 2018, ISBN 978-3-495-48975-8, S. 287–307.</ref>

Obstsorten[Bearbeiten]

Innerhalb einer obsttragenden Art gibt es zahlreiche züchterische Sorten, also Varietäten mit verschiedenen Eigenschaften, was Aussehen, Gehalt und Eigenschaften bezüglich Reife, Lagerung und Verwendung betrifft. Geschützte Handelssorten unterliegen dem Sortenschutz; daneben gibt es zahlreiche traditionelle Sorten, Alte Sorten genannt, die sich in der regionalen Landwirtschaftsgeschichte entwickelt haben. Hier spricht man dann etwa von Edelsorte und Bauernobst.

Zu den Sorten einzelner Arten siehe:

Je nach Obstnutzung wird Tafel- und Wirtschaftsobst unterschieden, ersteres sind Sorten von bester Qualität für den Einzelhandel und direkten Verzehr, zweiteres für die Weiterverarbeitung, also Saftproduktion, Einmachobst und ähnliches sowie Industrieobst als Rohstoff für spezielle Produkte wie Geliermittel oder Lebensmittelzusatzstoffe und Farbstoffe.

Typische Nutzungssorten sind etwa Lagerobst, das erst nachreift und nicht gekühlt oder sofort verzehrt werden muss, oder spezielle Kochobstsorten mit sich erst durch Erwärmung entwickelndem Geschmack. Lagersorten spielen heute aber im kommerziellen Anbau keine Rolle mehr, da durch verbesserte Lagermöglichkeiten (CA-Lager) und den preisgünstigen Import von der Südhalbkugel das ganze Jahr über frisches Obst angeboten werden kann.

Qualitätsklassen[Bearbeiten]

Die einzelnen Früchte werden nach Größe und Qualität in verschiedene Handelsklassen einsortiert. Exemplare, welche die Anforderungen an die Handelsklassen nicht erfüllen, werden aussortiert und anderweitig verwertet. Die drei Qualitätsklassen sind Extra, I und II, sie sind als EU-Qualitätsnorm festgelegt.

Lagerung[Bearbeiten]

Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden. Ananas, Bananen, Papaya und Zitrusfrüchte sind kälteempfindlich und sollten nicht bei Kühlschranktemperaturen von 4 bis 8 Grad Celsius gelagert werden, sondern bei 8 bis 12 Grad.<ref>Gebrauchsanleitung Bosch Kühl- und Gefrierkombination, 2012</ref>

Trivia[Bearbeiten]

In Deutschland liegt der durchschnittliche tägliche Verzehr von Obst und Obsterzeugnissen (ohne Obstsäfte) laut der Nationalen Verzehrsstudie II bei Männern bei 230 Gramm und bei Frauen bei 278 Gramm.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Skriptfehler: Ein solches Modul „WLink“ ist nicht vorhanden. (Memento des Vorlage:Referrer vom 5. Januar 2015 im Internet Archive)Vorlage:Webarchiv/archiv-bot (PDF; 2,4 MB) Hrsg.: Max Rubner-Institut, Karlsruhe 2008, S. 35, BMEL.de; abgerufen am 14. Januar 2017.</ref>

Die Generalversammlung der Vereinten Nationen ernannte 2021 zum Internationalen Jahr des Obstes und Gemüses.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar); (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.).Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref>

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Wolfgang Franke: Nutzpflanzenkunde: nutzbare Gewächse der gemäßigten Breiten, Subtropen und Tropen. 6. Auflage. Thieme, Stuttgart 1997, ISBN 3-13-530406-X.
  • G. Liebster: Warenkunde Obst. Hädecke, 1999, ISBN 3-7750-0301-0.
  • Pierre-Marie Valat, Pascale de Bourgoing: Der Apfel und andere Früchte. Mannheim 1992, ISBN 3-411-08541-X.
  • Lothar Bendel: Das große Früchte- und Gemüselexikon. Patmos, 2002, ISBN 3-491-96066-5.
  • Jules Janick, Robert E. Paull: The Encyclopedia of Fruit and Nuts. CABI, 2008, ISBN 0-85199-638-8.
  • Odilo Duarte, Robert Paull: Exotic Fruits and Nuts of the New World. CABI, 2015, ISBN 978-1-78064-505-6.
  • James A. Duke: Handbook of Nuts: Herbal Reference Library. CRC Press, 2001, ISBN 0-8493-3637-6.
  • Helmut Pirc: Enzyklopädie der Wildobst- und seltenen Obstarten. Leopold Stocker Verlag, 2015, ISBN 978-3-7020-1515-2.
  • Philip A. Clarke: Aboriginal Plant Collectors. Rosenberg, 2008, ISBN 978-1-877058-68-4.
  • Siegfried Tatschl: 555 Obstsorten für den Permakulturgarten und -balkon. Löwenzahn Verlag, 2015, ISBN 978-3-7066-2780-1.
  • Hugo Meinhard Schiechtl, Georg Gärtner: Wildfrüchte Europas. Berenkamp, 2000, ISBN 978-3-85093-124-3.
  • Henry David Thoreau: Wilde Früchte. Manesse, 2012, ISBN 978-3-7175-6006-7.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Obst – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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[[wikt:Skriptfehler: Ein solches Modul „WLink“ ist nicht vorhanden.|Wiktionary: Skriptfehler: Ein solches Modul „WLink“ ist nicht vorhanden.]] – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Wikiquote: Obst – Zitate

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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