Ochtmissen
Ochtmissen Stadt Lüneburg
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(3211)&title=Ochtmissen 53° 16′ N, 10° 23′ O
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| Höhe: | 25 m ü. NN | |||||
| Fläche: | 5,89 km² | |||||
| Einwohner: | 3211 (31. Dez. 2021)<ref>Bestandsstatistik. (PDF; 130 kB) Hansestadt Lüneburg, 6. Januar 2022, S. 14, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 4. Februar 2022; abgerufen am 4. Februar 2022.</ref> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 545 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. März 1974 | |||||
| Postleitzahl: | 21339 | |||||
| Vorwahl: | 04131 | |||||
Lage von Ochtmissen in Niedersachsen
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Ochtmissen ist ein Stadtteil der Hansestadt Lüneburg in Niedersachsen. Der Stadtteil zählt mehr als 3000 Einwohner und liegt etwa drei Kilometer nordwestlich von Lüneburg. Ochtmissen zählt zu den ältesten Dörfern im Landkreis und war bis 1974 eine eigenständige Gemeinde.
Geschichte[Bearbeiten]
Im Gebiet von Ochtmissen bestand vor etwa 70.000 Jahren während der letzten Eiszeit ein Lagerplatz der Neandertaler, der 1993 beim Bau der A 39 entdeckt wurde. Die Archäologen Hartmut Thieme und Pascale Richter vom Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege fanden auf einer Fläche von 400 m² ca. 500 Feuersteinartefakte, darunter 44 Faustkeile und Keilmesser. Gemeinsam mit den Fundstellen von Lichtenberg und Lebenstedt belegt der Fund, dass sich Neandertaler auch in Zeiten großer Kälte in der weitgehend offenen Landschaft der nordeuropäischen Tiefebene aufgehalten haben.<ref>Ochtmissen – das Faustkeilparadies der letzten Eiszeit bei Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege</ref><ref>Gianpiero Di Maida, Jutta Winsemann, Markus Fuchs, Niklas von Soest, Thomas Terberger: A bifacial paradise—The site of Ochtmissen, Germany, and its lithic assemblage in the context of the last glacial (early MIS 4) in the north-central European Lowland in Boreas vom 2. Juli 2026</ref>
Ochtmissen wurde vor mehr als tausend Jahren gegründet und ist damit eine der ältesten Siedlungen im Landkreis Lüneburg. Im Jahre 1717 kam es zu einem Streit mit der Gemeinde Vögelsen wegen zwei Fuhren Plaggen, wobei Ochtmissen Recht bekam. Eine von den Ochtmissern geforderten Prüfung hatte zum Ergebnis, dass die Plaggen zum Schnedegericht Lüne gehörten und somit nach Ochtmissen.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Gemeinde Vögelsen / Geschichte ( vom 3. Februar 2010 im Internet Archive) Abgerufen am 18. Dezember 2009</ref>
1925 zählte das Dorf 193 Einwohner, 1933 waren es 249 und 1939 bereits 271.<ref>Michael Rademacher: Stadt und Landkreis Lüneburg, Begleitband, n. 87.</ref>
Am 1. März 1974 wurde das Dorf anlässlich einer Gebietsreform nach Lüneburg eingemeindet.<ref>Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 221.</ref>
Politik[Bearbeiten]
Ortsrat[Bearbeiten]
Die Seite Vorlage:Wahldiagramm/styles.css hat keinen Inhalt.
Der Ortsrat, der Ochtmissen vertritt, setzt sich aus neun Mitgliedern zusammen. Die Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt.
Bei der Kommunalwahl 2021 ergab sich folgende Sitzverteilung:<ref>Ergebnis Ortsratswahl 2021. Abgerufen am 13. Juli 2022.</ref>
Ortsrat 2021 Insgesamt 9 Sitze
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Ortsbürgermeister[Bearbeiten]
Der Ortsbürgermeister des Stadtteils ist Jens-Peter Schultz (SPD).
Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]
In Ochtmissen befindet sich die Grundschule „Schule am Sandberg“ mit etwa 80 Schülern und 5 Lehrkräften. Außerdem gibt es in der Ortsmitte eine Kindertagesstätte. Die Kita befindet sich heute im Hotmann-Weg. Zuvor hieß dieser Werner-Jansen-Weg. Wegen der nationalsozialistischen Vergangenheit Werner Jansens, der in Ochtmissen gewohnt hat, entschloss sich der Kulturausschuss Lüneburgs am 30. Oktober 2008 zu einer Umbenennung.<ref>Auszug - Umbenennung des Werner-Jansen-Wegs in Ochtmissen, auf ratsinfo.stadt.lueneburg.de</ref>
Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]
Über die Anschlussstelle Lüneburg-Nord besteht eine Anbindung an die A 39, die nördlich am Ort vorbeiführt.
Parallel zur Autobahn verläuft die Bahnstrecke Lehrte–Hamburg-Harburg. Die nächstgelegenen Bahnstationen sind Bardowick und Lüneburg. Bis zur Stilllegung führte die Bahnstrecke Wittenberge–Buchholz durch den Ort. An dieser Strecke gab es in Ochtmissen auch einen Haltepunkt.
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
Altstadt | Bockelsberg | Ebensberg | Goseburg-Zeltberg | Häcklingen | Kaltenmoor | Kreideberg | Lüne-Moorfeld | Mittelfeld | Neu Hagen | Ochtmissen | Oedeme | Rettmer | Rotes Feld | Schützenplatz | Weststadt | Wilschenbruch
