Octinoxat
| Strukturformel | ||||||||||||||||||||||
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| Strukturformel von Octoxinat | ||||||||||||||||||||||
| Strukturformel ohne Angabe der Stereochemie in der Seitenkette – 1:1-Gemisch (Racemat) | ||||||||||||||||||||||
| Allgemeines | ||||||||||||||||||||||
| Freiname | Octinoxat | |||||||||||||||||||||
| Andere Namen |
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| Summenformel | C18H26O3 | |||||||||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
klare Flüssigkeit<ref name="cl">Datenblatt Octyl methoxycinnamate (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive) bei chemicalland21.com, abgerufen am 31. Oktober 2017.</ref> | |||||||||||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | ||||||||||||||||||||||
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| Eigenschaften | ||||||||||||||||||||||
| Molare Masse | 290,40 g·mol−1 | |||||||||||||||||||||
| Aggregatzustand |
flüssig | |||||||||||||||||||||
| Schmelzpunkt |
−25 °C<ref name="cl" /> | |||||||||||||||||||||
| Siedepunkt |
198–200 °C<ref name="cl" /> | |||||||||||||||||||||
| Löslichkeit |
nahezu unlöslich in Wasser<ref name="cl" /> | |||||||||||||||||||||
| Brechungsindex |
1,545<ref name="Sigma">Datenblatt 2-Ethylhexyl 4-methoxycinnamate, 98 % bei Sigma-AldrichVorlage:Abrufdatum (PDF).</ref> | |||||||||||||||||||||
| Sicherheitshinweise | ||||||||||||||||||||||
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| Toxikologische Daten |
980 mg·kg−1 (LD50, Ratte, oral)<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Datenblatt bei Clearsynth ( vom 28. März 2014 im Internet Archive)</ref> | |||||||||||||||||||||
| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C | ||||||||||||||||||||||
Octinoxat ist eine chemische Verbindung, die als UV-Filter in Sonnencremes verwendet wird.
Chemisch handelt es sich um ein Gemisch aus mindestens zwei isomeren chemischen Verbindungen aus der Gruppe der Zimtsäureester. Octinoxat bietet Schutz vor UVB-Strahlung mit Wellenlängen von 280 bis 320 Nanometer.<ref>smartskincare.com: Chemical UVB sunscreen/sunblock: octyl methoxycinnamate (octinoxate), abgerufen am 31. Oktober 2017.</ref> Octinoxat ist wegen seiner Wirkung als endokriner Disruptor auf das östrogene Hormonsystem umstritten.<ref>ToxFox – Der Kosmetik-Check. (PDF) Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland</ref>
Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]
Octinoxat kann ausgehend von p-Bromanisol durch eine Heck-Reaktion über die Zwischenstufe 4-Methoxyzimtsäure und anschließende Veresterung der Carbonsäure hergestellt werden.<ref name="Steinborn">Dirk Steinborn: Grundlagen der metallorganischen Komplexkatalyse. 2. Auflage. Vieweg + Teubner, 2009, ISBN 978-3-8348-0581-2 (Seite 251 in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>
Stereochemie[Bearbeiten]
Octinoxat enthält ein Stereozentrum und eine Doppelbindung. Sonnenlicht kann die (E)-Form zur (Z)-Form isomerisieren.<ref name="Photoisomerization">S. Pattanaargson, T. Munhapol, P. Hirunsupachot, P. Luangthongaram (Hrsg.): Photoisomerization of octyl methoxycinnamate. In: Journal of Photochemistry and Photobiology A: Chemistry, Elsevier Verlag, Band 161, Nr. 2–3, 30 January 2004, S. 269–274.</ref> Für die Veresterung zu Octinoxat wird 2-Ethylhexanol benötigt, welches sich als racematisches Gemisch [ein 1:1 Gemisch aus (R)- und (S)-Form] herstellen lässt.<ref>Patent EP0216151B1: Verfahren zur Herstellung von 2-Ethylhexanol. Angemeldet am 20. August 1986, veröffentlicht am 6. März 1991, Anmelder: Hoechst Aktiengesellschaft, Erfinder: Gunther Kessen et al.</ref> Deshalb könnte Octinoxat aus folgenden vier Stereoisomeren bestehen:
| Isomere von Octinoxat | ||
|---|---|---|
| (R)-Formen | (S)-Formen | |
| (E)-Formen | Datei:(E,R)-Octinoxat Structural Formula V2.svg | Datei:(E,S)-Octinoxat Structural Formula V2.svg |
| (Z)-Formen | Datei:(Z,R)-Octinoxat Structural Formula V2.svg | Datei:(Z,S)-Octinoxat Structural Formula V2.svg |
Sicherheitshinweise[Bearbeiten]
Octinoxat wurde 2012 von der EU gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 (REACH) im Rahmen der Stoffbewertung in den fortlaufenden Aktionsplan der Gemeinschaft (CoRAP) aufgenommen. Hierbei werden die Auswirkungen des Stoffs auf die menschliche Gesundheit bzw. die Umwelt neu bewertet und ggf. Folgemaßnahmen eingeleitet. Ursächlich für die Aufnahme von Octinoxat waren die Besorgnisse bezüglich Verbraucherverwendung, Umweltexposition, hoher (aggregierter) Tonnage und weit verbreiteter Verwendung sowie der Gefahren ausgehend von einer möglichen Zuordnung zur Gruppe der PBT/vPvB-Stoffe und als potentieller endokriner Disruptor. Die Neubewertung fand ab 2016 statt und wurde von Deutschland durchgeführt. Anschließend wurde ein Abschlussbericht veröffentlicht.<ref>Europäische Chemikalienagentur (ECHA): Substance Evaluation Conclusion and Evaluation Report.</ref><ref>Community Rolling Action Plan (CoRAP) der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA): 2-Ethylhexyl trans-4-methoxycinnamateVorlage:Abrufdatum </ref>
Zulassung[Bearbeiten]
Nach der Verordnung (EG) Nr. 1223/2009 über kosmetische Mittel ist Octinoxat bis zu einem Höchstgehalt von 10 % (berechnet als Säure) in der gebrauchsfertigen Zubereitung als UV-Filter erlaubt.<ref>Verordnung (EG) Nr. 1123/2009 des Europäischen Parlamentes und des Rates vom 30. November 2009 über kosmetische MittelVorlage:Abrufdatum</ref> Die Zulassung erfolgt über Anhang VI (Eintrag 12) der Verordnung.<ref>Ethylhexylmethoxycinnamat (Octinoxat) – EU-Kosmetikinhaltsstoff (Anhang VI). In: Cosmadex. Abgerufen am 10. August 2026.</ref> Da Octinoxat endokrin aktiv ist, wurde es 2019 in die EU-Prioritätenliste potenzieller endokriner Disruptoren aufgenommen. Der Wissenschaftliche Ausschuss „Verbrauchersicherheit“ (SCCS) kam in seiner endgültigen Stellungnahme vom 30. Juni 2025 zu dem Schluss, dass die Verwendung als UV-Filter bis zu einer Konzentration von 10 % für Verbraucher sicher ist, und bestätigte damit den bestehenden Grenzwert.<ref>SCCS Opinion on Ethylhexyl Methoxycinnamate (EHMC). Wissenschaftlicher Ausschuss „Verbrauchersicherheit“, Europäische Kommission, 30. Juni 2025, abgerufen am 10. August 2026.</ref>
Ein Gesetz des US-Bundesstaates Hawaii verbietet dort ab Januar 2021 den Verkauf von Sonnenschutzmitteln, die Octinoxat oder Oxybenzon enthalten. Beide Substanzen wirken schädlich auf Korallen und das Erbgut von Fischen.<ref>Hawaii verbietet bestimmte Sonnencremes, aerzteblatt, 26. Juni 2018.</ref> In dem Südseestaat Palau ist Octinoxat in Sonnencremes deswegen bereits seit Januar 2020 verboten.<ref>The Republic of Palau Bans Sunscreen Chemicals to Protect its Coral Reefs and UNESCO World Heritage site – International Coral Reef Initiative. In: icriforum.org. 4. November 2018, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 11. März 2020; abgerufen am 20. Februar 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Handelsnamen[Bearbeiten]
- Tinosorb OMC
- Eusolex 2292
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
- Wikipedia:Seite mit Skriptfehlern
- Seiten mit TemplateStyles-Fehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Weblink offline
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:EG-Nummer abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:ECHA-InfoCard-ID abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:PubChem abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:ChemSpider abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:DrugBank abweichend
- Umweltgefährlicher Stoff (chronisch wassergefährdend)
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:CAS-Nummer fehlt lokal
- CoRAP-Stoff
- Methoxybenzol
- Zimtsäureester
- Phenylpropanoid
- UV-Absorber
- Kosmetischer Inhaltsstoff
- Arzneistoff
- 2-Ethylhexylester