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Oerie

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Oerie
Stadt Pattensen
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Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(255)&title=Oerie 52° 14′ N, 9° 45′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(255) 52° 14′ 3″ N, 9° 44′ 40″ O
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Höhe: 75 m
Einwohner: 255 (1. Juli 2026)<ref name="Einwohner" />
Eingemeindung: 1. März 1974
Postleitzahl: 30982
Vorwahl: 05101
Datei:Oerie Ortszentrum.jpg
Bushaltestelle am Kriegerdenkmal mit Infotafel
Datei:Oerie-01.jpg
Ortsbild mit Blick in die Hüpeder Straße, 2014

Oerie ist ein Ortsteil der in Niedersachsen befindlichen Stadt Pattensen in der Region Hannover. Der Ort liegt im Calenberger Land etwa 20 km südlich von Hannover.

Geschichte[Bearbeiten]

Oerie gehört zu den ältesten Orten im Gebiet der Stadt Pattensen. Die Wurzeln reichen zurück bis in die erste Hälfte des 1. Jahrtausends. In der ältesten Überlieferung aus dem Jahre 1033 wird Oerie als Oride genannt.

Als bäuerliche Siedlung und wegen seiner abseitigen Lage hat Oerie in den Auseinandersetzungen nie eine bedeutende Rolle gespielt. Oerie bewahrte sein von Höfen geprägtes Ortsbild. Aus gut gehenden Höfen entwickelten sich große landwirtschaftliche Betriebe.

Der Oerier Friedhof - nordwestlich außerhalb des Ortes Richtung Hüpede gelegen - wurde 1871 eingerichtet. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde eine kleine Kapelle errichtet. An seiner Erhaltung besteht aufgrund seiner Bedeutung für die Orts- und Siedlungsgeschichte sowie wegen seiner städtebaulichen Bedeutung mit prägendem Einfluss auf das Straßenbild ein öffentliches Interesse.<ref>Denkmalatlas Niedersachsen</ref>

Im Zweiten Weltkrieg stürzte am 26. November 1944 auf einem Acker zwischen dem Oerier Wald und dem Jeinser Holz ein viermotoriger amerikanischer Bomber vom Typ B-24 der United States Army Air Forces ab, wobei alle neun Besatzungsmitglieder ums Leben kamen. 2010 wurde auf dem Oerier Friedhof ein Stein zum Gedenken an den Flugzeugabschuss über Oerie aufgestellt.

Auf Grund der strukturellen Veränderung in der Landwirtschaft (Bewirtschaftung größerer Flächen durch weniger Betriebe) werden einige Hofstellen nicht mehr landwirtschaftlich betrieben und dienen als Wohngebäude (Stand 2026).

Am 1. März 1974 wurde Oerie in die Stadt Pattensen eingegliedert.<ref>Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 202.</ref>

Politik[Bearbeiten]

Oerie hat einen mit Hüpede gemeinsamen Ortsrat.

Ortsbürgermeisterin ist Marion Kimpioka (SPD).<ref>Funktionsträger der Stadt Pattensen. Stadt Pattensen, abgerufen am 18. April 2019.</ref>

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen von Oerie war bis zur Gebietsreform im Jahre 1974 gültig.

Wappenbeschreibung: Blauer Schild, durch eine schräg liegende silberne Sense geteilt, oben rechts und unten links mit einem dreiblättrigen silbernen Kleeblatt belegt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Datei:Oerie Turmstrasse 15 Wohnhaus.jpg
Denkmalgeschütztes Gebäude in der Turmstraße mit Treppenturm mit pagodenartigem Helm

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Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Über 20 Jahre fand am zweiten Wochenende im Oktober das Oerier Scheunenfest statt, das die Dorfgemeinschaft ausrichtete. Zu Ostern führt die Freiwillige Feuerwehr hinter dem Oerier Wald das alljährliche Osterfeuer durch.

Vereine[Bearbeiten]

Die Freiwillige Feuerwehr, gegründet 1896, ist im Gebiet der jetzigen Stadt Pattensen die zweitälteste freiwillige Wehr.<ref>Die Chronik der Oerier Feuerwehr 1996 - Oerie.de</ref> Neben der Bereitstellung technischer Hilfeleistung ist die Oerier Feuerwehr ein wichtiger Bestandteil des Dorflebens. Die Feuerwehr ist die einzige dauerhafte, selbstorganisierte Institution des Ortes. Zur Ausrüstung gehört ein TSF-W und ein MTW. Der Ortsbrandmeister ist Sven-Heinrich Mensing.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Oerie wird von einer Buslinie des Großraum-Verkehrs Hannover bedient, die Verbindungen mit der Pattenser Kernstadt, weiteren Pattenser Ortsteilen und Hannover bietet.

Literatur[Bearbeiten]

  • Stadt Pattensen: Pattensen. Zur Geschichte und Entwicklung der Dörfer (bis Ende des 16. Jahrhunderts), Pattensen, 1986.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Oerie – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="Einwohner">

Pattensen in Zahlen + Daten. In: Internetseite der Stadt Pattensen. 1. Juli 2026, abgerufen am 16. August 2025.

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