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Oliver Scherz

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Oliver Scherz (* 1974 in Essen<ref name="SPV">Oliver Scherz. In: schauspielervideos.de. Abgerufen am 19. Februar 2016.</ref><ref name="etalenta">Oliver Scherz Profil und Vita bei e-TALENTA. Abgerufen am 19. Februar 2016</ref>) ist ein deutscher Schauspieler und Kinderbuchautor.

Leben[Bearbeiten]

Ausbildung und Theater[Bearbeiten]

Oliver Scherz absolvierte von 1998 bis 2002 sein Schauspielstudium an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig. Sein erstes Theaterengagement hatte er am Schauspiel Leipzig; dort spielte er u. a. die Rollen Melchthal/Geßler in Wilhelm Tell (2001; Regie: Johanna Schall). Er trat als Poggio in John Fords Theaterstück Schade, dass sie eine Hure ist (2002; Regie: Markus Dietz) und 2002 als Mike in dem Theaterstück Vineta (Oderwassersucht) von Fritz Kater auf. 2002 übernahm er am Schauspiel Leipzig die Rolle des Max in der Uraufführung des zweiten Theaterstücks Kunstrasen der Autorin Ulrike Syha.<ref>Oliver Kotte: Ein kunstvolles Stück Rasen: Ulrike Syha beschreibt für Besucher Lebensflächen Abgerufen am 19. Februar 2016</ref>

In der Spielzeit 2003/04 war Oliver Scherz fest am Badischen Staatstheater Karlsruhe engagiert. Dort spielte er den Sekretär George Pigden in der Komödie Außer Kontrolle von Ray Cooney (2003, Regie: Hartmut Wickert), den Lucius in Titus Andronicus (2004; Regie: Barbara Bilabel), den Sohn Biff in Tod eines Handlungsreisenden (2004; Regie: Donald Berkenhoff) und den Redakteur Hovstad in Ein Volksfeind (2004; Regie: Sigfried Bühr).

Film und Fernsehen[Bearbeiten]

Scherz übernahm seit 2000 auch einige Film- und Fernsehrollen; als Regisseur und Editor verwirklichte er selbst auch kleinere Filmprojekte. In dem Fernsehfilm Wir sind das Volk – Liebe kennt keine Grenzen (2008) hatte er an der Seite Hans-Werner Meyer eine kleine Nebenrolle. Er spielte Mattis Schell, der bei einem gemeinsamen Fluchtversuch mit seinem Freund über die Berliner Mauer von Grenzpolizisten erschossen wird.

Er hatte außerdem Episodenrollen in den Fernsehserien Notruf Hafenkante (2009, als ältester Sohn einer stolzen Hamburger Dame mit Katharina Meinecke als Partnerin), Kommissar Stolberg (2009, als Bruder eines ermordeten Starchirurgen), SOKO Wismar (2009, als tatverdächtiger Kindsvater und Ex-Mann der Ermordeten) und mehrfach in SOKO Leipzig (2011 und 2014).

In der 10. Staffel der ZDF-Serie Notruf Hafenkante (2016) war Scherz in einer Episodenhauptrolle als Lebensgefährte einer schwangeren Frau (Sandra Speichert) mit unklarer Identität zu sehen.

Kinderbücher[Bearbeiten]

Nach der Geburt seiner Tochter begann er mit dem Schreiben von Kinderbüchern.<ref name="thienemann">Oliver Scherz Vita; Thienemann-Esslinger Verlag. Abgerufen am 19. Februar 2016</ref> Er legte mittlerweile mehrere Kinderbücher vor, die auch in den großen Feuilletons besprochen wurden.<ref name="lovely">Oliver Scherz Profil bei LovelyBooks. Abgerufen am 19. Februar 2016</ref><ref>Fridtjof Küchemann: Das Kinderbuch „Ben“ von Oliver Scherz: Der Junge, der zu viel über sich wusste Rezension; in: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 28. November 2013</ref><ref>Marianne Wellershoff: Kinderbuch "Keiner hält Don Carlo auf": Mission Familienzusammenführung Rezension; in: Spiegel online vom 12. August 2015</ref>

Seine Kinderbücher erschienen im Verlag Beltz & Gelberg, im Thienemann-Esslinger Verlag in Stuttgart und im Carlsen Verlag in Hamburg. Die Bücher wurden teilweise auch als E-Books und Hörbücher veröffentlicht.<ref name="lovely"/> Scherz gilt als einer der erfolgreichsten Kinderbuchautoren der jüngeren Generation.<ref name="SWP">Berliner Autor Oliver Scherz liest in Crailsheim aus seinem ausgezeichneten Afrika-Buch; in: Hohenloher Tagblatt vom 17. April 2015. Abgerufen am 19. Februar 2016.</ref> Für sein Buch Ben erhielt er 2014 den „Leipziger Lesekompass“ der Leipziger Buchmesse.<ref name="SWP"/> Weitere Bücher mit dem Titelhelden Ben und seiner Schildkröte Sowa erschienen in der Folge.<ref>Ben. Abgerufen am 4. November 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Sein Afrika-Buch wurde im gleichen Jahr von der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur als „Buch des Monats Juni“ gewählt.<ref name="SWP"/> 2015 wurde er vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels als „Lesekünstler des Jahres“ ausgezeichnet.<ref name="SWP"/> 2024 erhielt er für Sieben Tage Mo den Deutschen Hörbuchpreis in der Kategorie „Bestes Kinderhörbuch“.<ref>Preisträger: Deutscher Hörbuchpreis. Abgerufen am 7. April 2024.</ref>

Scherz lebt mit seiner Familie und seinen beiden Kindern in München.<ref>Oliver Scherz. Autorenprofil. Abgerufen am 23. Februar 2026</ref>

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Der fürchterliche Hermann. Peter Hammer Verlag, Wuppertal, 2012. ISBN 978-3779504177.
  • Ben. Thienemann Verlag, Stuttgart 2013. ISBN 978-3-52218-360-4.
  • Der kleine Erdvogel. Beltz & Gelberg Verlag, Weinheim 2013. ISBN 978-3-40779-523-6.
  • Wir sind nachher wieder da, wir müssen kurz nach Afrika. Thienemann Verlag, Stuttgart 2014. ISBN 978-3-522-18336-9.
  • Keiner hält Don Carlo auf. Thienemann Verlag, Stuttgart 2015. ISBN 978-3-522-18395-6.
  • Als das Faultier mit seinem Baum verschwand. Beltz & Gelberg Verlag, Weinheim 2015. ISBN 978-3-407-82067-9.
  • Wenn der geheime Park erwacht, nehmt euch vor Schabalu in Acht!, illustriert von Daniel Napp. Thienemann, Stuttgart 2016, ISBN 978-3-522-18445-8.
  • Ein Freund wie kein anderer, illustriert von Barbara Scholz. Thienemann, Stuttgart 2018, ISBN 978-3-522-18457-1.
  • Drei Helden für Mathilda, illustriert von Daniel Napp. Thienemann-Esslinger Verlag, Stuttgart, 2019. ISBN 978-3-522-18458-8.
  • Ein Freund wie kein anderer 2: Im Tal der Wölfe, illustriert von Barbara Scholz. Thienemann, Stuttgart 2020, ISBN 978-3-522-18528-8.
  • Sieben Tage Mo. Thienemann, Stuttgart 2023, ISBN 978-3-522-18648-3.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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